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Affiliate Marketing ist tot. Lang lebe Affiliate Marketing.

Eine steile These, die es zur 7. Affiliate Conference in München zu beweisen galt.

Den ganzen Tag wurde fachgesimpelt von Merchants, Publishern, Netzwerken, Agenturen und auch Affiliate-Newbies wie sich das Affiliate Marketing entwickeln wird und was 2018 an Herausforderungen bereithält. Bereits seit mehr als 20 Jahren ist diese Disziplin im Onlinebereich zu finden. Obwohl sie immer wieder verschiedenen Veränderungen unterworfen war, besteht sie bis heute und kann beachtliches Wachstum und Potential für den Einzelnen vorweisen. Aktuell steht hier als größte Herausforderung die ePrivacy-Richtlinie im Raum, die bedingt durch ihren restriktiven Charakter, äußerst umstritten ist.

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Dan Berlin begeisterte mit einer äußerst feurigen Keynote. Er zeigte sehr eindrucksvoll, dass man nur das Feuer in anderen entzünden kann, wenn man selbst für die Sache brennt.

Pinterest und Snapchat vor dem Ende?

Hakan Özal stellte seine Affiliate- und Online-Trends des Jahres in einer kurzweiligen Session vor. Dabei betonte er auch den zukünftig immer stärker werdenden Einfluss von Voice Search. Provokant fand ich sein Statement, dass Pinterest und Snapchat sterben werden. Ich sehe dies etwas anders. Gerade Pinterest kommt langsam auch im deutschen Markt an und die Potentiale darin sollten auf keinen Fall unterschätzt werden. Bei Snapchat hingegen sehe ich es ähnlich wie er, dass hier ein extremer Turnaround vom Unternehmen erfolgen muss, wenn es weiterhin bestehen will.

 

Sehr sympathisch erzählte Maximilian Schirmer aus der Sicht eines Affiliates seine Erwartungen an die Merchants und deren Programme. Er betonte dabei immer wieder, wie wichtig die Kommunikation miteinander ist. Es ist für ihn unwichtig, ob es lediglich um die Absprache einer Zielgruppe geht, die Bekanntgabe von Stornogründen oder auch Hilfe bei auftretenden Problemen – eine transparente Kommunikation muss immer gewährleistet sein.

 

Eine schöne Case Study zeigte Dimitrios Haratsis zusammen mit Tim Hiebenthal von Flixbus. Hier wurde aufgezeigt wie Customer Journey Tracking bei Flixbus implementiert ist und welche Learnings es dabei gegeben hat.

Die neue ePrivacy-Verordnung: Zu viel für die digitale Wirtschaft?

Rechtsanwalt Michael Neuber gab in seiner Session wichtige Einblicke in den Bearbeitungsstand der kommenden ePrivacy-Verordnung. Schaut man sich diese weitreichende europäische Verordnung an, sieht man das z.T. haarsträubende Verständnis der Politik von der digitalen Wirtschaft. Man kann hier nur hoffen, dass noch ein Umdenken der Politik stattfindet und einige der Restriktionen gestrichen oder zumindest gelockert werden. Ich finde Datenschutz sehr wichtig, aber bei der ePrivacy-Richtlinie wird dieses Thema ad absurdum geführt. Mehr zum Thema gibt es beim BVDW.

 

Nach diesem schwerwiegenden Thema wurde zum Speed Networking und Kaffee gebeten, bevor weitere interessante Sessions auf uns warteten.

Gutscheine und Affiliate Marketing – Das passt

Gutscheine und Affiliate Marketing gehören zusammen wie der linke und rechte Schuh.  In seinem Vortrag zeigte Thomas Allgeyer, wie eine gute Gutscheinstrategie die Sales steigern kann. Aber man sollte sich bewusst sein, dass jedes Produkt eine individuelle Strategie benötigt, die Gutscheine enthalten kann, aber nicht zwingend muss.

 

 

Mobile-friendly? Mobile-only? Abhängig von der Zielgruppe

Mobile-friendly oder doch schon mobile-only? Martin Rieß zeigte die aktuellen Trends bei der Nutzung von Devices auf. Hier muss sich jeder Einzelne die Frage stellen, ob und wie er seine Projekte für die mobile Nutzung positioniert hat. Immerhin nutzen schon heute 22% der Menschen ausschließlich mobile Endgeräte. Wendet man hier also eine reine Desktopstrategie an, erreicht man die mobile-only-Nutzer nicht mehr.

 

Was gibt es abseits von CPO?

Gunnar Militz befürwortete in seiner Session alternative Provisionsmethoden neben dem gängigen CPO-Verfahren anzuwenden. Die Themen Provisionen und deren Abrechnung sind für eine gute Merchant-Affiliate-Beziehung extrem wichtig. Besondere Beachtung sollte hier die Abrechnung von Provisionen finden, gerade im Hinblick auf die kommende ePrivacy-Richtlinie.

 

 

Und die Zukunft? Chatbots?

Johannes Schaback konnte mit seinem flammenden Vortrag für Chatbots und deren zukünftige Potentiale überzeugen. Seine These: Es ist nur eine Frage der Zeit bis Chatbots zur Normalität gehören. Sehr sympathisch und menschlich war sein Eingestehen des Scheiterns mit einem Chatbot und was er daraus gelernt hat. Ich sehe es ähnlich wie er, dass uns hier große Veränderungen bevorstehen. Gerade Voice Search wird in nächster Zeit, bedingt auch durch Assistenten wie Alexa, eine immer größere Bedeutung erlangen.

 

Nach der 2. Speed Networking Runde stelle Nicolaus von Schorlemer aktuelle Marktzahlen und Benchmarks aus Deutschland vor. Als sehr erfreulich einzustufen sind die hier aufgezeigten Wachstumszahlen. Nach dieser kurzen Session ging Adam Opuchlik auf die Möglichkeiten im Programmtic Advertising ein.

Akquise von Content-Partner bei Lotto24.de

Im Schlussspurt zeigte Luis Arteaga von Lotto24.de, dass man neue Wege in der Akquise von leistungsstarken Partnern beschreiten muss. Bei Lotto24 lag der Schwerpunkt auf der Akquise von Contentpartnern, nachdem andere Formen (z.B. Gutscheinpartner) als nicht passend verworfen wurden. Besonders die Newbies spitzten die Ohren, als Luis von Beharrlichkeit und strikter Prioritätensetzung bei der Akquise sprach.

 

Beim Abschlusspanel waren die beherrschenden Themen wieder die Fusion von AWIN und affili.net sowie die kommende ePrivacy-Richtlinie.

Bis zum nächsten Jahr!

Ein würdiger Ausklang war die Affiliate Networkxx im Airbräu wo am Abend im gemütlichen Rahmen weiter gefachsimpelt wurde. Mein Dank gilt den Veranstaltern und ich empfehle jedem, der sich für Affiliate Marketing interessiert den Besuch der Konferenz am 8. November 2018.



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