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Content Repurposing: Gute Inhalte clever auf Social Media verteilen

  • kathrin schendzielorz


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Bestehender Inhalt in neuem Format: Das Wichtigste zu Content Repurposing

Hochwertiger Content entsteht nicht nebenbei. Deshalb sollte guter Inhalt nicht nach einer einzigen Veröffentlichung verpuffen.
Mit Content Repurposing lassen sich bestehende Inhalte intelligent weiterverwenden und in neuen kleinen Häppchen über Social Media stärken.

  • Content wird für andere Kanäle und Zielgruppen neu aufbereitet
  • kann mit Ansatz des Content Recycling kombiniert werden
  • Vorteile sind:
    • Zeitersparnis
    • höhere Reichweite
    • Inhalte passen zur Customer Journey
    • Content Repurposing kann SEO und KI-Sichtbarkeit unterstützen
    • kürzere Korrekturschleifen
  • häufigster Fehler ist bloßes Reposten
  • Qualität bleibt wichtiger als Quantität
  • Regelmäßigkeit ist wichtig

Content Repurpose versus Content Recycling

Content Repurpose bedeutet, bestehende Inhalte strategisch zu nutzen und in verschiedenen Formaten sowie auf unterschiedlichen Kanälen zu verbreiten, um die Reichweite Ihrer hochwertigen Inhalte zu maximieren.

Dabei geht es nicht darum, Inhalte exakt zu duplizieren und unverändert auf anderen Plattformen zu veröffentlichen. Vielmehr wird der ursprüngliche Inhalt in neue Formate transformiert – so wird aus einem Blogbeitrag etwa eine Reihe von Social-Media-Posts, ein Podcast, eine Infografik oder ein Newsletter.

Abgrenzung vom Content Recycling

Während Sie beim Content Recycling bestehenden Content zeitversetzt erneut veröffentlichen, werden die Inhalte beim Content Repurpose für neue Formate genutzt. Die Veröffentlichung der einzelnen Formate kann zeitgleich oder zeitversetzt erfolgen.

Dabei müssen Sie sich nicht für eine der beiden Varianten entscheiden, sondern können beide miteinander kombinieren.

Sechs gute Gründe für Content Repurpose

Content Repurpose ist eine strategische Methode, um aus einer starken Grundidee mehrere wirkungsvolle Formate zu entwickeln, Zeit zu sparen und Inhalte gezielt dort sichtbar zu machen, wo sich die eigene Zielgruppe bewegt. So entstehen aus einem Thema verschiedene Berührungspunkte entlang der Customer Journey, die Reichweite, Vertrauen, SEO-Sichtbarkeit und die Wahrnehmung der eigenen Expertise stärken. Gleichzeitig lassen sich interne Prozesse effizienter gestalten, da abgestimmte Kernthemen schneller in kleinere Content Einheiten gewandelt werden können.

1. Zeitersparnis

Ein hochwertiger Blogbeitrag, Podcast oder ein Webinar machen viel Arbeit und kosten Zeit. Doch wenn die Grundidee einmal da ist, entstehen neue Inhalte oft deutlich schneller und mit weniger Aufwand. Aus einer zentralen Idee entsteht ein ganzes Ideennetz, an dem entlang weitere Themen, Formate und Ansätze entwickelt werden können.

2. Erhöhung von Reichweite und Sichtbarkeit

Nicht alle Ihrer Follower sind gleichzeitig aktiv oder nutzen die gleichen Plattformen. Wenn Sie Ihre Inhalte nur einmal veröffentlichen, verpassen möglicherweise viele Ihrer Zielgruppenmitglieder diese Informationen.

Indem Sie Inhalte wiederverwenden:

  • steigern Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Inhalte wahrgenommen werden
  • verstärken Sie Ihre Kernbotschaften
  • fördern Sie Vertrauen durch Authentizität

3. Sie sind dort präsent, wo sich mögliche Interessenten aufhalten

Je nach Phase der Costumer Journey und je nach Person wecken Sie das Interesse potenzieller Interessenten auf anderen Kanälen und mit anderen Inhalten.

  • Awareness-Phase: Plakate oder Anzeigen in Zeitschriften, Social Media-Posts
  • Consideration-Phase: Umfassende Videos, Blogbeiträge und Gastartikel in branchenrelevanten on- und offline Zeitschriften.
  • Decision-Phase: Produkttests, Testimonials und ausführliche Anleitungen.

