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Broken Link


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Ein Broken Link ist ein Hyperlink auf einer Webseite, der zu einer nicht oder nicht mehr erreichbaren Zielseite führt oder zu einer verlinkten Datei, die nicht mehr auf den Servern befindlich ist. Das Resultat eines Klicks auf einen Broken Link ist in der Regel die Anzeige einer 404-Fehlerseite oder eventuell eine Umleitung in eine funktionierende Sektion der Domain. [1]

Menschliches Versagen ist die Fehlerquelle Nummer eins: Ein Verantwortlicher ändert etwas am HTML-Code der Seite, zieht dabei auch bestehende Links in Mitleidenschaft und sorgt unabsichtlich dafür, dass diese ins Leere verweisen. Typische Fehler fallen in diesem Zusammenhang wie folgt aus:

Der Verweis erfolgt auf Dateien, die nicht mehr verfügbar sind (entweder aufgrund einer Löschung der Daten oder einer Umstrukturierung des Dateiverzeichnisses).

Der Link führt zu Sektionen einer Webseite, die umbenannt oder verschoben wurden. Sie sind zwar weiterhin vorhanden, aber nicht mehr unter der im Link gespeicherten Adresse.

Eine Überarbeitung der URL-Strukturen einer Domain kann zur Folge haben, dass ein Link noch eine alte, falsche Struktur aufweist.

Dateiendungen können falsch gesetzt worden sein. Ein Verweis könnte auf www.beispielseite.de/index.html anstatt auf www.beispielseite.de/index.php hinauslaufen.

In irgendeiner Form läuft es somit immer darauf hinaus, dass ein Link zu einer Webseite oder einer Datei verweist, die unter der angegebenen Adresse nicht verfügbar ist. [1]

Weiterhin kommen Broken Links sehr häufig vor, wenn diese auf eine externe Quelle verweisen. Betreiber einer Webseite wenden in der Regel wenig oder gar keine Zeit dafür auf, die Angebote anderer Webseitenbetreiber zu kontrollieren. Wer auf eine externe Quelle verweist, bekommt somit normalerweise nicht mit, falls diese Domain abgeschaltet oder verändert wird. Auch Webseiten, deren Kosten für das Hosting nicht mehr bezahlt werden, fallen in diese Kategorie.

Umfangreiche Wikipedia-Artikel sind dafür ein gutes Beispiel. Dort lassen sich in den Quellenangaben am Ende der Webseite oft Links zu Webseiten finden, die entweder gar nicht mehr existieren oder die den bestehenden Artikel gelöscht oder ihn an eine andere Stelle verschoben haben. Webseitenbetreiber haben in diesen Fällen die Option, die Betreiber der externen Webseiten zu kontaktieren und auf den Mangel anzusprechen. Hohe Erfolgsaussichten sollte man sich dabei aber nicht ausrechnen. [2]

Messbar wirkt sich der Broken Link auf die Bewertung durch Suchmaschinen wie Google oder Bing aus. Finden die Crawler der Suchmaschinen tote Links auf einer Webseite, fließt dies in die Bewertung bei der Suche ein. Aus der Sicht von Webseitenbetreibern ist es somit wichtig, jene ins Leere führenden Links schnellstmöglich zu beseitigen. Suchmaschinen bewerten diese funktionsunfähigen Links als eine wesentliche Beeinträchtigung des Nutzererlebnisses – was in der Realität auch zutrifft.

Die Existenz von toten Links wirkt sich somit direkt auf die Sichtbarkeit von Webseiten bei der Suche nach bestimmten Keywords aus.

Abseits diese messbaren Metriken stellen Broken Links auch für reale Nutzerschaften einen Nachteil dar. Besucher, die auf Verweise klicken, die nur unregelmäßig funktionieren, kommen wahrscheinlich nicht wieder. Die Webseite wirkt schlecht gepflegt und vielleicht sogar schon komplett verlassen. Es wirft ein schlechtes Licht nicht nur auf die Administration der Webseite, sondern im selben Atemzug auf das dahinterstehende Unternehmen. Einen Broken Link sollten Webseitenbetreiber somit schnellstmöglich entfernen, um keinen Anstieg der Bounce-Rate zu riskieren. [2]

Es existieren mehrere Möglichkeiten, Broken Links zu finden. Auf kleinen Webseiten – wie vielleicht privaten Blogs – ist die Gesamtanzahl der Links meistens so gering, dass eine manuelle Suche bereits zum Erfolg führt. Größere Projekte verlangen jedoch nach automatisierten Maßnahmen.

Zahlreiche Content Management Systeme à la WordPress oder TYPO3 bieten Plug-ins an, die zur Suche nach Broken Links auf einer Webseite designt wurden. Innerhalb kurzer Zeit zeigen diese Plug-ins an, welche Links funktionieren und welche nicht. Eine Änderung lässt sich daraufhin schnell und einfach durchführen.

Ein guter Kunden- oder Besucherservice hört auf die Ratschläge der eigenen Nutzer. Kommentarfunktionen oder Hinweis-Features, um Webseitenbetreiber zu informieren, werden von einigen Anwendern genutzt, um Fehler wie Broken Links zu melden.

Ein Broken Link kann manchmal auch direkt in den Ergebnissen der Suchmaschinen, den SERPs, auftauchen. Aus Sicht von Webseitenbetreibern ist dies besonders ärgerlich, da Suchende sofort mit einer nicht funktionierenden Webseite konfrontiert werden. Abhilfe schafft die (unter Umständen aufwendige) Erstellung einer Sitemap, die alle funktionierenden Seiten einer Domain auflistet.

Vorbeugen lässt sich bis zu einem bestimmten Grad auch mit einer umsichtigen Vorgehensweise. Wer neue Seiten freischaltet oder Änderungen an Server, URL-Struktur, Netzwerk & Co. vornimmt, sollte im Voraus prüfen, ob sich dies auf bestehende URLs auswirkt. [3]

Google kann helfen

Eine Lösung, die direkt von Google stammt und nicht an bestimmte Content Management Systeme gebunden ist, finden Webseitenbetreiber in der Google Search Console. Das kostenlos nutzbare Tool bietet viele nützliche Funktionen und zeigt unter anderem an, welche toten Links der Crawler der Suchmaschine aktuell finden konnte. Es kann sein, dass damit nicht ausnahmslos jeder Broken Link aufgestöbert wird. Dennoch ist die Search Console ein guter und vor allem webseitenübergreifender Weg, die Suche nach nicht mehr funktionierenden Links zu beginnen. [3]

Führt ein Broken Link ins Leere und ist auch der dort eigentlich geplante Inhalt nicht mehr verfügbar, bieten sich zwei Optionen.

Der Link wird komplett entfernt. Dies löst das Problem, verstärkt die Bewertung durch Suchmaschinen und konfrontiert Besucher nicht mit einer leeren Webseite.

Der Link wird an Ort und Stelle gelassen und auf der verwiesenen Webseite wird neuer Content platziert. So kann der Link beibehalten werden und Besucher erhalten die Inhalte, die sie eigentlich gesucht haben. Dies ist die aufwendigere, aber oft elegantere Methode, die Besucher eher zufriedenstellt.

Welche Methode in spezifischen Fällen besser geeignet ist, müssen Webseitenbetreiber selbst entscheiden. [3]

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