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Wie finde ich die richtige SEO Agentur?

  • Geschrieben von SEO-Küche am 15.04.2019

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Unsere Tipps wie Sie die richtige Agentur für sich finden

Das Internet – unendliche Weiten. Da macht es Sinn seine eigene Webseite zu bewerben um mehr Kunden anzuziehen. Eine SEO Agentur muss her. Agenturen gibt es mittlerweile wie Sand am mehr, die SEO Branche ist ein boomender Markt. Doch wie überall gibt es nicht nur Profis, sondern auch viele schwarze Schafe. Damit Sie den richtigen Partner finden, geben wir Ihnen Tipps an die Hand, wonach Sie auf der Suche nach Ihrer SEO-Agentur Ausschau halten sollten und welche gängigen Fehler man vermeiden sollte.

Die Don’ts einer Suche – Was man vermeiden sollte

1. Referenzen als bare Münze nehmen

Referenzen werden gerne zu Rate gezogen um einzuschätzen, welche Dienste eine Agentur anbietet und wie geschickt sie dabei vorgeht. Allerdings brüsten sich manche Agenturen sehr schnell mit ihren sogenannten Erfolgen. Wenn also viele große Namen wie BMW, Aldi und DB den Bildschirm pflastern, kann man zwar davon ausgehen, dass die Parteien in Kontakt standen, manche sehen aber bereits die Erstauswertung bei einer Ausschreibung zwischen mehreren Firmen schon als „Referenz“ an. Man sollte die Projekte also stets hinterfragen und wenn möglich sogar deren Entwicklung der letzten Jahre überfliegen.

2. Firmen mit exklusiven Verbindungen zu Google

Es gibt sie noch, die Agenturen, die behaupten, sie hätten Einblick in den Google Algorithmus. Z.B. weil ein ehemaliger Google Werksstudent bei ihnen arbeitet oder ähnliches. Kurz gesagt: Nein.

Es gibt niemanden mit speziellen Verbindungen oder Infos, wie die Google Suche exakt funktioniert. Das große G wird solche Infos wie ein Staatsgeheimnis hüten und dafür Sorge tragen, dass nichts nach außen dringt. Wer eine solche Behauptung aufstellt lügt, absichtlich oder aus Unwissenheit, und sollte in beiden Fällen gemieden werden.

3. Die Google Platzierung als Referenz

Wer es schafft sich bei Google vorne zu platzieren, muss sein Handwerk verstehen. Eine sehr typische Annahme, da der Gedanke auf den ersten Blick logisch erscheint. Es wurden in der Vergangenheit sicher einige Dinge richtig gemacht, das heißt aber nicht, dass die Agentur Ihre Abläufe weiterentwickelt. Sie muss sowohl heute wie auch morgen gute Arbeit leisten, als auch sich auf Ihre persönlichen Bedürfnisse und Änderungen im Suchverhalten einstellen können. Onlinemarketing als Ganzes erfindet sich regelmäßig neu und das muss auch jede Agentur, die langfristig erfolgreich sein will.

4. Google Partner Siegel

Ein Google Partner ist direkt zertifiziert und muss sich demnach auskennen. Leider ist diese Zertifizierung auf Google Ads ausgelegt und vergleichsweise simpel zu erhalten. Eine Agentur muss lediglich einige Grundlagen der Anzeigenverwaltung beherrschen. Das kann man auch selbst mit etwas Einsatz schnell erlernen. Das Siegel ist daher nach unserer Einschätzung wenig aussagekräftig.

5. Leere Versprechungen

Sie werden wahrscheinlich mit jemandem aus dem Vertrieb Ihren Vertrag verhandeln. Da wird sicherlich emotional verhandelt und das ist an sich nichts Schlechtes. Die Person wird zwar meist kein Experte für die tatsächliche Optimierung sein, kennt sich aber mit den Vertragsarten aus und kann Ihnen grundlegende Empfehlungen aussprechen. Allerdings gibt es einige Aussagen, bei denen Ihre Alarmglocken läuten sollten:

  • Wir bringen Sie garantiert auf Platz 1
    • (Das kann absolut niemand garantieren)
  • Wir tragen Ihre Webseite bei allen Suchmaschinen ein
    • (Sie muss nirgends eingetragen werden, Suchmaschinen können das selbst ganz gut)
  • Die aufgebauten Backlinks entfernen wir nach Vertragsende wieder, das sind schließlich unsere Ressourcen.
    • (jeder Link ist einzigartig und nicht „wiederverwendbar“. Man will sie nur an den Vertrag fesseln.)
  • Wir verdoppeln Ihre Nutzerzahlen in den nächsten 3 Monaten
    • (Ziele setzen ist gut; Aber Garantien kann auch der beste Profi nicht geben)

Tatsächlich sagen Referenzen, Siegel und Größe nur bedingt etwas über eine Agentur aus. Wer Garnichts vorweisen kann weiß vermutlich nicht was er tut, da er sogar versäumt sich selbst zu präsentieren. Andererseits sind all diese Siegel kein Garant dafür, einen guten Partner gefunden zu haben. Doch wie findet man nun eine gute SEO Agentur?

Die Do’s einer Suche – Tipps, wie man Vorgehen sollte

Wie bei anderen Fachkräften, egal ob Arzt, Anwalt oder Elektriker, Ihr Gegenüber wird mehr Expertise in seinem Bereich haben. Genau deshalb suchen Sie auch einen Experten. Das bedeutet leider auch, dass sich nur schwer abschätzen lässt, wer wirklich Ahnung hat oder falsche Infos ausspuckt. Daher müssen wir unsere Wahl über Dinge entscheiden, die wir einschätzen können.

