Skip to main content

Google führt neue Linkattribute „sponsored“ und „ugc“ ein und kündigt Änderungen bei „nofollow“ an

  • Geschrieben von Christoph am 11.09.2019

PDF herunterladen

Seit dem 10. September ist es nun offiziell: Google wird „Nofollow“-Links zukünftig für die Rankings einer Webseite berücksichtigen, obwohl es nicht den Anschein machte, als hätte Google das nicht schon vorher getan. Denn schon früher lösten (schlechte) Nofollow Links eine Penalty (Abstrafung) aus. Warum? Google verteilt Abstrafungen für die Absicht Spam zu verteilen und nicht für einen bestimmten Linktyp.

Nun wurden mit „ugc“ und „sponsored“ fast zeitgleich neue Link-Kennzeichnungen eingeführt.

Was bedeuten diese Änderungen jetzt für Websitebetreiber? Und wie wirken sie sich konkret auf das Link-Profil aus? Das kann pauschal nicht gesagt werden. Aber eines ist klar: Es werden sich unerwartete Ranking-Effekte zeigen. Diese können positiv oder auch negativ ausfallen.

  • rel=“sponsored“: Dieses Attribut soll Links kennzeichnen, die als Werbung oder eben Sponsoring angesehen werden.
  • Rel=“ugc“: kennzeichnet Links mit user generated content (ugc). Damit sollten Links versehen werden, die aus nutzergenerierten Inhalten, wie Forenbeiträge oder Kommentaren, stammen.

Doch warum diese Änderung? Google liebt es Daten zu sammeln, weshalb unserer Meinung nach auch Nofollow-Links in den letzten 15 Jahren gecrawlt wurden, auch wenn Google dies nie offiziell bestätigt hat. Die neuen Kennzeichnungen, sowie das Nofollow-Attribut werden als Hinweise an Google behandelt. Sie machen es der Suchmaschine leichter Inhalte zu verstehen und zu bewerten. Denn immer mehr „Nofollow“-Links bedeuteten für Google auch immer mehr Quellen, denen es nicht nachgehen sollte.

Alle Attribute sind miteinander kombinierbar

Dabei gilt: Die neuen Attribute sind miteinander und mit „Nofollow“ kombinierbar. Zum Beispiel kann ein Link auch mit „nofollow ugc“ gekennzeichnet werden, wenn er auf nutzergenerierten Content verweist, der für Google als nicht relevant eingestuft werden soll. Auch „ugc sponsored“ wäre zum Beispiel möglich, wenn es sich um gekauften, nutzergenerierten Inhalt handelt. Das eigene Linkprofil verwalten wird somit deutlich komplexer, da es mehr Möglichkeiten gibt, Links einzuordnen.

Das „Nofollow“ Attribut kann auch weiterhin genutzt werden, wenn Links auf eine Seite verweisen, welche nicht empfohlen wird. Außerdem werden die schon bestehenden „Nofollow“-Links genauso bewertet, wie die Neuen. Ob man als Webmaster die Backlinks nun anpasst oder nicht, dass ist dann wohl jedem selbst überlassen. Es kann sich dennoch lohnen sein Linkprofil nochmal genau unter die Lupe zu nehmen und in der Analyse auch die „Nofollow“-Links zu beachten (wenn es nicht schon getan wurde). Neue Links hingegen, sollten definitiv mit den neuen Link-Attributen gekennzeichnet werden. So wird Google eine genauere Einordnung eines Links ermöglicht.

Größere Änderungen ab März 2020

Noch interessanter wird es ab dem 1. März 2020, wenn sich das Handling der Indexierung verändert. Wie groß dieser Einfluss wird, ist noch unklar. Aber was bedeutet das für die eigene Webseite?  Bis zum März 2020 sollten alle Webmaster die interne Verlinkung auf noch vorhandene, falsch gesetzte, „Nofollow“-Links prüfen.

Wer das „Nofollow“ Attribut genutzt hat, um eine Seite aus dem Index rauszuhalten, muss sich spätestens dann umorientieren. Da Google dieses Vorgehen nie offiziell empfohlen hatte, finden sich hier alternative Tipps.

Wie sich diese Umstellung auswirkt, wird spannend zu beobachten sein. Viel hängt davon ab, wie Google „Hint“ definiert und wie stark sich das dadurch veränderte Linkprofil auf das Ranking der Website auswirkt.

Was genau sollten Webmaster jetzt tun?

Da Google nun Nofollow-Attribute als Hinweis für Rankingzwecke bewertet, sollte der aller erste Schritt folgender sein: Schaut Euch euer Linkprofil an und beachtet bei Eurer Analyse auch die Nofollow-Links, wenn Ihr das nicht schon vorher getan habt.

