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Perfekte Teaser schreiben: Ideen und Tipps für gelungene Anreißer

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Teaser schreiben: Tipps & Ideen
Teaser schreiben: Tipps & Ideen für den gelungenen Texteinstieg

Was sind die 3 wichtigsten Merkmale eines Teasers? – stilsicher, prägnant, anregend. Haben wir nun Eure Aufmerksamkeit geweckt, dann hat unser Teaser seinen Zweck erfüllt. Trotzdem haben wir Euch noch nicht alles darüber verraten, wie man einen Teaser für Webseiten und Newsletter schreibt. Doch keine Sorge, dieses kleine Geheimnis möchten wir Euch in diesem Artikel verraten.

Was ist ein Teaser?

Ein Teaser funktioniert wie ein Trailer. Ihr habt sicherlich gemerkt, wie wir eingestiegen sind. Mit unserem Teaser wollten wir Eure Neugier wecken und Euch kurz erläutern, worum es geht. Ob unser Teaser-Text Euer Interesse für unseren Artikel geweckt hat, könnt Ihr als Leser bewerten oder wir schauen in unserer Statistik auf die Verweildauer.

Wenn Ihr einen Artikel auf einer Webseite aufruft, erscheint eine Überschrift mit Untertitel sowie ein erster Absatz mit einer Einleitung. Der Teaser, auch Anreißer genannt, befindet sich unterhalb der obersten Überschriften und besteht meist aus einem bis zwei Sätzen. Mithilfe des Einstiegstextes erhaltet Ihr als Leser einen ersten Einblick in das Thema des Artikels und weckt die Neugier.

Je besser der Teaser formuliert ist und die Neugier des Lesers weckt, desto eher verweilt er auf der Seite und liest den Text. Daraus ergibt sich auch: Je besser der Teaser, desto mehr Traffic. Der Anreißer erscheint aber nicht nur im Artikel auf der Unterseite selbst, sondern auch in allen Vorschauen. Hier einige Beispiele bei Beiträgen des Fraunhofer Instituts:

teaser blog artikel
Abb. 1: Teaser in der Vorschau einiger Beiträge des Fraunhofer Instituts über Künstliche Intelligenz.

Merkmale eines guten Teasers

Ein guter Anreißertext

  • ist kurz und prägnant formuliert. Verzichtet auf überflüssige Informationen, Klammern, Zahlen, Zeitangaben und Füllwörter. Der Teaser sollte aus maximal 300 Zeichen bestehen.
  • ist verständlich geschrieben. Der Leser muss schnell erfassen, was das Thema des Artikels ist. Besser gut strukturierte Hauptsätze als Hauptsatz-Nebensatz-Konstruktionen verwenden.
  • weckt die Neugier des Lesers und zieht ihn in den Bann, damit er weiterliest.
  • ist zielgerichtet formuliert: Wie wird die Zielgruppe angesprochen? Der Teaser muss zur Zielgruppe und Plattform passen. Gibt es sprachliche Vorgaben? Ein technischer Fachartikel hat einen anderen Teaser als ein Blog-Post für ein kulinarisches Magazin.
  • benötigt wenige Sätze und Wörter, um zu sagen, worum es im Artikel geht.
  • sollte das Keyword Die Nennung sollte zu Beginn des Textes erfolgen, um für eine bessere Sichtbarkeit zu sorgen.
  • vermeidet Wiederholungen: Im Teaser sollten keine Informationen aus dem Titel wiederholt werden.
  • vermeidet Clickbait: Der Teaser sollte spannend sein, aber auf einen Clickbait
  • ergibt zusammen mit der Überschrift und dem Titelbild ein Gesamtbild des Themas.
  • kann verschiedene Emotionen wecken: Irritation, Betroffenheit, Entsetzen, Freude.

Warum sind Teaser-Texte wichtig?

