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Social Media Rückblick September 2017

Im September verging wieder kaum ein Tag ohne Updates, Rollouts oder Neuigkeiten aus den sozialen Netzwerken. Wie immer haben wir für euch alle wichtigen News rund um Facebook, Instagram, Twitter und Co. in unserem Social Media Rückblick zusammen gefasst.

Facebook

Nutzerzahlen für Deutschland

Wie immer zum Quartalsende gab es auch im September wieder neue Nutzerzahlen von Facebook – diesmal sogar mit offiziellen Zahlen für Deutschland. Diese beruhen ansonsten nämlich auf Schätzungen. Allein in Deutschland hat Facebook 31 Millionen aktive Nutzer, weltweit sind es über 2 Milliarden.

Für Facebook sind übrigens aktive Nutzer alle Personen die sich innerhalb von 30 Tagen mindestens einmal angemeldet haben. Zudem ist es für Facebook nicht relevant, ob die Nutzer in dem Land leben in dem sie sich anmelden.

Snooze Taste für Freunde

Wir kennen sie alle von unserem Wecker – die Snooze Taste. Und genau so eine Funktion testet Facebook zurzeit. Damit können Beiträge von Freunden, Gruppen oder Seiten für eine bestimmte Zeit stummgeschaltet werden. Die Stummschaltung kann für 24 Stunden, 7 oder 30 Tage vorgenommen werden. Durch den Snooze-Button möchte Facebook seinen Nutzern mehr Kontrolle für ihren Newsfeed ermöglichen. Aufgefallen ist die neue Funktionen verschiedenen Twitter Nutzern:

Ob und wann diese Funktion für alle Nutzer ausgerollt wird ist noch unklar.

Eingeschränktes Berufs-Targeting

Viele Werbetreibendende erlebten Mitte September bei Facebook einen kleinen Schock. Denn von jetzt auf gleich war es nicht mehr möglich Jobtitel, Unternehmen oder Bildungseinrichtungen auszuwählen und teilweise schossen auch die Klickpreise in die Höhe. Grund dafür war ein Artikel des amerikanischen Magazins „ProPublica“. Der Bericht legte offen, dass es zum Beispiel möglich war „Judenhasser“ und ähnliche menschenverachtende Zielgruppen beim Targeting auszuwählen. Denn jeder Facebook Nutzer kann seine Berufsbezeichnung oder seinen Studiengang individuell angeben.

Facebook reagiert umgehend und stellte die Targeting-Funktion für den Jobtitel, Unternehmen, Hochschule und Bildung komplett ab. Da gerade diese Targeting-Funktionen besonders für HR Kampagnen wichtig sind, hat Facebook auch umgehend eine Lösung parat. Die 5.000 häufigsten Berufsbezeichnungen wurden wieder freigeschaltet und statt einem Algorithmus übernimmt ab sofort ein Mensch die Kontrolle über die Berufsgruppen. Zudem wurden Werbekampagnen mit menschenverachtenden Zielgruppen gestoppt und die Werberichtlinien angepasst. Dennoch bleibt zu hoffen, dass auch noch weitere Berufsbezeichnungen wieder freigeschaltet werden, denn trotz 5.000 Berufsgruppen bleibt das Targeting bisher eingeschränkt.

Spenden und Spenden sammeln

Gemeinnützige Organisationen, aber auch Privatpersonen können ab sofort direkt Spenden über Facebook sammeln. Nachdem diese Funktion in den USA getestet wurde, steht diese nun auch in 16 europäischen Länder zur Verfügung. Zum einem ist ein Spende auf Knopfdruck möglich. Der Spenden-Button kann entweder im Titelbild oder bei Beiträgen integriert werden. Zum anderen kann man gemeinnützige Organisationen durch einen Spendenaufruf unter seinen Freunden unterstützen. So sammelt man als Privatpersonen quasi Geld für eine Organisation.

Spenden Button auf Facebook

Spenden Button auf Facebook (Quelle: Facebook)

Eine weitere Möglichkeit sind Spendenaufrufe via Facebook-Live. Der Spenden-Button wird einfach in eine Live-Schaltung eingefügt. Bei Ariana Grandes Benefizkonzert zu Gunsten der Opfer des Manchester-Anschlages hat dies wunderbar funktioniert. Dadurch sind über 450.000 Dollar zusammen gekommen.