1. Empfehlungen aus seriösen Quellen

Sie kennen sicherlich jemanden, dem Sie vertrauen und der bereits mit einer SEO-Agentur zusammenarbeitet. Fragen Sie die Person welche Dienste beansprucht werden und über bisher gemachte Erfahrungen. Persönliche Empfehlungen gehören noch immer zu den besten Wegen, eine gute Agentur zu finden.

2. Professionelles Auftreten des Beraters

Als Laie kann man zwar nicht abschätzen ob alle Informationen korrekt sind, aber wir können erkennen, wie sich unser Gegenüber verhält. Wird nur darauf gedrängt, sich schnell zu entscheiden, da man sonst in ein paar Monaten aufgrund fehlender Anfragen sowieso Konkurs anmeldet? Oder werden Potentiale aufgezeigt und mögliche Hindernisse konstruktiv angesprochen? Es geht im Kern darum, wie sich das Gespräch anfühlt. Das klingt esoterisch, tatsächlich aber ist Ihr Bauchgefühl hilfreich. Lassen Sie das Gespräch ein zwei Tage auf sich wirken, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

3. Vorgehen erklären lassen

Sprechen Sie darüber, welche Ziele Sie haben und lassen Sie sich beispielhaft erklären, wie das Projekt ablaufen würde. Wenn Sie mit SEO als Bedürfnis in das Gespräch gehen und stets nur etwas von Anzeigenschaltung hören, ist SEO wahrscheinlich nur eine nebensächliche Dienstleistung. Bei Full-Service Agenturen sollte genau hingehört werden, nicht nur was einem empfohlen wird, sondern auch wie. Achten Sie darauf, ob auf Eigenheiten Ihres Projekts und Ihre Branche eingegangen wird. Versuchen Sie rauszuhören, ob die Leistung strukturiert ist (Redaktionspläne, Checklisten u.ä.) oder ob man irgendwie so dahin arbeitet.

4. Sinnvolle Vertragsdauer

Sie haben bestimmt schon oft gehört, dass Suchmaschinenoptimierung seine Zeit braucht. Tatsächlich sollte man sich bei Vertragslängen zwischen 6 Monate und 1 Jahr bewegen. Es kann sich je nach Investition auch schneller ein Erfolg einstellen, dennoch lässt sich erst nach 6 Monaten wirklich erkennen, ob es die SEO Maßnahmen sind, die dafür verantwortlich sind. Alles unter 6 Monate ist selten aussagekräftig genug, es kann auch eine zufällige Marktschwankung sein, positiv wie negativ. Gleichzeitig ist alles über ein Jahr erfahrungsgemäß nicht nötig.

5. Transparente Reportings

Fragen Sie nach, wie sich das Reporting gestaltet. Bestenfalls kann Ihnen ein Beispiel gezeigt werden. Ein monatlicher Report bietet sich meist an. Bei längeren Abständen werden ggf. negative Entwicklungen zu spät erkannt und wöchentliche oder gar tägliche Auswertungen beanspruchen meist nur unnötig Ihre Zeit, ohne nennenswerte neue Einsichten zu Tage zu fördern. Werden im Report für Sie wichtige Kennzahlen wie z.B. Nutzerzahlen und geleistete Arbeit dargestellt? Gibt es einen Kundenbereich, den Sie je nach Bedarf einsehen können? Ist es möglich individuelle Vereinbarungen zu treffen? Je transparenter der Report ausfällt, desto bessere Kontrollmöglichkeiten haben Sie und desto sicherer ist sich die Agentur in ihren Leistungen.

Fazit

Auch ohne Expertenwissen haben Sie ausreichend Möglichkeiten die Spreu vom Weizen zu trennen. Lassen Sie sich beraten, nicht verängstigen. Informieren Sie sich bestmöglich über die Abläufe des Projekts und soweit möglich, wie intern gearbeitet wird.

Nachwort

Nun höre ich manchen sagen:

„Moment mal… der Beitrag ist von einer SEO Agentur. Die drehen das natürlich so, dass sie gut dastehen“.

Die Bedenken sind verständlich. Aus diesem Grund habe ich vor erstellen dieses Beitrags sichergestellt, dass ich als Mitarbeiter in der Lage bin, das Thema unvoreingenommen und mit maximalen Mehrwert für den Leser zu beleuchten. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist klar und haben Sie gerade vor sich. Auch in der täglichen Arbeit bei uns wird nicht alles 100% perfekt laufen. Nach meiner Erfahrung ist das aber in keinem Unternehmen der Fall. Es ist wichtig, dass Probleme offen diskutiert und Lösungen gesucht werden, anstatt Ausreden zu suchen. Alles in allem funktionieren unsere Abläufe sehr gut und den Mitarbeitern werden genug Freiheiten gelassen, um Projekte oder eben auch Blogbeiträge kundenorientiert ausführen zu können. Ich lade Sie ein, obige Punkte einfach mal in der Praxis anzuwenden, mit anderen Agenturen und auch mit uns. Machen Sie sich selbst ein Bild, wie gut diese Tipps funktionieren.

Titelbild © Jakub Jirsák stock.adobe.com

Beitragsbild © fotomek – stock.adobe.com

Beitragsbild © k_yu – stock.adobe.com

Beitragsbild © 4th Life Photography – stock.adobe.com

Kommentare

Interessant, dass man die Platzierung bei Google nicht als einzigen Bezugspunkt bei der Agentursuche sehen sollte. wir suchen oft Agenturen für unsere Firma. Im Moment gerade eine Werbeagentur für Grafik und Webdesign, haben Sie hierfür vielleicht auch ein paar passende Tipps?


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