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Viele Änderungen bei der Bewertung von Links

Zukünftig wird Google „Nofollow“-Links auch für die Rankings einer Website berücksichtigen. Außerdem wurden mit „ugc“ und „sponsored“ fast zeitgleich neue Link-Kennzeichnungen eingeführt. Was bedeuten diese Änderungen jetzt für Websitebetreiber? Und wie wirken sie sich konkret auf das Link-Profil aus?

Was bedeuten die neuen Link-Attribute „sponsored“ und „ugc“?

  • rel=“sponsored“: Dieses Attribut soll Links kennzeichnen, die als Werbung oder eben Sponsoring angesehen werden.
  • Rel=“ugc“: kennzeichnet Links mit user generated content (ugc). Damit sollten Links versehen werden, die aus nutzergenerierten Inhalten, wie Forenbeiträge oder Kommentaren, stammen.

Nachdem das „nofollow“ Attribut aus Angst vor negativen Links fast 15 Jahre immer mehr genutzt wurde, zieht Google offenbar jetzt die Reißleine. Immer mehr „nofollow“ Links bedeuten für Google auch immer mehr Quellen, denen es nicht nachgehen soll.

Alle Attribute sind miteinander kombinierbar

Dabei gilt: Die neuen Attribute sind miteinander und mit „Nofollow“ kombinierbar. Zum Beispiel kann ein Link auch mit „nofollow ugc“ gekennzeichnet werden, wenn er auf nutzergenerierten Content verweist, der für Google als nicht relevant eingestuft werden soll. Auch „ugc sponsored“ wäre zum Beispiel möglich, wenn es sich um gekauften, nutzergenerierten Inhalt handelt. Das eigene Linkprofil verwalten wird somit deutlich komplexer, da es mehr Möglichkeiten gibt, Links einzuordnen.

Was passiert mit „Nofollow“ Links?

Das „nofollow“ Attribut soll auch weiterhin genutzt werden, wenn Links auf eine Seite verweisen, welche nicht empfohlen wird. Google weist ausdrücklich darauf hin, dass bestehende „nofollow“ Links nicht angepasst werden müssen. Gerade bei größeren Seiten, wäre dies auch eine Mammut-Aufgabe. Es kann sich jedoch lohnen kleinere Link-Profile genauer anzuschauen und eventuell neu zu bewerten. Auch für neue Links erscheint es sinnvoll, die neuen Attribute zu benutzen. So wird Google eine genauere Einordnung eines Links ermöglicht.

Größere Änderungen ab März 2020

Noch interessanter wird es ab dem 1. März 2020: Dann werden auch „nofollow“ Links als „Hints“ (Google), also Hinweise, für das Ranking genutzt. Wie groß dieser Einfluss wird, ist noch unklar und wird sich wahrscheinlich erst nach dem Update zeigen. Es ist jedoch anzunehmen, dass Google dann auch „nofollow“ Links nachgeht und weitercrawlt. Wer bisher dieses Attribut genutzt hat, um eine Seite aus dem Index rauszuhalten, muss sich spätestens dann umorientieren. Da Google dieses Vorgehen nie offiziell empfohlen hatte, finden sich hier alternative Tipps.

Wie sich diese Umstellung auswirkt wird spannend zu beobachten ist. Viel hängt davon ab, wie Google „hint“ definiert und wie stark sich das dadurch veränderte Linkprofil auf das Ranking der Website auswirkt.

Was genau sollten Webmaster jetzt tun?

Zunächst einmal: Keine Panik. Momentan ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen sehr gering sein werden. Enormer Aufwand beim Überarbeiten aller Links rechtfertigt wahrscheinlich den Aufwand nicht. Wir bleiben an dem Thema dran und informieren, falls sich gravierende Auswirkungen zeigen.Auf jeden Fall werden wir unsere Strategie für Linkabbau auch dahingehend anpassen.

Wie seht Ihr diese Änderungen?

 

Titelbild © AliFuat stock.adobe.com



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Kommentare


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Sylvia 25. September 2019 um 15:05

Hallo Christoph,
ist denn davon auszugehen, dass gekaufte Links nun "erlaubt"sind? Mit der neuen Kennzeichnung rel=“sponsored“ würde man ja diesen Link als bezahlt kennzeichnen. In den Webmaster Richtlininen steht allerdings, dass davon abzuraten ist.
Was denkst du darüber?
Liebe Grüße
Sylvia

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Julia 30. September 2019 um 9:52

Hallo Christoph,
herzlichen Dank für den informativen Beitrag!
Liebe Grüße
Julia

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