Zusammenführung Power Editor und Werbeanzeigenmanager

Als „großartige Neuerung“ kündigte Facebook im September die Zusammenführung von Power Editor und Werbeanzeigenmanager an. Aber keine Sorge, für die Power Editor Nutzer unter euch ändert sich nichts und die Nutzer des Werbeanzeigenmanagers erhalten nun einfach mehr Möglichkeiten. Woran ihr euch zudem gewöhnen müsst, ist die Funktionen das alle Änderungen von euren Kampagnen als Entwürfe abgelegt werden und erst nach einer Bestätigung aktiv sind. Im Power Editor hat sich zudem noch eine Änderung der Bezeichnung der Gebote ergeben. Aus “automatisches Gebot” wurde “niedrigste Kosten” und aus “Manuelle Gebote” wurde “Lege Maximalgebot fest”.

Vor erst gehen in den meisten Werbekonten noch beide Varianten, also Power Editor und Werbeanzeigenmanager. Wann genau nur noch der „neue“ Werbeanzeigenmanager angeboten wird, ist noch unklar.

Insights to go

Mit „Insights to Go“ habt ihr nun immer die richtigen Zahlen für Facebook parat. Statistiken, gefiltert nach Region, Branche, saisonalen Aspekten und vieles mehr stehen euch hier zur Verfügung. Die Ergebnisse werden euch dann in sogenannten „Cards“ angezeigt. Diese könnt ihr direkt weiterleiten oder als Vorlage herunterladen.

Insights to go

Insights to go (Screenshot Facebook IQ)

Aktuell gibt es sehr viele Informationen zu den Themen Beauty und Weihnachten. Die Zahlen werden selbstverständlich immer auf den neusten Stand gebracht.

Neues Werbeformat: Lifestyle Template

Ähnlich wie eine Katalogseite können Werbetreibende wohl bald auf Facebook eine entsprechende Anzeige schalten. Bei dem neuen Werbeformat „Lifestyle Template“ können sich die Nutzer wie in einem Katalog umsehen und werden über den „Jetzt Kaufen“ Button direkt zum angezeigten Produkte auf der dazugehörigen Webseite geführt. Außerdem können Informationen wie der genaue Standort des Geschäftes hinterlegt werden.

Momentan befindet sich diese neue Funktion noch in einer Testphase und steht nur ausgewählten Unternehmen zur Verfügung. Laut einem Artikel der Onlinehändler News soll das neue Feature in den kommenden Monaten weltweit ausgerollt werden. Wir halten Euch auf dem Laufenden…

Pinterest

Nutzerzahlen

Auch wenn Pinterest im Vergleich zu Facebook oder Instagram noch ziemlich klein ist, wächst die Plattform unwahrscheinlich schnell. So wurden im September über 200 Millionen Nutzer pro Monat vermeldet. Das ist eine Steigerung von rund 40 Prozent innerhalb eines Jahres.

Pinterest Nutzerzahlen 2017

In Deutschland pinnen die Nutzer täglich 3,2 Millionen neue Ideen auf ihre Pinnwände. Außerdem wird Pinterest bei Männern immer beliebter. So steigen die Anmeldungen der männlichen Nutzer dreimal so schnell wie die der weiblichen.

Targeting Angebot ausgeweitet

Pinterest führt innerhalb des Pinterest Taste Graph mehr als 5.000 neue Targeting-Kategorien ein. Damit können Werbetreibende die Nutzer nun noch besser ansprechen. Mit dabei sind zum Beispiel die Optionen „Gesellschaftstanz“, „vegetarisches Barbecue“ oder „Diätpläne“. Erste Tests mit ausgewählten Werbetreibenden lieferten beeindruckende Ergebnisse: Durch dieses zielgenaue Targeting sollen laut Pinterest die Kosten pro Klick, kurz CPC, um bis zu ein Fünftel sinken. Die Click Through Rate (CTR) soll hingegen um mehr als 50 Prozent angestiegen sein.

Twitter

Neue Funktion: Tweetstorm

Ihr wollt einen längeren, zusammenhängenden Text auf Twitter posten? Das ist mit einer neuen und versteckten Funktion nun möglich. Bisher war dies nur durch die Absetzung eines Tweets möglich, auf den dann mehrfach selber geantwortet werden musste. Andere Nutzer konnten diesen Tweetstorm dann natürlich ganz leicht unterbrechen. Mit einer versteckten Funktion in der Android App könnt ihr nun automatisch mehrere Tweets auf einmal posten. Wo ihr diese Funktion findet, erfahrt ihr auf recode.net

Verdoppelung des Zeichenlimits

Kurzfassen und zum Punkt kommen – das 140 Zeichen Limit ist das Markenzeichen von Twitter. Und genau deshalb lieben eingefleischte Nutzer den Kurznachrichtendienst. Doch damit soll nun Schluß sein. Das US Unternehmen verkündete am Dienstag, dass das Zeichenlimit im Rahmen eines Testprojektes erweitert wird. Denn viele Nutzer seien frustriert, ihre Gedanken in 140 Zeichen packen zu müssen. Teilnehmer des Tests können jetzt Tweets mit doppelt so vielen Zeichen verfassen.

