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Unterschiede im Linkmarketing für B2B und B2C:

Die Disziplin Linkmarketing beinhaltet zwei Hauptkomponenten: Links und Marketing. Was zählt ist die Kombination. Reiner Linkaufbau ist verschwendete Ressourcen (zum einen weil Google es als Manipulationsversuch einstufen könnte, zum anderen weil die Zielgruppe nicht anvisiert wird), reines Marketing ist eine andere Disziplin. Linkmarketing ist auch keine Fließbandarbeit. Denn jeder Kunde ist anders. Um den Linkaufbau erfolgreich zu gestalten, ist es zwingend notwendig, sich mit dem Kunden intensiv zu beschäftigen. Was sind seine Stärken, Schwächen, wie informiert sich seine Zielgruppe, wer sind seine Konkurrenten, wie ist der Markt strukturiert, auf dem wir uns erfolgreich durchsetzen wollen.

Für gutes, zielführendes Linkmarketing gibt es keine Schablone, die für alle Kunden ­– vom Zahnarzt über den Online-Shop für Einhornplüschtiere bis hin zum Entwickler komplexer Verwaltungssoftware – geeignet ist. Nun, wer es darauf anlegt, kann natürlich jede Branche mit einer Schablone abdecken. Wir behaupten nicht, dass es nicht möglich ist. Wir sagen nur, dass es nicht sinnvoll ist. Warum? Stellen wir uns als Anschauungsbeispiel ein Schuhgeschäft und einen Entwickler von Shopsoftware vor. Damit die Kunden auf die stylischen Schuhe im Sortiment aufmerksam werden, druckt das Schuhgeschäft 200 Flyer und verteilt sie in der Umgebung. Um Neukunden zu gewinnen, ist das für das Schuhgeschäft durchaus eine Chance, für den Entwickler von Shopsoftware eher weniger. Verteilt er im selben Gebiet 200 Flyer, ist die Wahrscheinlichkeit, dass einer aus seiner Zielgruppe dabei ist, verschwindend gering. B2B-Marketing und B2C-Marketing sind nun einmal zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Wir verraten euch die Besonderheiten und mögliche Herangehensweisen für die Offpage-Optimierung.

Unterschiede B2B vs. B2C

B2B ist schwieriger, denn

  • die Zielgruppe ist kleiner und schwerer zu erreichen,
  • es existieren weniger themenrelevante Plattformen, die als Quelle für das Linkmarketing geeignet sind,
  • es verlangt mehr Fachwissen.

Doch B2B ist auch einfacher, denn

  • die Zahl der Mitbewerber ist kleiner,
  • die Streuverluste sind geringer.

Fazit: B2B ist einfach anders als B2C. Im B2C-Bereich ist der Markt hart umkämpft. Es gestaltet sich wesentlich schwieriger, aus der Masse der Mitbewerber herauszustechen. Doch als Ausgleich können B2C-Unternehmen den Vorteil eines größeren Bedarfs genießen. Bei Produkten/Dienstleistungen, die sich direkt an den Endverbraucher wenden, spricht man tendenziell ein wesentliches größeres Publikum an. Das spiegelt sich auch online wieder. Was die Menge bewegt, wird auch in den unendlichen Weiten des Internets ausgiebig thematisiert.

Bleiben wir bei dem Beispiel des Schuhverkäufers und der Shopsoftware. Es liegt in der Natur der Sache, dass Schuhe für die meisten spannender sind als ein technischer Bericht über die Funktionsweise von Shopsoftware. Schuhe haben Fans, Shopsoftware hat Nutzer. Für die Schuhe kann ich aus einem großen Feld von bloggenden Modefreunden Begeisterung, Freude und ein paar Herzchen ernten. Das Feld an Bloggern für die Shopsoftware ist hingegen eher mager gesät und diese werden mein Produkt vielleicht als praktisch, aber sicher nicht als Must-Have des Sommers betiteln. Aber das ist auch nicht nötig. Denn meinen Konkurrenten geht es schließlich auch so. Weswegen im B2B-Bereich oft weniger Links schon einen positiven Einfluss auf die Position in den Suchergebnissen haben können.

