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Amazon SEO: Unsere Tipps für die Marktplatzoptimierung

Als weltweit größter Onlineshop ist Amazon heutzutage nicht mehr wegzudenken. Allein in Deutschland werden fast 50 % des Onlinehandels über Amazon abgewickelt. Der E-Commerce-Gigant, der neben Elektronik, u.a. auch Bücher und Kleidung vertreibt, nimmt damit einen beträchtlichen Marktanteil ein. Viele Unternehmen springen auf den Zug auf, indem sie die Bekanntheit des Onlineshops nutzen und Ihre eigenen Produkte über den sog. Marketplace anbieten. Doch um mit den anderen Wettbewerbern Schritt zu halten, muss sich nicht nur das Produkt mit seinen Vorteilen behaupten können, sondern auch die Sichtbarkeit in der Produktauflistung selbst. Und tatsächlich können unterschiedliche Faktoren dabei helfen, die Suchergebnisse positiv zu beeinflussen.

Amazon SEO ist ähnlich wie SEO für Google und doch anders

Denn auch Amazon nutzt wie Google einen Algorithmus, um die passendsten Produkte nach Relevanz und Kaufwahrscheinlichkeit anzuordnen. Je mehr Käufe getätigt werden und je zufriedener der Kunde ist, umso höher platziert Amazon das Produkt in der Produktauflistung.

Der Händler kann durch die Produktdarstellung manuell das Ranking beeinflussen, sodass die Relevanz des Produkts für die eingegebenen Keywords im Suchfeld steigt. Aber im Gegensatz zu Google, bewertet Amazon ebenfalls die Performance-Faktoren rundum das Produkt und den Händler, die von außen nur bedingt gesteuert werden können. Darunter fallen vor allem die Conversion Rate, die Customer Journey, der Kunden-Service und die Kundenzufriedenheit.

Als E-Commerce Shop und größte Produktsuchmaschine ist es also nicht verwunderlich, dass ausschließlich transaktionale Suchanfragen eingegeben werden. Für den Händler ist der Verkauf seiner Produkte maßgeblich, weswegen bereits bei der Bestimmung des Keywords sorgsam darauf geachtet werden sollte, die Nutzerintentionen so nahe wie möglich zu kommen. Denn Fakt ist: Nur 30 % der Amazon Nutzer blättern auf die zweite Seite und allein die ersten drei Produkte erzielen 64 % des Geschäftsvolumens. Umso essenzieller sollten Online-Händler auch auf die Produktpräsentation achten. Hier geben wir einen kurzen Überblick über die wichtigsten Amazon SEO Ranking-Faktoren und worauf jeder Händler bei der Produktdarstellung achten sollte.

Darauf sollte man bei der Amazon Optimierung achten:

Titel:

Der Titel ist der wichtigste Ranking-Faktor bei der Marktplatzoptimierung. Dementsprechend sollte ein besonderes Augenmerk auf die Auswahl der Keywords gelegt werden. Genau wie bei der Google Suchmaschinenoptimierung von Onlineshops rät Amazon, die wichtigsten Informationen mit aufzunehmen, wie z.B. Produktname, Marke, Menge, Material und Farbe. Doch Vorsicht, weniger ist mehr: Je länger der Titel ist, umso leserunfreundlicher wird er für die Nutzer. Wir empfehlen, nicht mehr als 200 Zeichen für den Produkttitel zu nutzen, besser sind sogar nur max. 80 Zeichen, um den Titel in der SERP Ansicht noch vollständig anzeigen zu können. Beachten Sie beim Titel auf die Reihenfolge der Keywords in Abhängigkeit der Relevanz.

Beispielsweise können Sie nach diesem Schema vorgehen:

Markenname – Produktart – 1. Eigenschaft – 2. Eigenschaft – Größe etc.

Vermeiden sollten Sie hingegen Großbuchstaben und eine werbliche Ansprache (z.B. Jetzt im Angebot, Sale etc.)

Bullet Points:

Insbesondere die fünf Bullet Points, die beim Scrollen direkt nach dem Produkttitel erscheinen, sollten so informativ und relevant wie möglich für den Nutzer aufbereitet sein. Der Bereich ist auf 200 Zeichen pro Bullet Point beschränkt, also verwenden Sie die Punkte, um detailliert wie möglich Ihre Verkaufsargumente, USP’s und Produktvorteile zu nennen. Informationen zum Unternehmen oder Versand finden dementsprechend an anderer Stelle noch Platz.

Achten Sie darauf, dass der Anfangsbuchstabe immer großgeschrieben wird und die Bullet Points aus Wortgruppen bestehen, anstatt aus vollständigen Sätzen.

Keyword:

Um das optimale Keyword für das Produkt zu finden, orientieren Sie sich am besten an der Konkurrenz: Welche Keywords nutzen die ersten fünf Produkte in der Auflistung? Vermeiden Sie hier Füllwörter und andere unnötige Zeichen. Nennen Sie die wichtigsten Eigenschaften und weitere relevante Informationen zum Produkt wie z.B. Produktfarbe, Haltbarkeit, Anlass etc.

Da jeder Nutzer über einen individuellen Wortschatz verfügt, gehen Sie am besten auch auf themenverwandte Suchbegriffe und Synonyme ein. Die Keywords sollten nicht nur im Produkttitel eingebaut sein, sondern u.a. auch in den Bullet Points oder in der Produktbeschreibung.