Der Teaser und die Überschrift sind im Hinblick auf Eure SEO-Bemühungen wichtig, da der Titel in erster Linie das Interesse des Lesers weckt und der Teaser dieses beibehält. Der Anreißer kann entscheidend dafür sein, ob der Leser den Text liest oder nicht. Ziel sollte es sein, dass Eure Leser sich länger auf Eurer Webseite aufhalten. Dies hat einen positiven Einfluss auf die Klickrate, Verweildauer, den Traffic und somit auch das Ranking. Springt der Leser jedoch ab, steigt die Absprungrate (Bounce Rate).

Den perfekten Teaser schreiben

Bevor wir mit dem Schreibprozess beginnen, sollten wir ein wenig Vorarbeit leisten und uns in den Leser versetzen. Hierfür schauen wir uns zunächst die Wahl der richtigen Perspektive und die verschiedenen Arten an Teasern an. Außerdem werfen wir einen Blick auf unterschiedliche Schreibmethoden, um einen Teaser zu schreiben, z.B. mithilfe der magischen Drei  oder der SPATZI-Formel.

Zum Schluss zeigen wir Euch nochmals einige Beispiele gelungener Texte und geben weitere Tipps, wie man den richtigen Teaser schreiben kann.

Welche Perspektive soll man wählen?

Beim Formulieren kann es manchmal hilfreich sein, die Perspektive zu wechseln. Man muss sich stets fragen, welchen Nutzen (Mehrwert) der Leser vom Inhalt hat. Um dies herauszufinden, können die W-Fragen hilfreich sein:

  • Was erwartet den Leser? (z.B. Anleitung und Tipps zum Formulieren eines Teasers)
  • Warum ist der Beitrag relevant? (z.B. Teaser ist wichtig für Verweildauer, Ranking, Traffic, Klickrate)
  • Welches Problem behandelt der Artikel? (z.B. Formulierungshilfe für Teaser)
  • Weshalb sollte der Leser den Artikel lesen? (z.B. Content-Optimierung, besseres Ranking)
  • Wie kann das Problem gelöst werden? (z.B. SPATZI-Formel, Formulierungsbeispiele)

SPATZI-Formel

Mithilfe der W-Fragen habt Ihr eine gewisse Struktur für Euren Artikel, damit der Artikel einen Mehrwert für den Leser hat und sein Problem löst bzw. Suchintention (User Intent) befriedigt.

Die SPATZI-Formel fasst nochmal zusammen, was für einen gelungenen Teaser wichtig ist:

spatzi formel teaser
Abb. 2: SPATZI-Formel für das Formulieren des Textes.

Welche Arten von Teasern gibt es?

Man unterscheidet 4 Arten:

  1. W-Fragen: Diese Art Teaser beantwortet alle wichtigen W-Fragen (wer, was, wann, wo, wie) und gibt dadurch eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen des Inhalts. An dieser Stelle sollte man aber noch nicht allzu viel verraten. Der Text sollte nicht länger als 300 Zeichen lang sein.
  2. Point of View: Dabei führt der Text den Leser direkt ins Geschehen und beschreibt einen kurzen Vorspann des Beitrags, wodurch seine Neugier geweckt wird.
  3. Headline: Der Teaser ist auf den Untertitel des Textes abgestimmt und soll eine Zusammenfassung aller wichtigen Abschnitte sein. Jedoch besteht die Gefahr, dass der Leser alle wichtigen Informationen erhalten hat und nicht weiterliest. Daher sollte man dann abbrechen, wenn es am spannendsten ist.
  4. Cliffhanger: Hier gibt der Teaser einen Einblick, bricht aber an der spannendsten Stelle ab. Somit ist der Leser verleitet, den weiteren Text zu lesen, um alle Informationen zu erhalten. Man kennt Cliffhanger von Trailern, Serien und mehrteiligen Romanen.
teaser vorschau
Abb. 3: Ein Cliffhanger als Teaser. Quelle: Spiegel.

Methoden zum Schreiben eines perfekten Anreißers

Da ein guter Teaser wichtig für Euer Content-Marketing ist, möchten wir Euch einige einfachen Schreibmethoden und Hilfen an die Hand geben. Wir stellen Euch 5 verschiedene Möglichkeiten vor, wie Ihr mit dem Schreiben eines Teasers beginnen könnt.