Während sich Twitter sicher ist, dass die Aufstockung des Zeichenlimits auf 280 Zeichen pro Tweet einen positiven Effekt auf die Plattform haben wird, sehen das viele Nutzer anders. Eine kleine Auswahl der Nutzerreaktionen haben wir hier für euch zusammengefasst.

Whatsapp

Whatsapp goes Business

Lange wurde spekuliert, im September war es dann so weit. Whatsapp bietet einen Business Dienst für Unternehmen an. So gibt es zurzeit ein Pilotprojekt mit einer Business App für kleine bis mittelgroße Unternehmen und eine Unternehmenslösung für Großunternehmen mit globaler Kundschaft. Verifizierte Accounts sind durch einen grünen Haken neben dem Kontaktnamen gekennzeichnet. Außerdem wird der Chatverlauf in gelb angezeigt und ist nicht löschbar. Diese Verifizierung steht allerdings momentan wenigen Unternehmen zur Verfügung.

Instagram

Neue Werbemöglichkeiten

Instagram bietet nun noch mehr Möglichkeiten für Werbetreibende. So können die von Facebook bekannten Canvas Ads in Instagram Stories genutzt werden.

Außerdem können Instagram Stories direkt in den Ad Manager hochgeladen werden. Dadurch habt ihr die Möglichkeit, Filter, Sticker oder die Rewind- und weitere Funktionen für eure Anzeigen zu nutzen. Auch bei der Platzierung seid ihr nun flexibler. So könnt ihr die Instagram Stories zu bestehenden Facebook Feed-, Instagram Feed-, In-Stream- und Audience Network-Kampagnen hinzufügen.

Test 4 Spalten Design

Wie immer wieder Nutzer in sozialen Netzwerken berichten, testet Instagram zurzeit eine veränderte Ansicht der Galerie. Aus den drei Spalten werden in einigen Profilen vier Spalten. Und das zum Leidwesen vieler. Denn Nutzer, die ihr Profil so gestaltet haben, dass durch die dreispaltige Gestaltung ein Gesamtbild entsteht, würden nach dem Rollout eines 4 Spalten Designs eine ziemlich zerhackte Ansicht ihres Instagram Kanals vorfinden. Von Instagram direkt gibt es dazu noch keine offizielle Aussage. Es bleibt also abzuwarten, ob es sich hier nur um einen Test handelt oder später ein Rollout für alle Accounts folgt.

Tool für Kennzeichnung ausgerollt

Nachdem das Landgericht Celle im August ein klares Urteil zum Thema Kennzeichnungspflicht gefällt hat, schafft Instagram nun mehr Transparenz für alle Nutzer. Kooperationen können jetzt ganz einfach gekennzeichnet werden.

Bezahlte Partnerschaft kennzeichnen

Ansicht einer bezahlten Partnerschaft auf Instagram (Quelle: Instagram)

In den Einstellung befindet sich die Funktion Branded Content. Hier können die Kooperationspartner markiert werden. Für die Nutzer ist dann die sogenannte „Bezahlte Partnerschaft“ sichtbar. Das Rollout ist bisher für alle verifizierten Accounts erfolgt. Als Partner können alle Unternehmen markiert werden.

Bessere Community Management Funktionen

Instagram bietet im Bereich Community Management nun mehr Möglichkeiten für Nutzer und Unternehmen. Unangemessene oder beleidigende Kommentar können ganz einfach gelöscht werden. In der Desktop Ansicht braucht ihr dafür nur auf das X hinter dem Kommentar klicken. Mobil wischt ihr den entsprechenden Kommentar von rechts nach links, dann auf den Mülleimer klicken und schon ist der Kommentar verschwunden. Außerdem könnt ihr Kommentare nun melden. Das Ganze funktioniert allerdings nur mobil und ähnlich wie das löschen. Allerdings klickt ihr hier nicht auf den Mülleimer, sondern auf das Stopp-Zeichen.

