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Wie Sie Dienstleistern Zugriff gewähren aber gleichzeitig die Hoheit über Ihre Daten behalten

Für die effektive Planung und Umsetzung von Online-Marketing-Maßnahmen benötigen Dienstleister wie die SEO-Küche hin und wieder Zugriff auf verschiedene Tools. Dazu zählen beispielsweise Google-Dienste wie Google Analytics, der Google Tag Manager und die Google Search Console. Auch wenn es nahe liegen mag, den Ansprechpartnern einfach die originalen Login-Daten zu übermitteln, scheidet dies aus Sicherheits- (Was geschieht, wenn der Vertrag endet?) und Praktikabilitätsgründen (Identitätsbestätigung bei Zugriff von bisher unbekannten Endgeräten) aus.

Die empfohlene Vorgehensweise ist vielmehr, in den Nutzerverwaltungen dieser Dienste die Ansprechpartner als Nutzer mit den benötigten Rechten zu hinterlegen. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie Sie dies in Google Analytics, dem Google Tag Manager und der Google Search Console umsetzen können.

Google Analytics

In Google Analytics können Zugriffsrechte auf Datenansichts-, Property- und Kontoebene vergeben werden. Dies geschieht in der Verwaltung unter „Google Analytics > Verwaltung > Nutzerverwaltung“.

Hier erhält man eine Übersicht über die bereits vorhandenen Nutzer und deren Berechtigungen. Über den blauen „Plus“-Button in der oberen rechten Ecke des Bildschirms können neue Nutzer bzw. Nutzergruppen hinzugefügt werden.

Um einen Nutzer hinzufügen zu können, muss dessen E-Mail-Adresse mit einem Google-Konto verbunden sein. Als Berechtigungsstufen stehen die folgenden Level zur Verfügung:

  • Lesen und analysieren: Der Nutzer darf Berichts- und Konfigurationsdaten anzeigen.
  • Zusammenarbeiten: Der Nutzer darf innerhalb der freigegeben Elemente Dashboards oder Vermerke erstellen und bearbeiten.
  • Bearbeiten: Der Nutzer darf Änderungen an der Kontostruktur vornehmen, also bspw. neue Properties oder Datenansichten anlegen, Einstellungen verändern usw.
  • Nutzer verwalten: Der Nutzer darf andere Nutzer hinzufügen oder löschen und deren Berechtigungen ändern.

Klären Sie im Rahmen der Zusammenarbeit mit Ihrem Dienstleister, welche Berechtigungsstufe er für seine Tätigkeiten benötigt. Für einmalige Auswertungen kann „Lesen und analysieren“ ausreichend sein, eine längerfristige Betreuung kann unter Umständen das Berechtigungsniveau „Bearbeiten erfordern.

Wenn Sie in der Nutzerübersicht auf einen Eintrag klicken, können Sie die Berechtigungen pro Konto, Property usw. individuell gestalten.

Nach Ende der Zusammenarbeit lassen sich die Berechtigungen bequem aufheben, indem Sie in der Nutzerübersicht auf die drei Punkte neben dem Eintrag klicken und dort „Zugriffsrechte aufheben“ auswählen.

Google Tag Manager

Im Google Tag Manager können Zugriffsberechtigungen für das gesamte Konto oder einzelne Container vergeben werden. Dies geschieht unter „Google Tag Manager > Konto > Nutzerverwaltung“ bzw. „Google Tag Manager > Container > Nutzerverwaltung“.

Mit einem Klick auf den „Neu“-Button in der oberen rechten Ecke kann ein neuer Nutzer zum Konto bzw. zum Container hinzugefügt werden.

Wie bei Google Analytics müssen die E-Mail-Adressen der hinzuzufügenden Nutzer mit einem Google-Konto verbunden sein. Als Zugriffsebenen stehen die folgenden Stufen zur Auswahl:

  • Lesen: Der Nutzer darf die Einstellungen lediglich einsehen.
  • Bearbeiten: Der Nutzer darf Einstellungen verändern, diese jedoch nicht freigeben oder veröffentlichen.
  • Freigeben: Der Nutzer darf Einstellungen verändern und freigeben, veränderte Container jedoch nicht veröffentlichen.
  • Veröffentlichen: Der Nutzer darf Einstellungen verändern, freigeben und veränderte Container veröffentlichen.

Werden Zugriffsberechtigungen auf Kontoebene gewährt, können die Berechtigungen für jeden Container im Konto separat vergeben werden. Zusätzlich kann zwischen den Kontoberechtigungsstufen „Nutzer“ und „Administrator“ gewählt werden. Administratoren können dabei andere Nutzer hinzufügen und deren Rechte verwalten, Nutzer diese lediglich einsehen. In diesem Bereich können zudem Nutzer und deren Berechtigungen entfernt werden („Löschen“-Button in der unteren rechten Ecke).

Google Search Console

In der Google Search Console erfolgt die Nutzerverwaltung unter „Einstellungen > Nutzer und Berechtigungen“ und „Nutzer hinzufügen“.

Berechtigungen können in der Google Search Console „Eingeschränkt“ und „Uneingeschränkt“ vergeben werden:

  • Eingeschränkt: Berechtigt zum Einsehen der meisten Daten. Änderungen können keine vorgenommen werden.
  • Uneingeschränkt: Es können die meisten Daten eingesehen und Änderungen vorgenommen werden. Diese Einstellung sollte ausgewählt werden, wenn der Nutzer auch Optimierungsmaßnahmen (z. B. Sitemaps einreichen) vornehmen soll.

Fazit

In den Nutzerverwaltungen von Google Analytics, Google Tag Manager und Google Search Console lassen sich die Zugriffsberechtigungen individuell einstellen und bequem verwalten. Anstatt den Ansprechpartnern die originalen Login-Daten zu übermitteln, sollte diese Möglichkeit genutzt werden, um beteiligten Parteien die für ihre Arbeit erforderlichen Berechtigungen zu gewähren und nach Ende der Zusammenarbeit wieder zu entziehen. So behalten Sie die Hoheit über Ihre Daten und vermeiden, das unberechtigte Personen Zugriff auf die von Ihnen genutzten Google-Dienste erhalten.

 

Titelbild © WDnet Studio – stock.adobe.com



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