Skip to main content
 

Attributionsmodelle bei Google – Nicht nur den letzten Klick berücksichtigen

  • christian wilke


PDF herunterladen

Wie längere Conversionpfade Anpassungen beim Attributionsmodell nötig machen

Seit 2016 bietet Google mehrere Attributionsmodelle für die Zuordnung der Conversions zu den verschiedenen Quellen. Standardmäßig ist bei der Conversion-Erfassung von Google Ads „Letzter Klick“ eingestellt. Bei diesem Modell werden die Werte zu 100 % dem letzten Channel zugeordnet, mit dem der Kunde vor dem Kauf oder der Conversion interagiert hat.

Doch spiegelt dieses Modell noch den komplexen Entscheidungsprozess der Käufer wider?

In unserer täglichen Arbeit bestätigen viele Kunden, dass sich das Konsumentenverhalten in den letzten Jahren deutlich verändert hat.

Unserer Erfahrung nach sind bei durchschnittlich 50% aller Conversions inzwischen 2 oder mehrere Quellen im Spiel, bis der Nutzer zum Käufer wird.

Die folgende Abbildung zeigt den Conversion-Pfad eines Users mit insgesamt 71 Touchpoints bis zum Kauf. Diese stammt aus dem Analytics Account eines Kunden, zu finden unter:

Conversions -> Multi-Channel-Trichter -> Top-Conversion-Pfade.

Attributionsmodelle bei Google

Das ist natürlich nicht die Regel, verdeutlicht allerdings den länger werdenden Kaufprozess und das immer stärkere Zusammenspiel der verschiedenen Quellen.

Um eine Übersicht über die tatsächlichen Pfadlängen zu bekommen, bietet Analytics unter: Conversions -> Multi-Channel-Trichter -> Pfadlänge eine gute Auswertungsmöglichkeit an.

Diese Übersicht verdeutlicht sehr anschaulich das sich ändernde Nutzverhalten.

Attributionsmodelle: Pfadlänge und Conversions

Was für Attributionsmodelle stehen zur Auswahl?

Neben dem Modell „Letzter Klick“ gibt es aktuell noch fünf weitere:

Erster Klick, Linear, Positionsbasiert, Zeitverlauf und Datengetrieben

In der Hilfe für Google Ads findet man eine sehr umfassende Erklärung zu den verschiedenen Modellen und eine Anleitung zur Einrichtung und Anwendung.

Die verschiedenen Attributionsmodelle

Und welches Attributionsmodell ist jetzt das richtige?

Diese Frage kann man leider nicht pauschal beantworten und es gibt bereits viele Beiträge dazu. Wichtig ist, das Modell zu wählen, welches am besten zu den Anforderungen der eigenen Geschäftsstrategie passt.

Eine Entscheidungshilfe bietet die Attributionsmodellierung im Ads Konto, um die Modelle direkt miteinander zu vergleichen. Unter Tools -> Attribution für Suchnetzwerk kann man die verschiedenen Modelle für die Ads-Daten vergleichen.

Wir empfehlen, diesen Vergleich im Analytics Konto durchzuführen.

Dort werden alle Besucher-Quellen miteinander ins Verhältnis gesetzt und mögliche Änderungen anschaulich dargestellt. Zu finden ist das Tool im Analytics Account unter Conversions -> Attribution.

Fazit:

Gerade für Onlineshop-Betreiber mit längeren Conversion-Pfaden lohnt sich ein Modellvergleich.

Mit der Anpassung an das jeweils „richtige“ Modell kann man das komplexe Kaufverhalten besser nachvollziehen und auswerten und damit die eigene Geschäftsstrategie an die neuen Verhältnisse anpassen. Anwendbar ist der Modellwechsel aktuell nur im Google Ads Konto, im Analytics ist dies noch nicht möglich.

