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Online Video Werbung versus TV Werbung

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Fernsehen stirbt aus! Nein soweit ist es noch nicht. Allerdings ändern sich die Fernsehgewohnheiten. Schließlich rückt das Smartphone oder Tablet immer mehr in den Fokus. Daher passt sich auch die Video-Werbung diesen Entwicklungen an. Aus diesem Grund ist wichtig, Unterschiede zwischen Online-Video-Werbung und TV-Werbung zu machen.

In kurzer Zeit überzeugen

Beim Fernsehschauen wird ganz schnell die Fernbedienung zur Hand genommen, wenn die Werbung beginnt. Oder man widmet sich dem Second Screen und surft während der Werbung in sozialen Netzwerken. Facebook hat die Facebook-Aktivität von 537 Personen analysiert, die angaben, die erste Folge der neuen Staffel einer beliebten TV-Sendung angesehen zu haben. Während jeder Werbepause stieg ihre Facebook-Nutzung an:

Nutzung des Second Screens
Facebook Aktivität während einer Werbepause (Quelle: Facebook)

Bei Werbung auf dem Smartphone wird einfach weiter gescrollt, wenn einem der Inhalt nicht gefällt. Bei beiden Formaten kommt es also darauf an, seine Zuschauer schon in den ersten Sekunden abzuholen, damit sie dran bleiben.

Online-Videokonsum nimmt stetig zu

Doch wenn es um die Visualisierung und die Dauer geht, gibt es markante Unterschiede zwischen TV-Werbung und Online Video Werbung. Denn die Online-Video-Werbung sollte als eine eigenständige Werbeplattform gesehen und nicht mit der TV-Werbung gleich gestellt werden. Was im TV funktioniert, kann online ein Reinfall sein. Während TV-Werbung nach wie vor für eher passive Nutzer gemacht wird, muss Online-Video-Werbung das aktive Verhalten der Nutzer unterstützen und sie teilhaben lassen. Schließlich nimmt der Online-Videokonsum von Jahr zu Jahr zu. So schauten sich Nutzer 2016 noch 39,6 Minuten täglich Online-Videos an. 2017 werden es schon 47,4 Minuten sein. Videos etablieren sich als fester Bestandteil bei der Mediennutzung.

Mehr Ausgaben für Online Video Werbung

Auch die Social-Media-Plattformen haben sich diesen Entwicklungen angepasst. So wird das Erstellen von eigenen Videos mit Hilfe von Tools und Apps erleichtert und vor allem Live-Videostreams gewinnen immer mehr an Bedeutung. Damit ist Facebook beispielsweise mittlerweile der zweitgrößte Anbieter von Videoinhalten nach YouTube. Dadurch steigen auch die Ausgaben für Online-Video-Werbung. So prognostiziert die britische Agentur Zenith für dieses Jahr ein Wachstum der weltweiten Ausgaben für Online-Video-Werbung auf 27,2 Milliarden US Dollar. Im Vorjahr lagen die Ausgaben bei 22,2 Milliarden US Dollar.

Online heißt, sich kurz fassen

Neben den ansprechenden Videoinhalten muss daher auch die Online-Video-Werbung der Entwicklung angepasst werden. Werbespots von 30 Sekunden funktionieren auf Social-Media-Plattformen einfach nicht. Das hat beispielsweise auch YouTube erkannt und die 30-sekündigen, nicht überspringbaren Werbespots wieder abgeschafft. Denn laut Facebook schauen sich die Nutzer im Durchschnitt Videowerbung im News Feed nur 5,7 Sekunden lang an und auch nur wenn ihre Aufmerksamkeit dadurch geweckt wird. Das heißt: die ersten Sekunden sind entscheidend, ob eine Online-Video-Werbung erfolgreich sein wird.

Auf die richtige Erstellung kommt es an

Damit das der Fall ist, gibt es einiges zu beachten. Die Online-Video-Werbung muss Mehrwert oder Neuigkeiten liefern und das vor allem in wenigen Sekunden. Außerdem ist es wichtig, dass kostengünstig und kurzfristig hochwertige Werbeanzeigen erstellte werden. Die Online-Video-Werbung eignet sich in der Regel nicht dazu, über einen längeren Zeitraum geschaltet zu werden. Denn dadurch kann die Aktualität nicht gewährleistet werden. Auch auf die unterschiedlichen Plattformen sollte bei der Erstellung von Online Video Werbung geachtet werden. Im News Feed bei Facebook haben die Nutzer andere Erwartungen an ein Video als beispielsweise in einer Story bei Instagram.

Auch wenn der Fernseher so schnell nicht verschwinden wird, ist es wichtig sich den Unterschied von TV-Werbung zu Online-Video-Werbung immer wieder bewusst zu machen. Für beide Medien heißt es ansprechenden und zielgruppenrelevanten Content zu produzieren.

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Titelbild: © chombosan / Fotolia

Kommentare

Hochinteressanter Beitrag. Das Onlinemarketing hat in den letzten Jahren dermaßen an Wichtigkeit gewonnen dass es krass ist. Allein über Youtube erreicht man mit der richtigen Strategie eine große Gruppe an Kunden. Und als netten Nebeneffekt lassen sich eventuell auch noch (kleiner) Einnahmen aus Partnerverträgen mit Youtube generieren 🙂


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