 

Eine große Gemeinsamkeit besteht allerdings zwischen B2B- und B2C-Unternehmen: Das A und O für erfolgreiches Marketing ist es, das Produkt, den Markt und die Zielgruppe zu kennen!

B2C-Marketing

Das „bequemere“ Schuhpaar sind in den meisten Fällen B2C-Webseiten. Das Produkt ist verständlicher, die Zielgruppe einfacher zu definieren und oftmals einfacher zu erreichen.

Um das Linkprofil zu vergrößern, stehen einem zahlreiche Zutaten zur Verfügung, aus denen ein bunter, ausgewogener, gesunder Salat aus Links kreiert werden kann.

Dazu kann aus folgenden Möglichkeiten geschöpft werden:

  • Branchenbücher: Egal ob B2B oder B2C, Links aus Branchenbüchern sind Standard. Das bedeutet nicht, das Linkprofil mit Links aus Branchenbüchern zu überfluten. Wie überall gilt hier: in Maßen statt in Massen.
  • Links aus Foren: Auch wenn es simpel klingt, gehört es dennoch zu den Grundzutaten dazu. Foren sollten hierbei keineswegs dazu ausgenutzt werden, billig Links hinauszuschleudern. Wer Schuhe verkauft, hat in einem Aquariumforum nichts zu suchen. Rücksicht und Respekt vor den Forenusern sind beim Thema Forenlinks ebenso selbstverständlich, wie dass man die Foren nicht zuspammt, sondern sich sinnvoll im Forum integriert.
  • Gastartikel auf Blogs/Ratgeberseiten etc: Ob Mode, Einrichtung, Fitness, Ernährung – um die meisten B2C Themen hat sich oftmals ein großer Kreis an Bloggern gebildet. Sehr praktisch, um Linkaufbau und Marketing zu kombinieren, ist es, wenn Produkte zum Testen zur Verfügung gestellt werden können. Damit steigert man die Bekanntheit des Produkts und gewinnt hochwertige Links. Dazu kommen Ratgeberseiten und Magazine. Bei der Suche nach einem Kooperationspartner hat man im B2C-Bereich oft die Qual der Wahl. Die Artikel gestalten sich meist emotionaler. Da man eine breitere Masse ansprechen will, sind hochkomplexe Fachartikel in diesem Bereich weniger relevant.
  • Links von Lieferanten: Jedes Unternehmen ist auf die Zusammenarbeit mit anderen Firmen angewiesen. So bezieht der Schuhverkäufer seine Ware von Großhändlern, arbeitet mit ausgewählten Marken zusammen usw. Darauf aufbauend kann geschaut werden, ob sich darunter die eine oder andere Quelle für das Linkbuilding ableiten lässt.
  • Jobportale: Um Stellengesuche publik zu machen, finden sich neben kommerziellen Jobportalen auch kostenlose, auf denen nicht nur die Stellenausschreibung, sondern auch ein Link zum eigenen Unternehmen veröffentlicht werden kann.

B2B-Marketing

Im B2B-Bereich ist Fachwissen das Stichwort für erfolgreiches Marketing. Als Anbieter von Sonderwerkzeugen für die Industrie oder Verwaltungssoftware für Unternehmen kann ich schwerlich Testprodukte verteilen. Aber ich kann mit Fachwissen handeln. Indem ich dieses Wissen auf themenrelevanten Seiten verbreite, kann ich auf mich aufmerksam machen und gleichzeitig einen hochwertigen Link kreieren. Die Schwierigkeit besteht darin, das richtige Zuhause für das Wissen zu finden. Die Auswahl ist meist eher dürftig. Im Normalfall wird sich nur ein eingeschränkter Kreis mit den speziellen Themen beschäftigen, die für den B2B-Bereich von Belang sind. Der Vorteil hingegen liegt auf der Hand. Man ist genau da aktiv, wo sich auch die Zielgruppe bewegt.

