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Content löschen und so Rankings verbessern

  • christoph pawletko


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Wie das Löschen alter Blogbeiträge eure Rankings verbessern kann

In vielen Blogs finden sich ältere Beiträge, die kaum Rankings aufweisen, wenig bis gar keinen Traffic bringen und oft sogar veraltete Informationen enthalten. Im schlimmsten Fall entsprechen sie sogar nicht mehr den aktuellen Anforderungen an eure Qualität und sind daher minderwertige Inhalte. Diese alten Inhalte zu löschen sorgt nicht nur für Ordnung, sondern kann auch die Rankings positiv beeinflussen. Lest hier, wie ihr am besten vorgeht, welche Beiträge in den Papierkorb gehören oder vielleicht noch gerettet werden können und wie ihr sauber Content löschen könnt.

content loeschen inhalte blog
Manchmal muss man alte Inhalte löschen.

Mehr Content ist immer besser?

Hochwertiger Content sorgt in der Regel für gute Rankings und mehr Seitenaufrufe. Doch wie kommt man an diese nützlichen Inhalte, die im besten Fall auch noch technisch und optisch korrekt präsentiert werden? Die naheliegendste Möglichkeit ist natürlich, neue Inhalte zu produzieren und zu veröffentlichen. Doch es gibt auch die Möglichkeit, bestehende Inhalte zu überarbeiten und schlechten Content zu löschen, damit nur noch hochwertiger Content auf eurer Seite übrig bleibt. So wird Content-Qualität der gesamten Domain verbessert und der Google-Algorithmus merkt, dass eure Seite ausschließlich relevante Inhalte enthält. Dieser positive Eindruck hilft natürlich auch neuen Inhalten schneller zu ranken, weil Google eure Seite als vertrauenswürdiger einschätzt. Dieses Vorgehen kann man bei starken Domains wie zum Beispiel Wikipedia beobachten. Auch themenorientierte Domains wie Fitnessportale, Gamingseiten oder Finanzseiten weisen diesen Trust-Faktor für Ihr Thema auf.

Auf das Verhältnis kommt es an

Wir vermuten, dass auch der Prozentsatz der gut performenden Inhalte einer Domain eine Rolle spielt. Enthält eine Seite zu viele schlechte Inhalte im Vergleich zur Gesamtzahl aller Seiten oder zu den stark performenden Seiten, könnte dies die Performance der gesamten Seite runterziehen. Genau hier kommt das Thema Löschen alter Beiträge ins Spiel.

Veröffentlicht ihr nun einen neuen Beitrag, muss Google entscheiden, wie es diesen bewertet. Ordnet Google die neue Unterseite ähnlich wie den Durchschnitt der gesamten Seite ein? Oder wie die Top-Seiten der Domain? Je mehr Seiten mit schlechtem Content aktuell auf der Seite sind, desto höher ist die Chance, dass auch die neue Seite von einer ähnlichen Qualität sein wird. Egal wie gut der neue Content nun wird, Google wird ihm nicht die optimale Domainstärke zutrauen und das Start-Ranking könnte darunter leiden.

Das bringt uns wieder zum eigentlichen Ansatzpunkt: Es kann hier also helfen, den Content, der kaum Traffic bringt und offensichtlich von Google schlecht bewertet wird, zu löschen. Was bringt das für eure Website?

  • Das Verhältnis zwischen starken und schwachen Inhalten wird in Ordnung gebracht
  • Ihr verliert Traffic und Rankings der gelöschten Seiten
  • Die Rankings für die verbliebenen Seiten steigen an
  • Der interne Linkjuice wird auf weniger URLs verteilt und somit gestärkt
content löschen
Radikales Löschen kann manchmal für bessere Ranking sorgen.

Ich traue mich nicht, Content zu löschen

Der Schritt mag im ersten Augenblick radikal erscheinen, vor allem wenn es sich um vielen Seiten handelt. Schließlich wurden diese irgendwann mal für Geld eingekauft oder mit viel Zeitaufwand erstellt. Wenn dann deutlich wird, wie viele Inhalte mittlerweile veraltet sind oder einfach nie funktioniert haben, löst das schnell große Enttäuschung oder Bestürzung aus. Doch es gibt eben gute Gründe, hier trotzdem konsequent zu löschen:

  1. Inhalte, die seit Jahren da sind, aber nicht performen, haben letztlich keine Existenzberechtigung.
  2. Alte und minderwertige Inhalte schaden auf Dauer mehr, als das sie nutzen.
  3. Eure Domain wird das Löschen gut verkraften, schließlich ändert sich nichts an der grundsätzlichen URL– und Seitenstruktur und an den funktionierenden Inhalten.
  4. Wenn eure Inhalte nach einiger Zeit keine Rankings aufgebaut haben, wird dies auch nach mehreren Jahren nicht passieren. Auch wenn SEO oft einige Zeit braucht.