Die magischen Drei

Man beginnt mit der Aufzählung von drei Wörtern, die dann genauer erläutert werden.

magische 3 teaser beispiel
Abb. 4: Die magischen 3 – Aufzählung dreier Wörter mit Kurzinfo. Quelle: T3N.

Eine Frage stellen

Der Teaser kann auch eine Frage sein, sodass der Leser gleich durch eine Fragestellung in das Thema einsteigt. Hierbei könnt Ihr den Leser direkt ansprechen und die Frage im Verlauf des Artikels klären. Die Frage kann aber auch rhetorisch sein. Sie ist eine Scheinfrage, welche Ihr nicht beantworten müsst, weil sie die Antwort schon enthält.

teaser frage
Abb. 5: Als Frage formulieren.

Doppelpunkt

Bei dieser Vorgehensweise werden zunächst ein bis zwei Wörter zum Hauptthema gewählt, anschließend ein Doppelpunkt gesetzt. Danach wird weiter auf den Inhalt des Artikels eingegangen.

teaser doppelpunkt
Abb. 6: Teaser mit einem Doppelpunkt. – Quelle: T3N.

Sensation

Der Teaser kann aus einem wichtigen Fakt bestehen, den der Leser noch nicht kannte, sodass seine Neugier geweckt wird. Dabei ist es wichtig, dass es etwas Neues und Sensationelles ist, mit dem der Leser nicht gerechnet hat.

sensation teaser
Abb. 7: Einstieg mit wichtigem Fakt, der eine Sensation ist. – Quelle: Fraunhofer Institut.
teaser sensation fakt
Abb. 8: Anreißer als Sensation. – Quelle: Max-Planck-Gesellschaft.

Zitat

Habt Ihr ein aussagekräftiges Zitat zum Thema des Artikels, könnt Ihr dieses als Teaser nutzen. Wählt hierfür ein kurzes Zitat, um gleich ins Thema einsteigen zu können. Ein Zitat kann in der Texteröffnung, aber auch im Titel stehen.

zitat teaser
Abb. 9: Zitat als Einstieg. – Quelle: Max-Planck-Gesellschaft.

Versprechen

Im Teaser kann auch ein Versprechen formuliert werden, das dem Leser mitteilt, welchen Mehrwert er vom Lesen des Artikels hat. Leere Versprechen sind aber nicht angebracht. Ein Beispiel wäre hierfür bei unserem aktuellen Thema:

  • Überschrift: Wie schreibt man gute Teaser?
  • Teaser mit Versprechen: Wir zeigen Euch, wie Ihr mit 3 einfachen Schreibmethoden perfekte Teaser formuliert.

Neuer Ansatz

Eine weitere Möglichkeit, das Interesse des Lesers zu wecken, ist das Aufgreifen eines neuen Aspekts am Ende des Satzes. Hierbei leitet Ihr zunächst in das Thema ein und erwähnt dann am Ende des Satzes einen neuen Aspekt, auf welchen Ihr im Hauptteil des Artikels weiter eingeht.

Tipps: Regeln und stilistische Mittel (inkl. PDF zum Ausdrucken)

Wie schreibt man einen Teaser oder Anreißer-Text? Neben der SPATZI-Formel und unseren zuvor genannten Methoden zur Formulierung, gibt es auch Regeln und stilistische Mittel, welchen Ihr folgen könnt. In diesem Abschnitt zeigen wir Euch weitere Beispiele.

stilistische mittel teaser
Abb. 10: Stilistische Mittel und Regeln, um Teaser zu schreiben.
Jetzt Teaser-Tipps ausdrucken und mit dem Schreiben beginnen!

Beispiel für einen gelungenen Teaser

Abhängig vom Thema gibt es sicherlich bessere Beispiele. Es gibt Teaser, die einen regelrecht umhauen. Ein gelungenes Beispiel für die Formulierung ist diese E-Mail von BookBeat als Retargeting-Maßnahme:

teaser retargeting email
Abb. 11: Gelungenes Retargeting: E-Mail von BookBeat.

