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Tipps und Kniffe aus dem Linkbuilding

  • Geschrieben von Annemarie D. am 27.10.2016

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Linkbuilding damals und heute

Online Marketing ist ein Prozess, ein Vorgang, der ständig im Wandel ist und daher immer wieder neu ausprobiert werden muss. Der Offpage Bereich als Teil des Online Marketings macht da keine Ausnahme, im Gegenteil. Reichte es früher noch aus, eine Seite allein mit getauschten Links und Verweisen aus Webkatalogen und Artikel-Verzeichnissen nach oben zu bringen, so ist heute schon wesentlich mehr nötig, um im hart umkämpften Google Ranking ganz oben mitzuspielen.

Im Idealfall geschieht das durch natürliche Verlinkungen. Zu dem Begriff des „natürlichen Links“ kursieren zwei unterschiedliche Definitionen. Einige beschreiben einen Link dann als natürlich, wenn er eben nicht bewusst aufgebaut wurde, sondern natürlich entstanden ist, zum Beispiel weil er von einem Nutzer geteilt wurde oder durch Kooperationen von Unternehmen entstanden ist. Wieder andere sehen einen Link dann als natürlich an, wenn er in seine Umgebung passt. Das bedeutet, dass er auf die jeweilige Seite zugeschnitten und dort auch angebracht ist. Hier liegt der Fokus auf dem Mehrwert für den Nutzer, den er durch das Klicken des Links erfährt. Innerhalb dieser Definition wird auch das Mitwirken des Seitenbetreibers nicht ausgeschlossen. Für viele Linkbuilding-Profis liegt die Wahrheit aber auch irgendwo dazwischen: Eine Seite hat dann ein gutes Backlink-Profil, wenn einerseits einige Links geteilt wurden und durch Kooperationen natürlich entstanden sind und andererseits einige hochwertige Links bewusst aufgebaut wurden.

Für den Aufbau hochwertiger Links ebenso wie bei der Bewertung bereits bestehender Links gilt es, einige wichtige Kriterien zu beachten. Zunächst sollte man sich fragen, ob der Link auf dieser bestimmten Seite einen Mehrwert für den Nutzer bietet. Um das beurteilen zu können, muss der Linkbuilder die Zielgruppe der zu verlinkenden Seite gut kennen und wissen, wo diese zu finden ist. So macht es zum Beispiel wenig Sinn, einen Anbieter für Garten-Produkte auf einem IT-Blog zu verlinken. Damit erreicht der Anbieter seine Zielgruppe nicht und der Link ist somit nicht nur wertlos, sondern könnte sogar negative Signale für Google aussenden. Der Link muss also immer auch zur jeweiligen Branche passen.
Daraus wird ersichtlich, wie wichtig die thematische Relevanz ist, also das Thema der Seite, auf der sich der Link befindet. Weitere Faktoren sind Sichtbarkeit und Seriosität der linkgebenden Seite. Die Sichtbarkeit wird je nach Linkbuilder unterschiedlich bewertet. Für viele reicht bereits eine Sichtbarkeit von 0,01 aus, für andere muss eine Sichtbarkeit von 0,1 oder noch höher gegeben sein. Wie hoch die Sichtbarkeit einer Seite ist, lässt sich anhand entsprechender Tools aus dem Linkmarketing-Bereich feststellen.

Neben thematischer Relevanz und Qualität der linkgebenden Seite gibt es noch zwei weitere Faktoren, die den Link selbst betreffen. Der erste Punkt bezieht sich auf den Linktext, also den Text, der direkt verlinkt wurde. Oftmals ist das das Keyword, das verlinkt und damit gestärkt wird. Dieses sollte nicht immer gleich sein, sondern nach Möglichkeit variieren. Man unterschiedet hier zwischen Brand, Money, Compound und sonstige Keywords. Das Brand Keyword wird mit dem Unternehmen oder der Marke in Verbindung gebracht. Die Keywords, mit denen man bei Google ranken möchte, weil sie wichtig für das eigene Produkt oder die Dienstleistung sind, nennt man Money Keywords. Compound Keywords vereinen die Eigenschaften von Brand und Money Keywords miteinander. Sonstige Keywords sind die Keywords, die sich keiner der oben genannten Kategorien zuordnen lassen und in keiner Verbindung zum Unternehmen oder dem Produkt stehen. In aller Regel strebt ein Linkbuilder an, eine gesunde Variation dieser Keywords für den Aufbau von Links zu verwenden, um ein möglichst natürliches Backlinkprofil zu erschaffen.

