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Google und Bing im Vergleich

  • Geschrieben von Christoph am 06.06.2018

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Microsoft Bing vorgestellt

Teil 1: Allgemeiner Vergleich zwischen Google und Bing

Gibt es Alternativen zu Google? Lohnt es sich auch auf anderen Suchmaschinen Anzeigen zu schalten? Was muss man bei der Suchmaschinenoptimierung für Bing beachten? In unserer neuen Serie beantworten wir diese und viele andere Fragen zu Bing. Im ersten Teil vergleichen wir Google und Bing hinsichtlich der Strategie, Reichweite, dem Publikum und den Kosten für Anzeigen.

Die Strategien von Google und Bing im Vergleich

Wer Google und Bing vergleicht, der vergleicht natürlich auch die Mutterfirmen der beiden Suchmaschinen, also Alphabet und Microsoft. Um es ganz allgemein zu sagen: Google ist der Mobile-König und Microsoft der PC- / Laptop-König. Doch ganz so simpel ist es bei zwei Global Playern natürlich nicht. Für viele ist Google natürlich einfach nur Google „die Suchmaschine“ und Microsoft, „die mit Windows“. Doch beide Firmen sind in viel mehr Felder tätig, als allgemein bekannt. So steckt die Bing-Suchmaschinentechnologie beispielsweise auch in Alexa (Quelle: Spiegel.de), dem digitalen Assistenten von Amazon oder in den Systemen von BMW (Quelle: bmwblog.com) oder Nissan (Quelle: theverge.com).

Microsoft ist aktuell außerdem dabei in drei Kernbereichen zum Technologie-Vorreiter zu werden:

  • Cloud-Technologie
  • Personal Computing
  • Produktivität in der Arbeitswelt

Dabei profitiert jeder Bereich von den Daten und Entwicklungen aus anderen Bereichen, ganz genau wie bei vielen Google-Services.

Die Reichweite (Reach)

Entscheidend für die Attraktivität einer Suchmaschine ist die Reichweite. In den meisten Ländern weltweit ist Google mehr oder weniger unangefochten die Nummer 1. Doch gerade in den letzten Jahren hat sich besonders bei den Desktop-Suchanfragen etwas getan: Mittlerweile kann Bing als Hauptkonkurrent einen Marktanteil in diesem Bereich von 13 Prozent in Deutschland aufweisen. Im vergangenen Jahr verzeichnete Bing etwa 509 Millionen Suchanfragen monatlich ca. 20 Millionen Suchende.

In ganz Europa ist dieser Trend des steigenden Marktanteils zu beobachten, zum Beispiel mit 25% in Großbritannien, 19% in Frankreich oder 17% in Norwegen (Quellen: Microsoft Internal Data, Dezember 2017).

Ein Erfolgsfaktor ist natürlich die tiefe Integration von Bing in Microsoft Produkte, vor allem Windows10, dem Microsoft-Browser Edge und in der Sprachassistentin Cortana. Weltweit arbeiten bereits über 700 Millionen Geräte auf Windows10 und mehr als 1.5Mrd Anwender täglich damit. Auch die Partnerschaften mit Amazon, Apple und Skype in der „Suche“  spielen Bing dabei in die Karten.

Das Publikum (Audience)

Bei vielen hält sich der Mythos, dass der typische Bing-User der klassische „Silver Surfer“ ist, also der älteren Generation angehört, wenig Online-Bezug hat und selten online einkauft oder überhaupt surft.

Tatsächlich sind Bing-Nutzer in der Gruppe der über 35-Jährigen stärker vertreten, jedoch sind diese Unterschiede nicht so gravierend, wie der Mythos vermuten lässt.

Gleichzeitig haben Bing-Nutzer im Durchschnitt ein höheres Einkommen und Suchende geben auf Bing deutlich mehr online aus, als der durchschnittliche Suchende im Internet.

Ein Viertel der Klicks auf Bing stammen von Nutzern, die ausschließlich Bing nutzen und nicht auf Google unterwegs sind.

Die Kosten für Anzeigen in Google Ads und Microsoft Advertising

„Lohnen sich Bing-Ads für mich?“ Wer sich diese Frage stellt, sollte sich die Zahlen genau anschauen.

Klickpreise (CPC):

Abhängig von der Branche unterscheiden sich die Klickpreise von Google und Bing schon sehr deutlich. Für B2B Services, Bildung oder in der Reisebranche sind die Unterschiede am deutlichsten. Für den Onlinehandel sind die Klickpreise fast identisch, oft lohnt sich der Blick auf die weiteren Kennzahlen.

Click-through-Rate (CTR):

Bing-Ads weisen in viele Branchen, wie etwa Auto oder Gesundheit bis zu 60 Prozent geringere Klickpreise auf und können gleichzeitig mit einer vergleichbaren oder sogar höheren CTR punkten.

Bing-Ads können sich lohnen, je nach Branche können geringere Zugriffszahlen durch die niedrigeren Klickpreise und effektiven CTRs ausgeglichen werden.

Wer Interesse an Microsoft Advertising hat und zum Beispiel wissen will, wie Google Ads Anzeigen in Microsoft Advertising umgewandelt werden können, findet hier eine Anleitung.

Kommentare

Danke für den tollen Artikel.

Ist bekannt, wie sich die Klicks, die von Bing kommen sich auf das Ranking bei Google auswirken?

Hallo Kristoffer,
Da ist uns kein Effekt bekannt. In Google Tools wie Analytics wird derartiger Traffic zwar als organischer Traffic von Bing ausgewiesen, jedoch nicht als Rankingfaktor bewertet.


Hast du eine Frage oder Meinung zum Artikel? Schreib uns gerne etwas in die Kommentare.

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