Hier wird durch unterschiedliche Mittel bzw. Emotionen (Irritation, Neugier, Wiedererkennung, Erinnerung/Vertrautheit), die Neugier des einstigen Interessenten neu geweckt.

Durch die visuelle Unterstützung fällt der erste Blick selbstverständlich auf den Begriff „Trennung“, der mit vielen Emotionen behaftet ist. Der Wiedererkennungswert ist sofort gegeben, denn eine Trennung bzw. Verlust – und sei es nur das verlorene Spielzeug – erleben auch Kinder. Das Schaubild lädt zur weiteren Betrachtung ein, wodurch wir uns weiter mit dem Inhalt befassen.

Das nächste was wir lesen, ist Wut – eine sehr starke, unkontrollierte Emotion, die wir aus Ausnahmesituationen kennen. An dieser Stelle setzt Verwunderung und Irritation ein: Warum sollte ich jetzt wütend sein? Die Neugier ist geweckt. Auch der erste Satz, der Teaser, weckt unser Interesse: „Es geht nicht ohne ein bisschen wütend zu sein“. Schon hier möchte der Leser weiterlesen, denn was war so schlimm, dass man wütend sein sollte. Im Anschluss daran werden gute Erinnerungen geweckt, wodurch eine gewisse Vertrautheit entsteht.

Dann gesteht der Anbieter, dass er einen Fehler gemacht habe – er macht uns also ein (Ein)Geständnis, welches wir wiederum mit Charakterstärke und Authentizität assoziieren. Nach einer Entschuldigung bittet er den Leser, es nochmal gemeinsam zu versuchen. Möglicherweise empfinden wir Sympathie und schließen das Abo erneut ab.


Häufig gestellte Fragen

Teaser sind Schlagzeilen, die den Leser zum Lesen des Textes anregen (englisch: to tease = reizen, necken). In der Werbesprache wird der Teaser meist für hinführende, aktivierende Anreißer-Texte verwendet.
Es gibt kein Rezept, wie man einen Teaser schreiben muss oder kann. Im Artikel stellen wir Euch unterschiedliche Arten vor und bieten Euch Formulierungsbeispiele.
Der Titel eines Artikels soll das Interesse des Lesers wecken und der Anreißer muss es halten. Er ist entscheidend dafür, ob der Leser weiterhin auf der Seite verweilt oder nicht. Dieser Faktor hat ebenfalls Auswirkungen auf den Traffic und das Ranking der Webseite.
Die Texteröffnung gibt dem Leser einen kurzen Einblick in den Inhalt und weckt dessen Neugier. Anhand des Teasers weiß der Leser, was ihn im Text erwartet.
Er sollte nicht länger als 300 Zeichen lang sein. Dies entspricht ungefähr 2 bis 3 Zeilen. Steht er am Beginn eines Artikels kann er zwischen 200 und 300 Zeichen lang sein, als Meta-Description eines Snippets jedoch nur 156 Zeichen inklusive Leerzeichen.

Weiterführende Informationen & Quellen

  • Textbroker gibt weiter Tipps und betont, dass das Schreiben von Teasern eine große Herausforderung sein kann. Man sollte immer an die SPATZI-Formel denken, um gute Teaser zu formulieren: stilsicher, prägnant, anregend, technisch einwandfrei und inhaltlich relevant.
  • Im dPunkt-Verlag erschien das Werk „Texten fürs Web: Planen, schreiben, multimedial erzählen – Das Handbuch für Online-Journalismus, Digital Storytelling und Content Marketing“ mit vielen hilfreichen Tipps zum Schreiben.
  • Ein weiteres Werk mit guten Beispielen und Formulierungen ist „Gebrauchstexte schreiben: Systemische Textmodelle für Journalismus und PR“ aus dem Springer Fachmedienverlag.
  • Wer nochmal mit einem Trainingsbuch üben möchte, sollte sich unbedingt die Aufgaben und Anregungen in „Werbetexten – ein Trainingsbuch“ von Stefan Gottschling anschauen.

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