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Stellenanzeigen optimieren: SEO im Recruiting

  • christoph pawletko


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Tipps für mehr Bewerbende: SEO für Stellenanzeigen

In der heutigen digitalen Welt reicht es nicht mehr aus, einfach nur Stellenanzeigen auf Jobportalen zu veröffentlichen und auf qualifizierte Bewerber zu warten. Unternehmen, die die besten Talente gewinnen möchten, müssen proaktiv vorgehen und alle zur Verfügung stehenden Mittel nutzen. Eine besonders effektive Strategie ist der Einsatz von Suchmaschinenoptimierung (SEO) im Recruiting-Prozess. In diesem Beitrag erklären wir, wie Ihr SEO nutzen könnt, um eure Stellenangebote in den Suchmaschinen besser zu platzieren und dadurch mehr qualifizierte Bewerber zu erreichen. So nutzt ihr SEO für Recruiting und könnt eure Recruiting-Strategie auf das nächste Level heben.

SEO im Recruiting umfasst Maßnahmen zur Verbesserung der Auffindbarkeit von Stellenangeboten im Internet, um passende Bewerber anzusprechen. Es ist für Unternehmen, Jobbörsen und Personaldienstleister relevant. Wichtige Aspekte sind die Usability der Website, klassische SEO-Kriterien wie Keywords, mobile Optimierung und interne Links. Der Beitrag bietet Tipps zur Anpassung klassischer SEO-Maßnahmen an die Anforderungen im HR-Bereich.

So optimiert ihr eure Karriereseiten

Orientiert euch für eure Karriereseiten an den Fragen eurer zukünftigen Mitarbeitenden

Typische Fragen bei den meisten Bewerbenden sind:

  • Welche Stellen sind offen?
  • Wie läuft der Bewerbungsprozess ab?
  • Welche Unternehmenskultur herrscht im Unternehmen?
  • Wie hoch ist das Gehalt für die Position?
  • Auch Informationen über den typischen Tagesablauf und das Organigramm sind für Bewerber interessant.
SEO Stellenangebote Beispiel
Wer bei Google mit seinen Stellenanzeigen gut rankt, hat mehr Chancen, die Stelle zu besetzen.

Allgemein sollten Karriereseiten diese Eigenschaften erfüllen, damit sie bei Suchmaschinen und Bewerbenden gleich gut ankommen:

  • Interne Verlinkung nutzen: Bindet eure Karriereseite mittels Breadcrumbs und internen Links gut in eure Website ein. Verlinkt relevante Unterseiten wie „Offene Stellen“ und bietet gegebenenfalls Sprachversionen an.
  • Relevante Keywords einbinden: Verwendet themenrelevante Keywords wie berufliche Zukunft, Karrierechancen, Ausbildungsberufe oder Azubi. Diese helfen sowohl euren Nutzern als auch Suchmaschinen, die Inhalte eurer Seite zu verstehen.
  • Trust-Elemente integrieren: Beweist eure Attraktivität als Arbeitgeber durch Zertifikate oder Auszeichnungen. Diese Trust-Elemente unterstützen die Glaubwürdigkeit eurer Seite im SEO.
  • Klarheit und Struktur: Gliedert eure Seite mit Zwischenüberschriften und Farbakzenten in übersichtliche Abschnitte. Vermeidet unklare Worthülsen und setzt stattdessen auf klare, eindeutige Überschriften.
  • Zielgruppe benennen: Benennt klar eure Zielgruppe, damit sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen sofort wissen, an wen sich die Informationen richten.
  • Logische Linkstruktur: Stellt sicher, dass es eine logische interne Linkstruktur gibt. Verwendet Menüs und Breadcrumbs, um Nutzer und Suchmaschinen durch die Seiten zu führen, und sorgt dafür, dass wichtige Seiten Linkjuice erhalten und keine „Dead Ends“ darstellen.

Eigene Jobbörse auf der Website optimieren

Wenn ihr ein kleines Unternehmen mit wenigen Stellenangeboten seid, könnt ihr diese direkt auf eurer Karriereseite einbinden. Größere Unternehmen hingegen benötigen interne Jobbörsen, die alle offenen Stellen auflisten. Solche Seiten könnt ihr auf Keywords wie „Offene Stellen/Jobs bei [Unternehmensname]“ optimieren.