Produktbeschreibung:

In der Produktbeschreibung können Sie dem Nutzer weitere relevante Informationen zur Verfügung stellen. Die Produktbeschreibung selbst umfasst 2000 Zeichen, die schneller als man denkt, ausgeschöpft sein können. Streuen Sie zusätzlich relevante Keywords ein, um das Ranking zu beeinflussen. Je aufgelockerter der Text mit Stichpunkten, Bildern, Grafiken u.Ä. aufbereitet wird, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Text gelesen wird. Ein Fließtext hingegen wirkt nicht nur distanzierter für den Nutzer, sondern kann sich durch schlechte Nutzersignale auch negativ in der Produktauflistung auswirken. Um sich vom Wettbewerb abzuheben, sollten Sie darauf achten, einzigartigen Content zu erstellen, besonders dann, wenn Sie als Wiederverkäufer nicht der einzige Händler des gleichen Produkts sind.

Nutzen Sie auch den FAQ-Bereich, um die Fragen Ihrer potenziellen Kunden zu beantworten. Somit werden Sie aufgrund der Kundenorientierung positiv von Amazon wahrgenommen und können weitere relevante Suchbegriffe hinzufügen, die im Produkttitel oder in der Produktbeschreibung fehlen.

Bilder:

Qualitativ hochwertige Bilder sind ein Muss für eine bessere Verkaufsrate und somit für ein besseres Ranking. Mindestens 1000 Pixel sind notwendig, um die Zoom-Funktion von Amazon nutzen zu können. Bilder mit einer Auflösung zwischen 1000 und 1500 Pixel sind daher optimal. Insgesamt 6 bis 7 Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven sollten vorhanden sein, damit der Nutzer ein Gefühl für das Produkt bekommt. Idealerweise nimmt das eigentliche Produkt über 80 % der Bildfläche des Hauptbildes ein, wobei der Hintergrund schlicht weiß gehalten wird. Auch ein Video kann auf der Produktseite hinzugefügt werden, um die Vorteile des Produkts noch einmal hervorzuheben.

Suchbegriffe im Backend:

Im Amazon Seller Central können Sie unter dem Feld „Allgemeine Schlüsselwörter“ bis zu 249 Byte weitere Suchbegriffe eingeben. Anders als die Meta-Keywords bei der Google Suchmaschinenoptimierung, berücksichtigt Amazon die Keywords, die hier hinterlegt werden. Für den Nutzer sind diese jedoch nicht zu sehen und sind daher nur für den Amazon Algorithmus von Bedeutung. Hier können Sie alle relevanten Keywords nennen, die nicht mehr im Titel, den Bullet Points oder der Beschreibung gepasst haben. Auch falsche Schreibweisen des Produktnamens oder verwandte und umgangssprachliche Wörter finden hier Platz. Vertreiben Sie Ihre Produkte auch im Ausland, sollten Übersetzungen der wichtigsten Produkte für die entsprechenden Länder nicht fehlen. Zusammengesetzte Suchbegriffe können mit Bindestrichen getrennt werden, damit auch einzelne Wörter als Keyword im Ranking gewertet werden. Unnötig sind hingegen Wiederholungen des Keywords, Füllwörter sowie Singular und Plural.

Rezensionen:

Produkte, die viele gute Bewertungen haben, belohnt Amazon mit einem besseren Ranking. Daher bitten Sie zufriedene Kunden um eine positive Kundenbewertung. Mindestens 15 Rezensionen sollten vorhanden sein, damit der Nutzer einen Gesamteindruck des Produkts erhält. Neben den Produktbewertungen sollen auch die Händlerbewertungen wie Kommunikation, reibungsloser Versand und Verpackung nicht außer Acht gelassen werden.

Lagerbestand/Verfügbarkeit:

Damit eine Bestellung erfolgreich abgeschlossen werden kann, muss das Produkt selbstverständlich verfügbar sein. Ein geringer Lagerbestand kann sich negativ auf das Ranking auswirken, da es nicht zum Kaufabschluss führt. Hier gibt es zahlreiche Tools, die Online-Händler daran erinnern, ihre Produkte ab einer bestimmten Menge wieder aufzustocken. Saisonale Produkte oder steigende Nachfrage an Feiertagen, wie bspw. zu Weihnachten, sollten ebenfalls einkalkuliert werden.

Preis:

Auch hier sollten Online-Händler wettbewerbsfähig bleiben, zu große Preisdifferenzen des gleichen Produkts werden von Amazon nicht gerne gesehen. Je besser es einem gelingt, den Wettbewerb zu schlagen, umso besser. Dabei sollten auch die Versandkosten im Rahmen bleiben. Seien Sie in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis Ihrer Konkurrenz immer eine Nase voraus.

Weitere Faktoren für die Amazon Optimierung:

All diese Faktoren zielen darauf ab, die Kaufwahrscheinlichkeit und somit die Abverkaufsrate zu steigern, denn je mehr Produkte verkauft werden, umso mehr profitiert Amazon von den Provisionen als Teil seines Geschäftsmodells. Auch nachdem eine erfolgreiche Bestellung getätigt wurde, können die Retourenquote, Kundenbewertungen u.ä. das Ranking noch nachhaltig beeinflussen. Darüber hinaus trackt Amazon:

  • auch die Klicktrate (CTR)
  • Verweildauer bzw. Absprungrate
  • Conversion-Rate (= Prozentsatz der erfolgreichen Bestellvorgänge)
  • Antwortzeit auf Nachrichten und Fragen
  • Dauer des Bestellvorgangs
  • fehlgeschlagenen Rücksendungen. Eine hohe Retourenquote senkt das Ranking und sollte so gut wie möglich vermieden werden.

Die Teilnahme am Amazon Affiliate-Programm, Amazon FBA oder Amazon Prime, aber auch die Etablierung im Bestseller-Rang oder in der Buybox tragen zusätzlich dazu bei, ein besseres Ranking zu erzielen.

 

Titelbild © rcfotostock stock.adobe.com

Beitragsbild © Pixieme stock.adobe.com



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