Titelbild © FC / Fotolia

Keine Kommentare vorhanden


Hast du eine Frage oder Meinung zum Artikel? Schreib uns gerne etwas in die Kommentare.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht

Jetzt den SEO-Küche-Newsletter abonnieren

Ähnliche Beiträge

Kurzvideos in Marketingkampagnen einbinden und gezielt für mehr Reichweite und Nutzerinteraktion einsetzen

 Kurzvideos in SEA-Kampagnen einbinden: Einfacher Fahrplan für erfolgreiche Video Ads

  • antje stensel
  • von Antje Stensel
  • 05.10.2026

Kurzvideos sind längst mehr als ein Trend aus sozialen Netzwerken. Auch in SEA-Kampagnen spielen kurze Bewegtbildformate eine immer wichtigere Rolle. Sie helfen dabei, Aufmerksamkeit aufzubauen, Produkte und Dienstleistungen schnell zu erklären und Nutzer bereits vor dem Klick gezielt anzusprechen. Gerade bei Google Ads, YouTube Ads und Performance-Max-Kampagnen bieten Kurzvideos die […]

Sticky-Menüs und klare CTAs zur Verbesserung des On-Site-Engagements einer Website

On-Site-Engagement erhöhen: Wie Sticky-Menüs und klare CTAs Nutzer gezielt führen

  • Patrick
  • von Patrick Palazzo
  • 28.09.2026

Besucher mittels SEO oder SEA auf eine Website zu bringen, ist nur der erste Schritt. Entscheidend ist, was danach passiert: Finden Nutzer schnell die gewünschten Informationen? Wissen sie jederzeit, welche Handlung als Nächstes sinnvoll ist? Und gelangen sie ohne Umwege zu Kontaktformular, Produkt, Beratung oder Kauf? Genau hier setzt das […]

Partnerschaften mit Communitys zur Erschliessung neuer Zielgruppen im Online-Marketing

Partnerschaften und Communities für neue Zielgruppen

  • antje stensel
  • von Antje Stensel
  • 21.09.2026

Neue Zielgruppen zu erreichen, muss nicht immer mehr Werbebudget erfordern. Strategische Partnerschaften und der Aufbau einer eigenen Community können Unternehmen dabei helfen, ihre Reichweite nachhaltig zu vergrößern, Vertrauen aufzubauen und neue Kundengruppen zu erschließen. Entscheidend ist, dass die Zusammenarbeit für alle Beteiligten einen erkennbaren Mehrwert bietet. Unternehmen, Partner und Community-Mitglieder […]

Laptop mit geöffneter Google-Suche

EmpCo ab September 2026: Was bedeutet die Richtlinie für bestehende Social-Media-Inhalte?

  • antje stensel
  • von Antje Stensel
  • 15.09.2026

Was ist die EmpCo-Richtlinie? EmpCo steht für „Empowering Consumers for the Green Transition“. Es ist eine EU-Richtlinie, die regelt, wie Unternehmen über Umwelt und Nachhaltigkeit kommunizieren dürfen. Für viele Firmen ist das gerade ein wichtiges Thema. Typische Begriffe, die Unternehmen bisher genutzt haben: nachhaltig umweltfreundlich grün ökologisch klimafreundlich klimaneutral ressourcenschonend […]

E-Mail-Marketing: Newsletter mit aufmerksamkeitsstarken Betreffzeilen und strukturiertem Aufbau

Newsletter, die geöffnet werden – Aufbau & Betreffzeilen

  • antje stensel
  • von Antje Stensel
  • 14.09.2026

Die beste Aktion, der spannendste Blogbeitrag oder das attraktivste Angebot bringen wenig, wenn der Newsletter ungeöffnet im Posteingang liegen bleibt. In Zeiten voller E-Mails und knapper Aufmerksamkeit müssen Unternehmen bereits in der Inbox überzeugen. Der erste Eindruck entsteht nicht erst nach dem Öffnen, sondern schon durch Absender, Betreffzeile und Vorschautext. […]

e commerce branche

E-Commerce Deutschland 2026: Trends & Strategie

  • Oliver Lindner / Gründer und Geschäftsführer
  • von Oliver Lindner
  • 12.09.2026

Der deutsche E-Commerce wächst : aber er wird gleichzeitig komplexer, wettbewerbsintensiver und strukturell tiefgreifend verändert. Wer im Herbst 2026 noch mit den Strategien von 2022 arbeitet, verliert Marktanteile an Plattformen, die schneller, günstiger oder sichtbarer sind. Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Entwicklungen den deutschen Onlinehandel im Jahr 2026 prägen : […]