Vorsicht! Hier ist es gefährlich, Content zu löschen

Bei bestimmten Webseiten birgt diese Maßnahme mehr Risiken, zum Beispiel bei:

  • Domains mit sehr wenig Content
  • Domains bei denen extrem viel Content gelöscht werden müsste (z.b. >80 Prozent)
  • Domains, die gerade einen Relaunch planen oder mittendrin sind. Zu viele Änderungen auf einmal können bei Google für falsche Signale sorgen.
  • Domains, die noch sehr jung sind. Hier kann sich etwas Ausdauer lohnen.
  • Domains, bei denen das Löschen auch die URL-Struktur stark verändern würde.

Für welche Webseiten lohnt es sich am meisten, Content zu löschen?

Allgemein profitiert jedoch fast jede Seite davon, minderwertige oder veraltete Inhalte zu entfernen. Doch bei manchen Websites wirkt es umso besser:

  • Wenn eure Domain kontinuierlich an Sichtbarkeit verliert
  • Wenn ihr viele redaktionelle Inhalte habt
  • Wenn Ihr überdurchschnittlich viele URLs habt, die kaum oder keinen Traffic bringen
  • Wenn Ihr sehr viel sehr alten Content habt, denn die Ansprüche sind heute andere als noch vor 10 Jahren

Wie identifiziert man den zu löschenden Content?

Hier sollte nicht nach Gefühl vorgegangen werden, sondern nach harten Fakten. Eine Anleitung dafür findet ihr hier bei uns im Blog.

Wie genau sollte man beim Löschen alter Blogbeiträge vorgehen?

Neben dem harten Löschen gibt es noch elegantere Lösungen, zum Beispiel mit einer 301-Weiterleitung zu einer Seite, deren Thema ähnlich ist und die gut performt. Dafür müsst ihr einfach nur prüfen, welche URLs eurer Domain zu dem jeweiligen Hauptkeyword ranken. Mit diesem Trick gehen weniger Backlinks verloren, jedoch funktioniert das nur, wenn die Seite wirklich zum Thema passt.

Nicht immer ist Löschen die beste und einzige Möglichkeit, oft lohnt sich das Überarbeiten viel mehr. Manchmal wurde das Thema ursprünglich falsch angegangen oder neue Regeln noch nicht beachtet.

Wenn beides nicht zutrifft, dann kann die URL endgültig gelöscht werden. Wenn die URL keinen Traffic hat, dann sollte der Statuscode 410 genutzt werden, damit Google weiß, dass der Inhalt wirklich weg ist.

content löschen 301 statuscode
Mit einer 301-Weiterleitung kann man das Löschen elegant durchführen.

Tipp 1: Legt immer ein Backup der zu löschenden Inhalte an. Nichts ist ärgerlicher, als wenn Seiten gelöscht werden, die später doch wieder gebraucht werden. Wenn ihr hier unsicher seid, lohnt sich eine professionelle Begleitung, damit das Löschen sauber und ohne ungewünschte Spätfolgen erledigt werden kann.

Tipp 2: Damit ihr die Maßnahme am Ende eindeutig bewerten könnt, sollten gleichzeitig keine größeren anderen SEO-Arbeiten durchgeführt werden. So könnt ihr genau überwachen, was das Löschen der Inhalte wirklich gebracht hat.

Tipp 3: Muss sehr viel gelöscht werden, dann kann es sich lohnen, in mehreren Wellen zu löschen.

Titelbild © ivector / stock.adobe.com

Beitragsbild © Prostock-studio / stock.adobe.com

Beitragsbild © iLee / stock.adobe.com

Kommentare

Danke für den hilfreichen Beitrag, Christoph!

Ich plane aktuell einen Website Relaunch und migriere dafür den Content einer Seite auf eine neue Seite (wird später die gleiche URL haben). Hierbei habe ich entdeckt, dass viele Beiträge nicht mehr gut (genug) sind.

Meine Lösung: Ich richte für diese "schlechten" Beiträge Weiterleitungen auf thematisch relevante "gute" Beiträge ein und setze die zu löschenden Beiträge erst einmal auf Entwurf, statt sie endgültig zu löschen.

Gibt es bei dieser Strategie etwas, das ich beachten sollte? Du hattest ja geschrieben, dass Google bei zu vielen Änderungen anders reagieren könnte als gewünscht…

Danke vorab für dein Feedback und viele Grüße!
Sofia

Hi Sofia,
Dein Vorgehen ist schon genau richtig. Gerade zu Beginn sollte man alle wichtigen Keywords genau überwachen, damit keine starken Rankings verloren gehen. Dafür ist es vielleicht einfacher, nicht alle Beiträge auf einmal zu löschen und Schritt für Schritt vorzugehen.
Viel Erfolg und berichte gerne, welche Erfahrungen du gemacht hast.


Hast du eine Frage oder Meinung zum Artikel? Schreib uns gerne etwas in die Kommentare.

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