B2B-Unternehmen können folgende Möglichkeiten in der Linkmarketing-Strategie ins Auge fassen:

  • Branchenbücher: Branchenbücher dienen dazu, wesentliche Informationen (wie Kontaktdaten, Angebot) über ein Unternehmen kompakt und übersichtlich darzustellen. Das ist sowohl für B2C- als auch B2B-Firmen eine gute Möglichkeit, sich vorzustellen und dabei Links zu erzeugen. Wichtig ist, es nicht zu übertreiben.
  • Kunden, Kooperationspartner & Lieferanten: B2B-Geschäftsbeziehungen sind meist langlebiger als mit der Kundin, die im Schuhladen ein neues paar Schuhe sucht. Zufriedene Stammkunden sind eventuell nicht abgeneigt ihre Geschäftsbeziehung durch einen Link zum Ausdruck zu bringen. Ebenso können Lieferanten oder Kooperationspartner um eine Verlinkung angefragt werden.
  • Gastartikel in Fachzeitschriften: Von der Funktionalität der Shopsoftware steht und fällt mein Geschäft. Also bin ich als Händler bestrebt, einen Anbieter zu suchen, der die Anforderungen, die typischen Probleme und Abläufe kennt, und mir aus dieser Erfahrung heraus ein passendes Produkt zur Verfügung stellt. Das soll heißen: Kunden aus dem B2B-Bereich wollen nicht emotional angesprochen werden, sie wollen fachlich überzeugt werden. Fachartikel sind ein Mittel zum Zweck, mich als Experte auszuzeichnen, zu beweisen, dass ich Ahnung von der Materie und der Branche habe und gleichzeitig auf einer themenrelevanten Seite einen Link zu gewinnen.
  • Jobportale: Viele freie Stellen, zu wenig Bewerber. Ist man auf der Suche nach neuen Kollegen, sollte das unbedingt in der Linkmarketing-Strategie berücksichtigt werden. Durch die Verbreitung der Stellenausschreibung auf entsprechenden Portalen können gute Links gewonnen werden und gleichzeitig mehr Bewerber erreicht werden. Auch verschiedene Universitäten veröffentlichen auf ihren Seiten Stellengesuche für ihre Studenten. Sehr häufig ist B2B mit tiefgreifenden Fachkompetenzen aus Technik, IT etc. verknüpft, so dass eine Universität eine wertvolle Anlaufstelle ist, nach Nachwuchs zu suchen.
  • Wikipedia: B2B steht oft im Zusammenhang mit fundiertem Fachwissen in ihrem Bereich. Betreibet Ihr einen Blog, auf dem Ihr komplexe Sachverhalte erklärt oder selbst angelegte Studien auswertet? Mitunter finden sich darauf neue Informationen, die eine gute Basis für einen Wikipedia-Artikel bilden. Dann könnt Ihr Euren Blog als Quelle angeben

Unser kleiner Tipp zum Schluss:

Spicken war in der Schulzeit vielleicht verboten. Doch beim Linkmarketing gehört ein Blick auf die Konkurrenz dazu. Lunscht hinüber zu Eurem Nachbarn auf dem Markt und schaut: Was treibt Eure Konkurrenz online. Wie setzt sich das Linkprofil zusammen. Die Linkgeber Eures Mitbewerbers können auch für Euch interessant sein.

 

Titelbild © Mathias Rosenthal / Fotolia

Beitragsbild © Mathias Rosenthal / Fotolia

Beitragsbild © Mathias Rosenthal / Fotolia



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Kommentare


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Maxi 14. Dezember 2018 um 18:23

Sehr interessant. Diesen Vergleich zwischen B2B und B2C habe ich noch nicht oft gefunden.

Antworten
Melanie Grobelni

Melanie Grobelni 18. Dezember 2018 um 9:30

Vielen Dank! Ich gebe das Lob gerne an die Kollegin weiter

Antworten

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