Automatische Filter für Instagram Kommentare

Quelle: Instagram

Weitere Neuerungen sind die Filter-Funktionen bei Kommentaren. So könnt ihr bei öffentlichen Profilen auswählen, welche Personen kommentieren können. Das Gute daran: geblockte Personen bekommen davon gar nichts mit. Denn sie sehen ihre eigenen Kommentare weiterhin, andere Nutzer allerdings nicht. Die zweite Möglichkeit ist, das Instagram beleidigend eingestufte Kommentare direkt herausfiltert. Oder als dritte Variante könnt ihr selber eine Liste mit unliebsamen Wörtern anlegen. Wenn diese dann in einem Kommentar Verwendung finden, wird dieser Kommentar automatisch gefiltert.

Stories mit Freunden teilen

Nun könnt ihr eure Instagram Stories nicht nur wie gewohnt posten, sondern auch direkt euren Freunden schicken. Aber auch Stories von anderen Nutzern könnt ihr so teilen.

Insta Stories mit Freunden teilen

Insta Stories mit Freunden teilen (Quelle: Instagram)

Es funktioniert ganz einfach: während ihr eine Story anseht, klickt ihr unten rechts auf das Direct-Symbol, wählt einen oder mehrere Freunde aus und schon bekommt der oder die eine private Nachricht von euch.

2 Millionen Werbetreibende

Instagram kann sich nicht nur über kontinuierlich wachsende Nutzerzahlen freuen. Denn auch immer mehr Werbetreibende entdecken die Möglichkeiten, die Instagram bietet. So vermeldet die Plattform im September zwei Millionen monatlich aktive Werbetreibende. Im März diesen Jahres war es gerade einmal eine Million. Diese Steigerung ist nicht verwunderlich, denn schließlich verfolgen 80 Prozent der Instagram Nutzer mindestens einem Unternehmen. Weltweit sind mittlerweile 400 Millionen Menschen täglich auf Instagram unterwegs.

Filter und Hilfestellung im Live Video

Ab sofort könnt ihr eure Live Videos mit Filtern noch kreativer gestalten. Klickt dafür einfach vor oder während der Live-Übertragung unten rechts auf das Gesichtssymbol und wählt einen Filter aus. Die Filter könnt ihr während eures Live Videos auch wechseln.

Instagram Filter für Live Videos

Filter im Live Video (Quelle: Instagram)

Außerdem könnt ihr Nutzer unterstützen, die sich mit Live Videos nicht so gut aus kennen. Wenn ihr Live Videos anschaut und merkt das es bei der Übertragung Probleme gibt, dann könnt ihr das Instagram melden. Instagram bietet demjenigen, der das Live Video schaltet, dann Hilfe an.

Snapchat

Aktuelle Nutzerzahlen für Deutschland

Auch von Snapchat gab es im September aktuelle Nutzerzahlen. Auf der Dmexco, Deutschlands größter Digitalmesse, hat die Deutschland-Chefin von Snapchat detaillierte Einblicke gegeben und einige interessante Zahlen präsentiert. Demnach nutzen in Deutschland 5 Millionen Menschen die Plattform täglich für eine halbe Stunde. Weltweit sind es 173 Millionen Nutzer. Außerdem sind zwei von fünf Snapchat Nutzern in Deutschland noch nicht volljährig. Gerade für Unternehmen mit einer jungen Zielgruppe ist Snapchat daher ein interessanter Werbekanal.

Eigene Geofilter erstellen

In Deutschland ist es nun möglich, einen eigenen Geofilter zu erstellen (und zu kaufen). Damit könnt ihr mit euren Freunden und weiteren Snapchat Nutzern gemeinsam Fotos- und Video Snaps an einem bestimmten Ort mit einem künstlerischen Filter versehen. Der Geofilter kann die Größe von bis zu 100 Fußballfelder abdecken. Er ist für ein paar Stunden bis hin zu mehreren Tagen sichtbar und ab einem Preis von 6,99 EUR zu haben.

Avatare virtuell platzieren

Snapchat wird noch virtueller. Denn ab sofort könnt ihr von euch einen Comic-Avatar erstellen und virtuell in der aufgenommenen Umgebung platzieren. Dieser fährt dann zum Beispiel Skateboard oder macht Yoga. Dafür erstellt ihr mit Bitmoji einen Avatar und weist diesen eurem Snapchat Account zu. Danach könnt ihr bei Snapchat die Umgebung mit der Rückkamera erfassen, eure Comicfigur einfügen und animieren. Probiert es aus und seid kreativ…

 

Das war es an dieser Stelle mit den News aus dem Monat September. Wenn Ihr Unterstützung bei euren Social Media Aktivitäten benötigt, freuen wir uns über eure Anfrage



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