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Heute dürfen wir Sandra Staub, Bloggerin, freie Social Media Beraterin, ehemalige Print- und TV-Journalistin sowie Autorin des Buches „Facebook für Frauen“ zum SEO Plausch begrüßen!

sandra staub„Ist denn ‚Facebook für Frauen‘ anders als für Männer?“ wird die Autorin Sandra Staub oft gefragt. „Die Oberfläche ist gleich, Frauen haben aber andere Fragestellungen und möchten anders abgeholt werden.“ Ihr EinsteigerInnen-Buch baut Wissens-Barrieren ab und führt Schritt für Schritt an die Einstellungen und Gepflogenheiten von Facebook heran. Zudem beleuchtet es die Marketing-Ansprache für Unternehmen, die die Zielgruppe Frau erreichen möchten.

 

Wieso braucht es ein Buch „Facebook für Frauen“?

Die aktuelle Facebook-Statistik zeigt: Nur 31% der Nutzer auf Facebook sind Frauen (Quelle: http://newsroom.fb.com/news/2014/06/building-a-more-diverse-facebook/) Die am stärksten wachsende Zielgruppe sind aber Frauen über 40. Das ist paradox, denn viele dieser Frauen berichten mir, sie verstehen die Logik von Facebook nicht. Sie wollen aber gerne dabei sein.

 

Zudem haben viele Frauen einfach keine Zeit oder Lust für lange und technische Erklärungen. Sie wollen, dass ihr Facebook-Profil und Ihre Facebook-Unternehmensseiten einfach in ihrem Sinne funktionieren. Daher ist in meinem Buch keine Anleitung länger als 7 Punkte, es gibt kein Fachchinesisch und es ist mit 144 Seiten schlanker als alle anderen Facebook-Bücher

Was ist für dich „Dialogmarketing“? Was unterscheidet Dialogmarketing von „klassischem Marketing“, wo liegen die Vorzüge, wo die Nachteile?

Dialogmarketing ist ein Begriff für Direktmarketing mit individualisierter Ansprache des Kunden. Wir kennen das aus klassischen Brief-Mailings und heute auch aus guten E-Mail-Kampagnen. Wenn wir direkt mit unserem Namen angesprochen werden und auch reagieren können, spricht man von einem Medium des Dialogmarketing. Zeitgemäß umgesetzt können Kunden damit heute schon entscheiden, welche Inhalte sie in ihren Newslettern erreichen. Nämlich weniger Werbung und mehr interessante Angebote, die passen. Damit werden die Streuverluste von klassischer Werbung minimiert.

 

Die klassische Werbung setzt oft darauf, dass eine möglichst große Masse etwas sieht. Das nennen wir „Gießkannen-System“. Mit dieser Methode können am schnellsten Neukunden gewonnen werden. Die Mobilfunkanbieter haben sich quasi darauf spezialisiert, sind dafür im Dialogmarketing ausbaufähig:

Denn im Dialogmarketing interessieren wir uns für einzelne Kunden, einzelne Dialoge und damit auch stärker für die Themen Kundenbindung, Kundenwünsche, Upselling und Crossselling. Dafür muss man allerdings schon sehr viel über das Verhalten seiner Kunden wissen und auch die strengen rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllen. Idealerweise ergänzen sich aber alle Bereiche des Marketing natürlich.

Du bist „ehemalige Journalistin“, arbeitest nun in mit und in den „neuen“ Medien, wie Facebook, Twitter, etc. Wieso bist du umgestiegen? Und wie siehst du die Zukunft des PR-Journalismus?

Mir waren einfach zu viele Ellenbogen in der journalistischen Branche, weil es heute ein immer härterer Kampf wird, um die immer weniger werdenden Redaktionsstühle. Es ist wie die Reise nach Jerusalem geworden. Daher habe ich ins Werbefach gewechselt, im Dialogmarketing-Studium noch mal viel gelernt und erkannt, dass mich der dialogische Ansatz im Social Media sehr anspricht.

 

Aber genau hier verschiebt sich gerade alles:

 

Bloggerrelations werden so wichtig wie Public Relations. Direkter Kundenservice findet immer öfter digital und halböffentlich statt. Ich denke, dass in Zukunft noch mehr Fingerspitzengefühl und Menschenkenntnis bei der Zusammenarbeit mit Multiplikatoren und einzelnen Kunden gebraucht wird.

Was meinst du damit, das „Bloggerrelations so wichtig werden wie Public Relations“? Wie äußert sich das?

Es gibt heute weniger Zeitungen und mehr Nischenblogs. Die Bloggerinnen und Blogger müssen oft nicht zu 100% vom Schreiben leben, werden immer professioneller und bekommen so mehr Aufmerksamkeit von den Lesern im Netz über Social Media Kanäle. Damit wird es für Unternehmen und Ihre Produkte auch interessanter von Blogs besprochen zu werden. Wie aber kommt man in Blogs? Indem man die Blogger kennen lernt und mit Ihnen eine Beziehung aufbaut. Und da sind wir schon bei den Bloggerrelations – Ein riesiges Feld, in dem sich in den nächsten Jahren noch viel tun wird. Blogger brauchen keine Pressetexte, sondern müssen Produkte erleben. Sie wehren sich gegen Einflussnahme, sagen ihre echte Meinung und sind schon heute oft unabhängiger als so manches klassische Medium, das von Werbeschaltungen lebt.

Was sind die wichtigsten Dinge, um erfolgreich Social Media Marketing zu betreiben? Was darf man auf keinen Fall machen?

Um in Social Media erfolgreich Fuß zu fassen, muss man wissen, wofür man steht. Manchmal ist es eine ganz spezielle Nische, manchmal ein Themenfeld. Aber es muss ganz klar sein, das ist die für Social Media und Frauen, wie das bei mir ist. Man muss also quasi seinen Elevator Pitch auch in einem Satz formulieren können.

 

Dann finde ich es einen weiteren wichtigen Punkt, dass man auch echt sein muss, sprich man muss zu 100% hinter dem stehen, was man tut, verkauft, empfiehlt, schreibt und postet. Ein gutes Beispiel wäre, ich kann nicht Bio-Klamotten verkaufen, über veganes Essen sprechen und am Wochenende privat dann Alu-Dosen mit Energydrinks und schnelle Spritschleudern posten. Das passt nicht zusammen, es sind gegensätzliche Lebensentwürfe und es fällt unangenehm auf. In Social Media muss eine stimmige Gesamtpersönlichkeit zu sehen sein.

 

Dafür muss man sich manchmal ein Stück angreifbar machen. Damit sind wir auch schon an dem Punkt, mit dem viele ein großes Problem haben: Viele Menschen sind sehr stark von der Angst beherrscht und daher haben sie auch Angst vor einem Shitstorm, schlechter Presse oder „was die anderen darüber sagen“. Aber man muss einfach sagen: Es ist einfach uninteressant, wenn eine Social Media Persönlichkeit auf Fragen nicht antwortet, nie zu sehen ist, nur Montag bis Freitag 18.00h die Ideen lebt, nicht auf Kommentare antwortet oder sie sogar löscht. Marketing funktioniert hier über Werte, Ideen, Sympathie und Gemeinschaftsgefühl. Das müssen viele noch üben.

Sandra, vielen Dank für das Interview!



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