Skip to main content

Neuerungen im Impressum durch den Digital Services Act (DSA) seit 17. Februar 2024

  • Oliver Lindner / Gründer und Geschäftsführer


PDF herunterladen

Der Digital Services Act (DSA), der am 17. Februar 2024 in Kraft getreten ist, bringt wichtige Änderungen für die digitale Landschaft in der EU mit sich. Eine der wesentlichen Neuerungen betrifft die Impressumspflicht von Unternehmen. In diesem Beitrag erläutern wir, was sich geändert hat, warum die Änderungen wichtig sind und welche Strafen bei Nichteinhaltung drohen.

Was hat sich geändert?

Bis zum Inkrafttreten des DSA mussten Unternehmen in Deutschland im Impressum ihrer Webseite auf § 5 des Telemediengesetzes (TMG) verweisen. Das TMG regelte, welche Informationen ein Impressum enthalten muss, um Transparenz und Verantwortlichkeit im Internet zu gewährleisten. Mit dem neuen DSA ändert sich diese Referenz: Unternehmen sind nun verpflichtet, in ihrem Impressum auf § 5 und § 6 des Digital-Dienste-Gesetzes (DDG) zu verweisen.

Die Änderung trägt dazu bei, dass die rechtlichen Anforderungen an das Impressum innerhalb der gesamten Europäischen Union vereinheitlicht werden. Dies soll für mehr Klarheit und Rechtssicherheit im digitalen Raum sorgen.

Was besagen § 5 und § 6 DDG?

  • § 5 DDG schreibt vor, welche Informationen das Impressum einer Webseite enthalten muss. Dazu gehören unter anderem der Name des Diensteanbieters, die Kontaktinformationen und, falls vorhanden, das Handelsregisternummer.
  • § 6 DDG ergänzt diese Anforderungen um spezielle Angaben für bestimmte Diensteanbieter, wie beispielsweise wenn eine Lizenz für die Erbringung der Dienstleistung erforderlich ist.

Mögliche Strafen bei Verstößen

Die Anpassung des Impressums ist keine Kleinigkeit. Die Bundesnetzagentur, die nach dem DDG-E für die Überwachung zuständig ist, hat die Befugnis, bei Verstößen gegen die Impressumspflicht erhebliche Geldbußen zu verhängen. Gemäß § 25 Abs. 5 Nr. 3 DDG-E kann eine Geldbuße von bis zu EUR 50.000 verhängt werden. Diese strenge Regelung unterstreicht die Bedeutung eines korrekten Impressums und soll die Einhaltung der Transparenzvorschriften sicherstellen.

Fazit

Die Einführung des Digital Services Act markiert einen wichtigen Schritt zur Schaffung eines sichereren und transparenteren digitalen Binnenmarktes in der EU. Die neue Impressumspflicht ist ein Beispiel dafür, wie der Gesetzgeber auf die Herausforderungen der Digitalisierung reagiert. Unternehmen sind gut beraten, ihre Webseiten umgehend auf die neuen Anforderungen hin zu überprüfen und anzupassen. Bei Unsicherheiten oder Bedarf an Unterstützung empfiehlt es sich, fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen, um kostspielige Fehler zu vermeiden.

Keine Kommentare vorhanden


Hast du eine Frage oder Meinung zum Artikel? Schreib uns gerne etwas in die Kommentare.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht

Jetzt den SEO-Küche-Newsletter abonnieren

Ähnliche Beiträge

Schülerin absolviert Schülerpraktikum bei der SEO-Küche und arbeitet am Laptop im Büro

Hinter den Kulissen des Online-Marketings: Mein Schülerpraktikum bei der SEO-Küche

  • SEO-Küche Logo
  • von SEO-Küche
  • 11.05.2026

Vom Girls’ Day zum Schülerpraktikum bei der SEO-Küche Die SEO-Küche kannte ich tatsächlich vor meinem Schülerpraktikum schon ein wenig. Bereits 2023 kreuzten sich unsere Wege beim Girls’ Day. Obwohl ich mir am Anfang eher dachte: „Cool, ein Tag keine Schule.“, merkte ich schnell, dass mir der spannende Einblick an diesem […]

Notizblock mit dem Wort „Warranty“ auf einem Schreibtisch

Gewährleistungs- und Garantielabel ab September 2026

  • Nina
  • von Nina Dollhopf
  • 11.05.2026

Was Onlinehändler jetzt wissen und vorbereiten sollten Ab Herbst 2026 kommt im Onlinehandel die nächste sichtbare Pflichtinformation hinzu: Neben den bekannten Rechtstexten und Pflichtangaben treten ein EU-weit einheitlicher Hinweis zur gesetzlichen Gewährleistung sowie ein zusätzliches Label für bestimmte Haltbarkeitsgarantien. Die Grundlage dafür ist die Richtlinie (EU) 2024/825. Die konkrete Gestaltung […]

Onlineshop mit Kategorien und Produktfiltern auf einem Tablet

Kategorien & Filter smart strukturieren – Ohne Fachchinesisch

  • Luisa Losereit, Online-Marketing-Beraterin (Onpage)
  • von Luisa Losereit
  • 11.05.2026

Wer Kategorien & Filter auf einer Website sauber aufbaut, macht es nicht nur Besucherinnen und Besuchern leichter, einen Überblick über die gebotenen Informationen oder Produkte zu bekommen, sondern auch das Gesuchte auf der Seite zu finden. Auch Suchmaschinen verstehen die Seite besser, wenn die Struktur logisch, klar und konsistent ist. […]

Person arbeitet am Laptop mit digitalem Analyse-Dashboard zur Optimierung von Produktdaten

Optimierung von Produktdaten: Titel, Bilder, Rückgaben, Vorteile

  • marie berauer seo
  • von Marie
  • 04.05.2026

Die Optimierung von Produktdaten ist ein entscheidender Schritt, um in Plattformen wie Google Shopping oder Microsoft Advertising erfolgreich zu sein. Ein gut strukturierter Datenfeed kann nicht nur die Klickrate (CTR) erhöhen, sondern auch die Conversion-Rate (CR) verbessern, indem er den Nutzern relevante, ansprechende und vollständige Informationen bietet. Das Wichtigste im […]

Hände halten Karton mit Aufschrift „Trust“ – Symbol für Vertrauen und Verlässlichkeit

Vertrauen sichtbar machen: Wie Siegel, Presse und Bewertungen Ihre Website zum Conversion-Motor machen

  • antje stensel
  • von Antje Stensel
  • 27.04.2026

Stellen Sie sich vor, Sie betreten ein Geschäft in einer fremden Stadt. Es gibt kein Schild an der Tür, die Verkäufer tragen keine Namensschilder und im Schaufenster hängen keine Preise. Würden Sie dort Ihre Kreditkarte zücken? Wahrscheinlich nicht. Im Internet ist jede Website zunächst dieses anonyme Geschäft. Während wir in […]

Personen arbeiten an der Gestaltung von mobilen App-Layouts und Webseiten, mit Fokus auf die Planung und Strukturierung von digitalen Inhalten

PR-fähige Landingpages & Blogposts schreiben

  • antje stensel
  • von Antje Stensel
  • 20.04.2026

Im digitalen Marketing verschwimmen die Grenzen zwischen Content-Marketing, PR und SEO zunehmend. Während SEO die Sichtbarkeit in Suchmaschinen stärkt, sorgt gute PR dafür, dass Ihre Inhalte von Medien, Bloggern und Influencern aufgegriffen werden. Wenn Sie beide Disziplinen bewusst zusammendenken, entsteht Content, der nicht nur gefunden, sondern auch zitiert wird. Genau […]