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Und wieder wurde ein „Linknetzwerk“ von Google abgestraft. myblogguest.com ist ein Netzwerk für Blogger, die mit ihren Gastbeiträgen ein größeres Publikum erreichen wollen. Zwar beteuert die Seite, nicht gegen Googles Richtlinien verstoßen zu haben und gegen eine „billige“ Bezahlung von Links zu sein. Hat aber nicht viel geholfen:

myblogguest Blog I

 

Der Aufschrei in der Community ist relativ groß. Unter #isupportmyblogguest und #GoodGuestBlog kann man mehr darüber finden, bspw.:

myblogguest BlogII

 

myblogguest BlogIII

 

Cutts sagt ungefähr folgendes:

a) „Wir sind gegen bezahlte Gastbeiträge, weil diese nicht dazu führen, dass guter Content verbreitet wird“.

b) „Nofollow Links sind schlecht, weil wir ein organisch aufgebautes Netz haben wollen“. (myblogguest.com arbeitet hauptsächlich mit NoFollow Links).

 

Zu a): Wer sagt denn, dass ein bezahlter Gastbeitrag kein guter Content ist? Im Gegenteil, ist der monetäre Anreiz da, werden Inhalte in der Regel besser.

Zu b): Siehe unten.

Davon abgesehen, wer schreibt, der arbeitet. Arbeit wird seit jeher bezahlt. Schreibt ein Autor einen Artikel für LeMonde, bezahlt ihn LeMonde. Wieso? Weil LeMonde damit gute Informationen für ihre Leser bereitstellen kann. Das Geld für die Bezahlung des Autors kommt von den Abonenten, Käufern und Anzeigen in der Zeitung.

Wieso sollte es bei einem guten Blog anders sein? Gute Blogs können Geld mit Anzeigen verdienen, mit denen sie gute Gastbeiträge bezahlen können. Ok, der Link im Beitrag ist das Problem. Skalierbares Guestblogging verzerrt die Ergebnisse der SERPs und stört den Algorithmus Googles. Stellen wir diesen Gedanken erstmal zurück .

Ich konnte ein altes Video von Cutts finden, in dem er über bezahltes Bloggen resümiert:

Was ihn am meisten stört, ist die Skalierung des „Guestbloggings“ → Emaillisten, die mit standardisierten Anfragen abgehandelt werden. Emails die mit „Guten Tag Herr xy, ich finde Ihren Blog super toll und lese ihn regelmäßig. Ich würde gerne einen Gastbeitrag schreiben“ anfangen und an tausende Blogs geschickt werden.

Nun gut, man kann das sehen wie man will. Das Netz ist riesig geworden und es gibt für jedes Nischenthema tausende Seiten. „Big Data“ ist in aller Munde – wieso soll man dann nicht mit großen Datenmengen arbeiten, um ein Maximum an Publikum zu erreichen? Soll man etwa jeden Tag ein wenig im Netz stöbern, um zufällig einen guten Blog zu finden?

Mir scheint, die Wahrnehmung Googles vom Netz ist leicht verzerrt. Google denkt, dass das Netz „natürlich“ und „organisch“ wächst. „Organisch“ soll bedeuten, dass nur dann verlinkt wird, wenn der unbedarfte, Laiennutzer eine Seite toll findet. Damit ist Google in den 90igern (wenn nicht in den 80igern). Will man als professioneller Marketer Erfolg haben, kann man nicht mit romantischen Vorstellungen eines „organischen“ Netzes arbeiten. Das Netz ist für einen Marketer so wenig „organisch“ wie klassische Werbung auf der Straße, im Fernsehen oder Kino, auf Reklametafeln, etc.

Ich denke aber nicht ernsthaft, dass Google so denkt. Ihre Aktivitäten mit AdWords sprechen eine andere Sprache. Wäre ich boshaft (was ich natürlich nicht bin), würde ich ungefähr folgendes sagen:

Google will ein „organisches“ Netz für alle, denn dann hat AdWords das meiste Potential. Weil, bleibt das Netz „organisch“, bleibt es gleichzeitig infantil, weil nur „Laien“ verlinken. Und das ist gut, bedeutet es doch, dass keine Konkurrenz für AdWords entstehen kann, weil niemand andere, strategische Wege findet, um eine Seite prominent zu machen.

Zurück zu den Links in Gastbeiträgen und zu b): ich behaupte dass Google sich dem Markt anpassen muss, nicht der Markt Google. Wenn für gute Gastbeiträge bezahlt wird und darin (nofollow) Links stehen, ist das eine Realität des heutigen Online-Marketings. Damit muss Google sich abfinden und Wege finden diese Entwicklung in den Suchergebnissen abzubilden. Was ein „organisches Netz“ ist, muss neu definiert werden.



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Kommentare


Mike Borchert 21. März 2014 um 0:51

Sterben damit nicht auch die Kommentare wie dieser in Blogs?
Meine Webseite wurde ebenfalls abgefragt….

Antworten

Tilmann Klosa 21. März 2014 um 9:05

Kommentare werden nicht so schnell sterben, keine Sorge.
Die Maßnahme bezieht sich auf gekaufte Links.
Was meinst du mit „abgefragt“?

Antworten

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