Bei großen Unternehmen mit vielen offenen Stellen ist eine Such- und Filterfunktion hilfreich. Diese Such- und Filterseiten solltet ihr jedoch normalerweise nicht indexieren lassen.

Die kurze Vorschau bzw. Auflistung der verfügbaren Stellenanzeigen sollte bereits wichtige Informationen zu den einzelnen Stellen enthalten:

  • Titel mit Keywords und alle Geschlechter ansprechend, beispielsweise „SEO Berater“
  • Erfahrungslevel mit angeben, wie zum Beispiel Junior oder Senior
  • Unbedingt den Standort, wenn euer Unternehmen Niederlassungen in verschiedenen Städten/Ländern hat.
  • Ist die Stelle Vollzeit, Teilzeit oder befristet
  • Immer das Datum mit angeben, um die Aktualität sicherzustellen. Beachtet, dass Aktualität auch ein Rankingkriterium im SEO ist. Wenn ihr also dauerhaft die gleichen Anzeigen auf eurer Website online habt, zum Beispiel für Initiativbewerbungen, aktualisiert diese immer wieder neu.

Stellenanzeigen optimieren

Jetzt kommen wir zu den Stellenanzeigen. Um eure Stellenanzeigen zu optimieren, verwendet Keywords und eindeutige Jobbezeichnungen an den relevanten Stellen, zum Beispiel im Titel, in der Beschreibung und in der Überschrift. Wenn ihr eine „Servicefachkraft“ sucht, dann sagt das auch so. Phantasienamen wie etwa “SEO-Held” erschweren es den Bewerbenden und dementsprechend auch der Suchmaschine.

Fällt euch die Keyword-Recherche für Jobs schwer? Dann empfehle ich euch, die Google-Suche zu nutzen. Gebt „Jobs + Unternehmensname“ ein, und Google schlägt euch passende Suchfilter vor, wie zum Beispiel Homeoffice oder Jobtyp (Teilzeit, Praktikum). Diese Filter spezifizieren und grenzen die Suchanfrage ein und können als Inspiration für Keywords dienen. Schaut auch, welche Keywords Google euren Konkurrenten vorschlägt, denn diese könnten auch für euch interessant sein.

Google for Jobs – So optimiert ihr eure Stellenangebote für Google

Wenn ihr bei Google nach einem Job wie „Busfahrer Job“ sucht, werden die Stellenangebote direkt in den Suchergebnissen angezeigt:

SEO im Recruiting Screenshot
Wer bei Google nach Busfahrer Jobs sucht, bekommt sofort Stellenangebote per Google for Jobs.

Aber was ist Google for Jobs genau? Es bündelt Stellenangebote in den Suchergebnissen, indem es alle verfügbaren Jobs auflistet, die die Google-Crawler auf verschiedenen Websites finden. Diese Jobs können von Jobbörsen wie Stepstone oder von Unternehmenswebsites stammen. Damit auch eure Stellenangebote in dieser Liste erscheinen, solltet ihr strukturierte Daten für die Jobs einbinden. Bei Google findet ihr eine detaillierte Anleitung, wie ihr strukturierte Daten für Stellenausschreibungen nutzen könnt. Mehr dazu findet ihr in unserem Ratgeber zu strukturierten Daten.

Die Stelle wurde besetzt – wie mit den Stellenanzeigen umgehen?

Herzlichen Glückwunsch, ihr habt eine Stelle besetzt! Anstatt die Stellenanzeige einfach zu löschen und den Statuscode 410 auszugeben, der besagt, dass die Seite dauerhaft entfernt wurde, empfehle ich eine 301-Weiterleitung. Diese leitet die Nutzer auf eure Seite mit den Stellengesuchen oder direkt auf euren Karrierebereich weiter. Dadurch übertragt ihr die positiven Signale der ursprünglichen Stellenanzeige, wie Backlinks, auf die Zielseite. Zudem haben die Nutzer die Möglichkeit, sich nach anderen offenen Stellen bei euch umzusehen. Sollte die Position später wieder verfügbar werden, kann sie auch leichter ein neues Ranking aufbauen, wenn ihr sie wieder aktiviert.

Titelbild © hakinmhan / stock.adobe.com

Beitragsbild © Sughra / stock.adobe.com

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