4. Content Repurpose kann auf Ihr SEO-Ranking und Ihre KI-Sichtbarkeit einzahlen

Das kann Content Repurpose für Ihre Sichtbarkeit in Suchmaschinen und LLMs bewirken:

  • gestreute Inhalte schaffen Potenzial für Verlinkungen zum Ursprungsartikel und generieren somit Traffic
  • bessere Indexierung bei Suchmaschinen durch regelmäßige Aktivität schaffen eine bessere Indexierbarkeit bei Suchmaschinen
  • geteilte Inhalte bestätigen Crawlern die Relevanz Ihrer Beiträge
  • LLMs bemerken es, wenn Ihr Unternehmen in verschiedenen Quellen genannt wird
  • Social Media Posts oder Videos werden häufiger weitergeleitet oder verlinkt als Blogbeiträge man redet also über Sie, auch das erkennen die Crawler von Suchmaschinen sowie LLMs

5. Ihre Content-Marketing-Strategie beweist intensive Auseinandersetzung mit Themen

Content Repurpose zeigt, dass Sie sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzen, das Sie wissen, wovon Sie reden und das man auf Ihre Expertise setzen kann. Sowohl Ihre Zielgruppe als auch Suchmaschinen und LLMs erkennen den roten Faden in Ihrer Themenwahl.

6. Kürzere Korrekturschleifen

Ist ein großes Thema erst einmal abgesegnet, gewinnt man Entscheider auch schneller für kleine Fragmente, da man auch Ihnen beweist, dass man tief ins Thema einsteigen und es analysieren kann. Das spart allen beteiligten Zeit.

Häufige Fehler beim Content Repurposing

Auch beim Content Repurposing sollten Sie auf Ihre Ressourcen achten und stets nach dem Motto Klasse statt Masse vorgehen. Zu leicht fällt man nämlich in folgende Fallen.

  1. Reposten statt Wiederverwerten: Das Ziel ist es, verschiedene Beiträge zu generieren, anstatt ständig denselben Content zu teilen. Es empfiehlt sich, eine umfassende Basis zu schaffen, aus der sich vielfältige Inhalte ableiten lassen. Dies ist ähnlich wie bei Filmen, bei denen aus einer ursprünglichen Geschichte ein Ableger mit einer eigenen Handlung entsteht. Der Bezug zum Originalstoff bleibt erhalten, jedoch ist das Spin-off eigenständig.
  2. Die „viel hilft viel“-Mentalität: Content Repurposing bedeutet, relevante Inhalte mehrfach zu nutzen. Es bedeutet jedoch nicht, nach dem Prinzip „je mehr, desto besser“ pauschal alles wiederzuverwenden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Leserschaft schnell gelangweilt oder sogar überfordert wird.
  3. Improvisation: Es sollte frühzeitig festgelegt werden, ob und welche Inhalte wiederverwendet werden. Fehlt eine vorausschauende Planung, entsteht Chaos, und im schlimmsten Fall wird der Aufwand noch größer.
  4. Die Einstellung „Das geht ganz schnell.“: Zwar ist es wesentlich schneller, alte Inhalte neu aufzubereiten, doch auch hier bleibt ein gewisser Aufwand. Wenn Sie beispielsweise einen ausführlichen Ratgeber-Artikel für einen Gastbeitrag kürzen möchten, müssen Sie mit der Redaktion der jeweiligen Website Rücksprache halten, Ihren Ratgeber kürzen, korrigieren und von Entscheidern freigeben lassen – und all das braucht Zeit.

Formate

Je nach Ausgangsformat bieten sich verschiedene Möglichkeiten für daraus entstehende Contentpieces.

Blog als Ausgangformat

Infografik zeigt, wie Blogbeiträge in Newsletter, Videos, E-Books, Podcasts, Checklisten und Social-Media-Posts umgewandelt werden können

Newsletter

Greifen Sie einzelne Themen aus Ihrem Blogbeitrag in Newslettern auf, so können Sie auch Personen über den Inhalt informieren, welche keine Blogleser sind.

Video-Content

Schwierige Erklärungen, große Zusammenhänge oder Schritt-für Schritt-Anleitungen eignen sich hervorragend für Video-Content.

E-Books

Als krönender Abschluss einer Blogserie könnte ein E-Book entstehen. In diesem E-Book lassen sich die Zusammenhänge der einzelnen Blogartikel aufzeigen sowie als Verbindung nutzen. Das E-Book gibt Ihnen dabei zeitgleich die Chance, die Blogbeiträge neu zu bedenken und zu bewerten, insbesondere dann, wenn Ihre Aussagen durch neue Forschungsergebnisse oder anderweitige Erkenntnisse revidiert oder bestätigt werden.

