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Article Spinning


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Was ist Article Spinning?

Article Spinning, auch als Text Spinning bezeichnet, beschreibt die automatisierte Erstellung von Texten, meist unter Zuhilfenahme spezieller Spinning-Software. Ziel ist es, aus einem Text mit Hilfe von Synonymen mehrere Texte in kurzer Zeit zu erstellen. Genutzt wird diese Methode z.B. für das Artikelmarketing oder für die Erstellung von Produkttexten für ähnliche Produkte.

Die Vorgehensweise

Es werden zwar automatisiert Texte erstellt, eine Vorlage – sozusagen der Ursprungstext – muss aber trotzdem noch selbst erstellt werden. Ist dieser geschrieben, fängt die eigentliche Spinning-Prozedur an: Für jedes Wort, jede Phrase, jeden Satzteil werden Synonyme erstellt. Je mehr Synonyme, desto mehr Texte erhält man natürlich im Endeffekt.

Spinning Software

Mithilfe von spezieller Spinning Software, sogenannten Article Spinnern oder Text Spinnern, kann die Synonymfindung automatisiert werden. Die Software hilft außerdem dabei, die Einzigartigkeit der neu entstandenen Texte zu bewerten. Grundlage der Spinning-Software bilden umfangreiche Synonym-Datenbanken. Ein Beispiel ist z.B. der Article Spinning Wizard.

Spinning-Tools basieren auf der sogenannten Spintax, einer Auszeichnungssprache ähnlich wie HTML. Ein teilweise mit gespinnten Teilen versehener Satz sieht z.B. so aus:

Ziel ist es, aus einem {Text|Artikel} mit Hilfe von Synonymen mehrere Texte {in kurzer Zeit|ohne großen Aufwand|schnell} zu erstellen.

Spinning-Software erleichtert zwar die Vervielfältigung der Texte, bringt aber je nach Tool-Qualität auch Probleme mit sich, den nicht jedes Synonym passt in das Bedeutungsumfeld des Textes. Es kann z.B. vorkommen, dass das Ersetzen eines Wortes die Satzbedeutung verändert, bzw. nicht in den Satzkontext passt. Diese Probleme ergeben sich häufig bei partiellen Synonymen, also bei Wörtern, die nicht in allen Bedeutungsvarianten übereinstimmen, wie z.B. “Mann” und “Herr”, “Pferd” und “Ross”. Auch bei Homonymen wie “Bank”, “Ball” oder “Strauß” sind Fehler vorprogrammiert.

Moderne Spinning-Tools sind in der Lage, Wörter und Phrasen im Bedeutungszusammenhang des gesamten Textes zu sehen und daher entsprechend passende Synonyme zu wählen. Außerdem integrieren einige Tools Features wie WDF*IDF, um die Texte für Suchmaschinen zu optimieren.

Einsatzmöglichkeiten von gespinnten Artikeln

Article Spinning wird einerseits für den Bereich Linkmarketing genutzt, andererseits für die Erstellung von Texten für Landingpages oder Produktseiten. Im Linkmarketing können damit z.B. Texte für Presseportale, Free Blogs oder Bookmarks erstellt werden. Spin-Texte für Landing-Pages finden z.B. oft bei Portalen Anwendung, die ähnlichen Content für mehrere Städte benötigen, wie z.B. Gutschein-Portale, Job-Portale, oder Lieferdienst-Portale.

Text-Spinning vs. Urheberrecht

Eine gespinnter Text von einem anderen Autor hat zwar nicht mehr den gleichen Wortlaut, dennoch gilt dieser Vorgang in den meisten Ländern als Urheberrechtsverletzung. Immerhin beinhaltet der Spinning-Text die gleichen Ideen, Gedanken und Schlussfolgerungen.

Bewertung durch Google

Die Urheberrechtsfrage spielt beim Spinning eigener Texte zwar keine Rolle, wohl aber die Frage nach dem Nutzen für SEO. Außerdem sollte man sich überlegen, ob ein derart generierter Text dem Leser noch einen Nutzen bringt.

Google kann mittlerweile sehr gut die Übereinstimmung von Texten erkennen, auch wenn sie allein bezogen auf die verwendeten Wörter voneinander abweichen. Denn bei der Überprüfung auf Duplicate Content hin werden zahlreiche linguistische Faktoren mit einbezogen, insbesondere semantische Faktoren. Gespinnte Texte, bei denen nur die einzelnen Wörter durch Synonyme ersetzt wurden, sind durch Algorithmen von Google mittlerweile sehr gut erkennbar.

Schwieriger wird für es für die Suchmaschine bei Texten, bei denen ganze Satzteile, Sätze oder gar Absätze ausgetauscht worden. Auch die Veränderung des Satzbaus, z.B. von einer Verbindung aus Nebensatz und Hauptsatz zu einem einfachen Hauptsatz, verstärkt die Uniqueness eines Textes.

Dennoch ist es ratsam, auf gespinnte Texte zu verzichten, da sich die Google-Algorithmen immer weiter verbessern und inhaltlich ähnliche Texte folglich immer leichter als Spinning-Texte erkannt werden.

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