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Was bedeutet User-Experience (UX)?

User-Experience bezeichnet die Gesamtheit der Eindrücke eines Nutzers beim Einsetzen, Benutzen, Besuchen oder Anwenden eines Produktes, App, Webseite oder Software.  

Das bedeutet, das eine gute User-Experience sich aus mehr als nur einem Faktor zusammensetzt. Einfluss auf die User-Experience nehmen neben der eigenen Erwartung an die Funktionalität auch die Nützlichkeit, Informationsstruktur und Visualität. 

Als User-Experience würde man im Deutschen das Nutzungserlebnis oder Nutzererlebnis bezeichnen. Ursprünglich ging es bei dieser Bezeichnung um Produkte in ihrer Anwendung oder Gebäude in ihrer sinnvollen Nutzbarkeit. Inzwischen ist die User-Experience (UX) ein wichtiges Kriterium bei der Gestaltung von Webseiten, Apps und Software.  

Welche Faktoren beeinflussen die User-Experience?

Die User-Experience ist eine individuelle Angelegenheit, da sie auf dem eigenen Erfahrungsniveau genauso basiert, wie u.a. auf den persönlichen kulturellen Hintergrund. In der Regel nimmt man, um eine Webseite für eine bessere User-Experience zu optimieren, eine bestimmte Persona an, also eine fiktive, jedoch genau definierte User-Persönlichkeit, auf die hin man die User-Experience anpasst. 

Schon beim ersten Faktor, welche die User-Experience beeinflusst, wird klar, warum diese Vereinfachung nötig ist.  

Der Übersichtlichkeit halber werden wir die User-Experience am Beispiel einer Webseite betrachten. Zudem betrachten wir nur drei von vielen Aspekten, die per Definition auf die User-Experience eines Menschen Einfluss nimmt.  

Faktoren für das Nutzererlebnis: Erwartung  

Die erste Frage, die man beantworten muss, ist die nach der Erwartung des Users an die Webseite. Welche Funktionen, Informationen und Orientierungsmöglichkeiten setzt der User dringend voraus, welche wären eher störend? Was ist in führenden, vergleichbaren Webseiten Minimum-Funktion und Information, was sind interessante, zusätzliche Erweiterungen, die vom User positiv angenommen werden? 

Beispiel:

Nimmt man zum Beispiel einen Online-Shop, kann der User sehr viele Filterfunktionen erwarten.  Dank diesen kann er möglichst genau und leicht auf ein spezifisches Produkt kommen. 

Anders ist die Lage bei einer anderen Zielgruppe. Sind die Mehrheit der Nutzer vom Verkaufsverhalten eher “Entdecker”, sind auch die Erwartungen anders. Diese Zielgruppe welche gern online stöbert, könnte eine Einrichtung des Angebots mit vielen Filtern eher enttäuschen und abschrecken.  

 

Zur Erwartung gehören auch ein Minimalmaß an Informationen etwa Produktname, Preis, Verfügbarkeit in einem Onlineshop oder auch Farbwahl, Bebilderungen und Aufbau von Webseiten.
 

Zu prüfende Punkte, welche Einfluss auf das Nutzererlebnis nehmen können (Bereich Erwartung)  

  • Kulturelle Bedingungen (Schreibrichtung, Farben, Bildsprache, Symbolik)  
  • Nutzungskontext (beruflich? privat? Unterwegs? Am Desktop-PC?) 
  • Ziel der Webseite (Informieren? Verkaufen? Image?) 
  • Positionierungen, Größen von Bestandteilen der Webseite (Footer unten, Button beim Produkt…)  
  • Mehrwert der Webseite 
  • Weitere User-Spezifische Erwartungen 

 

Neben den Erwartungen an Aufbau und Ästhetik, die ein spezifischer Mensch als Zielgruppe an eine Webseite stellt, können zudem noch persönliche Vorlieben und Erfahrungswerte kommen, welche das Nutzererlebnis beeinflussen.  

Je besser die Erwartungshaltung des anvisierten Zielusers getroffen wird in Inhalt, Funktionen, Bedienbarkeit, Gestaltung und Struktur, desto besser wird er auch die User-Experience bewerten. Dieser Aspekt wirkt dann auch auf das Verhalten der Zielgruppe auf die Nutzung, gemachte Erfahrung und Intensität der Interaktion aus.  

Funktionalität als zweiter Faktor für die UX.