Podcast

Greifen Sie einzelne Themen aus Ihrem Blog auf, um sich mit anderen Fachkundigen auszutauschen und Ihre potenziellen Kunden daran teilhaben zu lassen.

Vorlagen und Checklisten

Um Ihren Webseitenbesuchern bestmöglichen sowie zusätzlichen Nutzen aus Ihrem Blog an die Hand zu geben, bieten sich Vorlagen und Checklisten an.

Social Media Posts

Infografiken, kurze Videos oder kleine Textschnipsel aus Ihrem Blog, die Möglichkeiten für einen Social Media Post sind vielfältig und lassen Ihrer Fantasie viel Spielraum. Ob Sie sich dabei für einzeln stehende Posts oder Karussell-Posts entscheiden, bleibt Ihnen und dem zur Verfügung stehenden Material überlassen.

Videos

Infografik zeigt, wie Videos für Blog, Social Media, Kurzvideos und Podcast wiederverwendet werden können

Transkript als Blogpost

Machen Sie Ihr Video zum Text! Dafür können Sie die Transkriptfunktion Ihres Videoprogramms nutzen.

Einzelne Zitate für Social Media

Einzelne Zitate aus einem Video haben die Kraft neugierig auf den gesamten Inhalt zu machen. Sie sind daher hervorragende Teaser. Social Media Kanäle wie Instagram oder TikTok bieten den passenden Kanal für die Veröffentlichung.

Ausschnitte für Kurzvideos

Kurze Videoausschnitte für eine separate Veröffentlichung bieten sich vor allem bei umfangreichen Erklärvideos an, so gewinnen Sie auch Zuschauer, welche sich selbst schon sehr gut mit dem behandelten Thema auskennen und lediglich nach Detailwissen in einigen Bereichen suchen.

Tonspur als Podcast

Insbesondere dann, wenn Ihr Video ein Interview ist, lässt sich aus der Tonspur relativ unkompliziert ein Podcast erstellen.

Rhythmus

Der ideale Rhythmus hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art des Inhalts, der Zielgruppe und den Ressourcen, die zur Verfügung stehen. Content Repurpose soll Ihre Zielgruppe weder mit Inhalten überladen noch Ihnen oder Ihren Mitarbeitern den Schlaf rauben.

Die wichtigsten Punkte hierbei sind, dass Sie regelmäßig veröffentlichen müssen und dass die Abstände größer werden dürfen, je umfassender der Inhalt ist. Das heißt, wenn sie nur wenig Zeit haben, können Sie längere Abstände wählen zum Beispiel nur ein Social Media Post alle zwei Wochen oder nur ein Blogartikel alle zwei bis drei Monate. Das gibt Ihnen Zeit für Recherchen sowie Qualität der Inhalte. Sie können Ihren Zuhörern, Lesern und Zuschauern mitteilen, wann mit der nächsten Veröffentlichung zu rechnen ist, so gehen Sie sicher, dass niemand enttäuscht bei Ihnen vorbeischaut.

Wenn Sie von Null starten, hat das zwar eventuell zur Folge, dass Sie längere Zeit Geduld haben müssen, aber Qualität geht vor Quantität.

Content Repurposing ist eine effiziente Methode der Contenterstellung

Content Repurposing ist eine strategische Methode, um hochwertig zum Teil bereits bestehende Inhalte in neue Formate zu übertragen und über verschiedene Kanäle erneut nutzbar zu machen. Im Unterschied zum reinen Content Recycling, bei dem Inhalte zeitversetzt nochmals veröffentlicht werden, entstehen beim Content Repurposing eigenständige Content Pieces wie Social Media Posts, Newsletter, Videos, Podcasts, Infografiken, Checklisten oder E-Books. Ziel ist es, Reichweite, Sichtbarkeit und Wirkung zentraler Inhalte zu erhöhen, ohne jedes Thema vollständig neu entwickeln zu müssen.

Quellen

Content Repurposing: Wie du als Solopreneurin mit weniger Aufwand mehr Reichweite erzielst | text4success.de

Content Repurposing – Content effektiv wiederverwenden | hbi.de

Content-Repurposing: So könnt ihr Inhalte mehrfach verwenden | t3n.de

Content Repurposing: More Content – Less Work | youtube.com

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