Der zweite Punkt betrifft die Geschwindigkeit, mit der Links aufgebaut werden. Nicht immer hilft viel auch viel, vor allem dann nicht, wenn die betreffende Seite anfangs fast gar keine Links hatte und dann mit einem Schlag hunderte oder gar tausende Links innerhalb eines Monats sammelt, die im schlimmsten Fall von minderwertiger Qualität sind. Ein solches Vorgehen fällt auch bei Google auf und wird oft als Spam bewertet, der unter Umständen zu einer Abstrafung der betreffenden Seite führen kann. Als Konsequenz einer Abstrafung rankt die betroffene Seite oft gar nicht mehr bei Google. Das natürliche und langsame Anwachsen eines Linkprofils nennt man auch organisches Link-Wachstum.

Gibt es ein Geheimrezept?

Es gibt also durchaus einige Faktoren, die man beim Aufbau von Links beachten sollte, aber DAS „Geheimrezept“ für ein perfektes Linkprofil, mit dem die eigene Seite ganz schnell auf Platz eins bei Google landet, gibt es sicherlich nicht. Dafür ändert sich die Online Marketing Branche viel zu rasant und letztlich benötigt jede Seite eine ganz eigene Linkmarketing-Strategie, die auf die jeweilige Branche zugeschnitten sein sollte. Die oberste Maxime für fast alle Webseiten könnte aber lauten: Kreiere hochwertige Links, die die Bedürfnisse der Zielgruppe erfüllen! Dazu gehört allerdings auch, stets über die spezifische Branche auf dem Laufenden zu sein. Mindestens genauso wichtig ist es, Geduld zu haben. SEO ist ein langwieriger Prozess, der eigentlich niemals endet. Bis Google zum Beispiel Links indiziert, können Wochen und Monate vergehen. So lange dauert es auch in etwa, bis gute Links ihre Wirkung zeigen und die Seite im Ranking steigt.

Für sehr viele SEO-Profis bleibt die Wichtigkeit externer Verlinkungen trotz aller Kritik jedoch unbestritten. Denn was nützt der beste Content, wenn es keine Links gibt, die darauf aufmerksam machen? Darauf zu hoffen, dass sich guter Content ganz von alleine verlinkt, funktioniert wenn überhaupt meist nur über einen ganz kurzen Zeitraum. Besser ist es, sich geeignete Strategien auszudenken, wie man seinen Content mit Hilfe guter Links noch besser verbreiten kann. Denn letztlich gilt: Je mehr Links von fremden Webseiten auf die eigene Seite zeigen, desto höher stuft sie eine Suchmaschine in der Wichtigkeit ein. Daher lohnt es sich, auch etwas Mühe in den Aufbau von Links zu stecken. Wenn dies geschickt angestellt und mit weiteren wichtigen Bereichen aus dem Online Marketing kombiniert wird, hat man mit seiner Webseite auch ganz gute Chancen, ganz oben bei Google mitzuspielen.

Kommentare

Sehr guter Artikel..Danke dir. Was bedeutet das denn für Webdesigner, die ihre Verlinkungen auf den von Zihnen erstellten Websites haben. Thematisch haben die ja meistens nichts mit der Branche zu tun. Und dennoch ist es ja ihr Werk….Weden solche Verlinkungen dann positiv bewertet…? Danke für Feedback…:-)

Hallo Daniela, Verlinkungen auf branchenfremden Webseiten sind nicht zwangsläufig ein Problem, so lange sie natürlich entstanden sind. Man denke nur an Verlinkungen, die durch Sponsoren oder Referenzen entstanden sind. Sie haben oft nichts mit der Branche zu tun, sind aber durch Partnerschaften entstanden. Hier kommt es allerdings auch noch darauf an, um was für eine Seite es sich handelt (Sichtbarkeit, Aufbau, User-Freundlichkeit, Optik, technische Funktion, etc.) und wo der Link platziert ist. Links im Footer führen oft zu seitenweiten Links, die dann negative Signale an die eigene Webseite weiter geben könnten. Eine bessere Alternative wäre ein Link im Impressum.

Tanja M. Falge

Liebe Annemarie,

das ist ein guter Artikel. Allerdings endet er dort, wo ich mir anhand des Artikelthemas gewünscht hätte, dass er beginnt. Nämlich bei neuen Ideen und Kniffen, Links zu bekommen.

Wäre schön, darüber einmal etwas zu lesen. Es gibt so viele Ideen und Möglichkeiten dazu. Nur selbst drauf kommen ist die Kunst ?☺.

Herzliche Grüße und viel Erfolg
Tanja M. Falge
MUTivationscoach & Muse

Hallo Tanja,

vielen Dank für den Hinweis, das ist tatsächlich eine sehr gute Idee. Allerdings wird es sehr schwer, hier Tipps zu geben, an die noch niemand anderes gedacht hat. Wir können das Rad nicht neu erfinden, aber versuchen, die besten Grundideen aufzugreifen und individuell an die Wünsche der Kunden anzupassen. Über so einen Artikel könnte man aber nachdenken, danke für die Anregung.


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