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Ab 01.09.: Google schafft Noindex und Nofollow in der Robots.txt ab

Die Robots.txt ist seit über zwei Jahrzehnten der inoffizielle Standard, der Suchmaschinen-Crawlern vorgibt, welche Teile einer Website durchsucht und welche ignoriert werden. Google kündigte nun an, das Robots-Exklusion-Standard-Protokoll (REP) zu einem richtigen Internet-Standard zu machen. Im Zuge dessen sollen nun aber auch bisher angewandte Regeln abgeschafft werden, weil diese laut Google extrem selten genutzt werden. Außerdem ist der Code der Robots.txt nun auch open source. Warum die Robots.txt so wichtig ist, erfahrt Ihr hier.

 

Folgende Befehle werden ab 01.09.19 keine Beachtung mehr finden:

  • Noindex
  • Nofollow
  • Crawl-delay

Grund für diese Änderung ist, dass diese Anweisungen nur in 0,001 Prozent aller Robots.txt-Dateien auch genutzt werden.

Google empfiehlt Alternativen für Noindex und co.

Für Webmaster gibt Google Alternativen an, zum Beispiel folgenden Vorgehensweisen:

  • Die Noindex-Anweisung kann auch in die Meta Robots-Tags oder in den X-Robots-Tag im http-Header eingebaut werden. Wenn Crawlen erlaubt ist, können so einzelne Unterseiten aus dem Google-Index rausgenommen werden.
  • Auch ein Passwortschutz, kann Inhalte aus dem Google-Index heraushalten.
  • Mit 404- oder 410-Status-Codes kann de Crawler vorgegaukelt werden, dass die Unterseiten nicht existieren und so vom Index geschützt sind.
  • Per Disallow-Befehl wird dem Crawler ein Stopp-Schild vorgesetzt. Das führt dazu, dass Seiten deutlich weniger in den SERP auftauchen, rät Google.
  • Das Tool „Remove URL“ in der Google Search Console lässt Webmaster URLs aus den Google Suchergebnissen entfernen.

 

Unser Tipp:

0,001 Prozent mag wenig klingen, jedoch wird gerade der Noindex-Befehl von SEOs recht häufig genutzt. Die Änderung sollte also jedem SEO bis September Anlass geben, seine Seiten gründlich zu überprüfen. Ansonsten landen Seiten auf dem Google Index, die dort nicht gewollt sind.

 

Titelbild © devenorr – stock.adobe.com

Beitragsbild © Alexander – stock.adobe.com



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Kommentare


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Christine 12. Juli 2019 um 17:11

Schön, wenn noch jemand den Überblick behält. Google wird immer undurchsichtiger, unberechenbarer und einfach zu mächtig. Ein "Normalo-Webseitenbetreiber" hat doch keine Chance mehr, dort noch durchzublicken und nicht jeder Kleinunternehmer oder Beginnere hat das Geld, sich teure Agenturen leisten zu können oder sich wochenlang in SEO fortzubilden. Es nimmt einfach Überhand mit dem SEO.

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Michael 24. Juli 2019 um 11:14

Liebe Christine,
stimme Dir in fast allem zu, nur nicht mit Deiner Conclusio im letzten Satz.
Nicht SEO nimmt Überhand, sondern Google verunsichert durch die Algorithmus-Änderungen (Updates) viele Do-it-yourself und Möchtegern-SEOs so sehr, dass sie doch lieber zur vermeintlich sicheren Google Ads greifen.
Auch ein Kleinunternehmer sollte sich klar machen, dass es ohne Google nicht geht und sich die Frage stellen, ob er Google viel Geld bezahlen will für Klicks oder lieber sinnvolle/nützliche/unterhaltsame Inhalte auf seiner Website und die vernünftig gestalten und beschildern.
Wir sind uns doch sicher einig: Langfristig kommt SEO-Abstinenz teuer zu stehen…

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