Die Funktionalität einer Webseite ist ein großer Faktor, der auf die User-Experience einwirkt. So müssen gelernte Kausalitäten genauso abgebildet sein als auch die Nutzung der Seite effektiv und effizient vonstattengehenEin User erwartet zum Beispiel das eine Webseite schnell und vollständig lädt, das beim Auslösen eines Formulars eine Erfolgsmeldung erscheint oder ein unterstrichenes Wort auch verlinkt ist.  

 

Sehr wichtig ist zum Beispiel auch Ladezeit und Nutzbarkeit von Webseiten bei Usern welche mit mobilen Endgeräten im Internet unterwegs sind. Das hat unter anderem auch Google erkannt und indexiert mobile-first.  

 

Auch die Anzeige von Webseiten in unterschiedlichen Browsern auf smarten Endgeräten und dergleichen mehr sollte funktionieren für eine gute User-Experience 

Ingesamt sollte die Bedienbarkeit der Webseite möglichst intuitiv, schnell, unkompliziert und logisch sein. Diese Voraussetzungen führen zu einem positiven Nutzererlebnis.  

 

Die Informationsstruktur der Webseite im UX.

 

Wichtig neben der Bedienbarkeit und dem visuellen Erscheinungsbild ist zu dem auch die Informationsstruktur. So lapidar es klingen mag, sollte wichtiges am leichtesten und direktesten zu finden sein. Dabei richtet sich die Bewertung aber nach dem User-Intent, also dem Grund des Besuchers die Webseite zu besuchen. Und so wird eine User-Experience eines Informationssuchenden auf einer reinen Image-Landingpage vermutlich eher negativ ausfallen.

Hingegen kann man bei einem Kaufinteressent, bei entsprechenden Anpassungen in Design, Usability und Informationsstruktur auf einem Online-Shop ein positives Nutzererlebnis erreichen. 

 

Auch an welcher Stelle welche Informationen zu finden sind, zählt in das Nutzererlebnis ein. Findet nämlich ein Besucher nur schwer zu den erwünschten Informationen oder noch schlimmer gar nicht, wird er vermutlich den Websitebesuch abbrechen und seine Kaufentscheidung an anderer Stelle treffen. Deshalb zählen zum Beispiel auch eine sinnvolle Menüstruktur und Aufteilung der Website zu den wichtigen Faktoren einer positiven User-Experience.  

 

 

Ist User-Experience ein SEO-Ranking-Faktor?  

User Experience und SEO ein gutes Team!

Da das Nutzererlebnis auf einer Website auch das Verhalten des Users beeinflusst, gilt die Optimierung der User-Experience als sinnvolle Maßnahme um bessere Rankings in den Suchmaschinen zu erhalten. 

Denn wenn die User-Experience des Besuchers positiv ist, werden automatisch Rankingfaktoren wie Aufenthaltsdauer, Klicks, Scrolltiefe aber auch Interaktionen wie Käufe oder Anmeldungen in Formularen/Shops u.ä. sich positiv entwickeln. Zudem sind Faktoren wie etwa Ladezeiten und Mobilfähigkeit sowohl ein Rankingfaktor als auch ein Faktor für eine gute User-Experience.  

Tatsächlich bietet Google selbst als große Suchmaschine auch UX-Playbooks für thematisch unterschiedlich gelagerte Webseiten an und es ist zu vermuten, dass diese Empfehlungen sich auch auf die SEO-Rankings auswirken.  

Hier gehts zum UX-Playbook für Online-Shops!

 

Wie kann ich die User-Experience auf meiner Website optimieren?

Prüfen Sie möglichst kritisch die Performance-Zahlen ihrer Webseite. Wo sind Punkte, an denen die Nutzung der Zielgruppe aufhört? Überprüfen Sie die Informationsstruktur und Usability ihrer Webpräsentation gründlich. Lassen Sie diese Überprüfung gern auch von einem Mensch machen, der Ihre Seite noch nicht kennt und lassen Sie sich ehrlich die Erfahrungen in Hinblick auf Gestaltung, Usability und Interaktion schildern. Punkte die nicht gut angekommen sind ein Start zum Optimieren der User-Experience.  

Hier gehts zu unserem passenden PODCAST zum Thema “Keyperformance Werte” 

 

Unser erfahrenes Team im Bereich WebdesignOnpage und Conversion-Rate-Optimierung unterstützt sie gern kompetent bei Ihren Anpassungen.