Wir bleiben an dem Thema dran und informieren, falls sich gravierende Auswirkungen zeigen.

Wie seht Ihr diese Änderungen?

Titelbild © AliFuat stock.adobe.com

Kommentare

Hallo Christoph,
ist denn davon auszugehen, dass gekaufte Links nun "erlaubt"sind? Mit der neuen Kennzeichnung rel=“sponsored“ würde man ja diesen Link als bezahlt kennzeichnen. In den Webmaster Richtlininen steht allerdings, dass davon abzuraten ist.
Was denkst du darüber?
Liebe Grüße
Sylvia

Der Kauf von Backlinks nur zum Zweck eines Backlinks ist weiterhin nicht ratsam. Das rel-Attribut "sponsored" gilt aber für alle Links, die durch finanzielle Transaktionen zustande gekommen sind. Dazu gehören bezahlte Verzechniseinträge, Links durch Sponsoring und mehr – also völlig legitime Wege, an Backlinks zu kommen.

Hallo Christoph,
herzlichen Dank für den informativen Beitrag!
Liebe Grüße
Julia


Hast du eine Frage oder Meinung zum Artikel? Schreib uns gerne etwas in die Kommentare.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht

Jetzt den SEO-Küche-Newsletter abonnieren

Ähnliche Beiträge

website traffic verluste titelbild

Website Traffic Verluste: So reagiert Ihr laut Google

  • christoph pawletko
  • von Christoph
  • 23.07.2021

Bricht auf einmal der Traffic auf Eurer Website ein, kann dies schnell zu Umsatzeinbußen führen. Manchmal sind die Ursachen schnell gefunden, doch oft kommt der Trafficeinbruch überraschend und selbst erfahrene SEOs fragen sich nach den Gründen. Statt jetzt panisch zu werden, sollten Webmaster jetzt zunächst genau die Ursachen untersuchen, rät […]

Die wichtigsten SEO-Tools für Profis

Die wichtigsten SEO-Tools

  • oliver lindner
  • von Oliver Lindner
  • 23.07.2021

Als Spezialisten für Online-Marketing wissen wir genau, wie wichtige eine professionelle Suchmaschinenoptimierung (SEO) tatsächlich ist: Nur die Webseiten, die bei den relevanten Suchmaschinen optimal gerankt werden, sind auch für Ihre potenziellen Kunden sichtbar und werden aufgerufen. Doch SEO ist eine komplexe Angelegenheit, denn sie umfasst nicht nur die Erstellung der […]

online handel e commerce innenstädte

Online-Handel versus Innenstädte?

  • von Haendlerbund
  • 20.07.2021

Soll der Online-Handel für die Innenstädte zahlen? Im September ist Bundestagswahl und ein Thema mit dem sich die neue Bundesregierung danach auseinandersetzen muss, ist die Krise der Innenstädte. Vielerorts wird über Verödung geklagt und das nicht erst seit Beginn der Coronakrise. Daran, dass diese Herausforderung angegangen werden muss, bestehen wenig […]

gendern seo stager tastatur

Gendern und SEO: Unsere Tipps

  • Alexandra
  • von Alexandra
  • 16.07.2021

Gendern und SEO – das solltet Ihr für ein erfolgreiches gendergerechtes SEO beachten Das Thema der genderneutralen Sprache pulsiert und gewinnt zunehmend an Bedeutung. So sind mittlerweile unterschiedlichste Branchen dazu übergegangen, die Inhalte ihres Internetauftritts gendersensibel zu formulieren. Gendern und SEO wird also ein Thema werden. Von dieser Entwicklung scheint […]

EU-Umsatzsteuerreform tipps

EU-Umsatzsteuerreform: Darauf müssen Online-Händler achten

  • von Haendlerbund
  • 12.07.2021

Seit dem 1. Juli wird der Online-Handel in Europa ordentlich aufgemischt. Jetzt nämlich gelten die Regelungen, die durch die EU-Umsatzsteuerreform eingeführt werden. Was den E-Commerce im europäischen Binnenmarkt eigentlich stärken und vor allem eine Erleichterung für Händler sein sollte, wird jetzt aber zu einer echten Herausforderung. Online-Händler müssen zuerst einmal […]

internet bilder gehirnhaelfte

Kommunikation im Internet durch Fotografie und Bildgestaltung

  • nadja walger
  • von Nadja
  • 23.06.2021

Die Bedeutung von Bildern im Web Wir alle kennen das Sprichwort „One look is worth a thousand words.“ Der Londoner Fred R. Barnard veröffentlichte im Winter 1921 in einer Fachzeitschrift der Werbebranche eine Anzeige mit genau diesem Slogan. Diese Metapher bezieht sich darauf, dass selbst komplexe Themen mit einer Illustration […]