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SEW – Negative SEO Weapons – eine Übersicht

  • Geschrieben von SEO-Küche am 14.08.2014

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negatives seo Morgen ist Mariä Himmelfahrt, deswegen heute ein ernstes Thema: negatives SEO. Damit könnten eure Rankings in die Hölle fahren.

Ok, der Vergleich ist schief, fangen wir einfach an:

Die Auswirkungen der Google Updates in den letzten Jahren hatten mindestens zwei Konsequenzen:

1. Es gibt weniger Spam in den Suchergebnissen und die Suchergebnisse sind allgemein „besser“ geworden. Besonders das Hummingbird Update hat für eine bessere Erkennung der Intention des Nutzers beigetragen.

2. Negatives SEO ist möglich geworden.

Beide Punkte hängen zusammen. Vor zehn Jahren konnte es noch gar kein negatives SEO geben, weil Google nur die reine Masse an Backlinks für das Ranking einer Webseite herangezogen hat. Aus heutiger Sicht „schlechte“ Backlinks waren nicht so schlecht für das Ranking (wenn der Anchor-Text einigermaßen passte). Mittlerweile ist aber nicht nur die Masse an Links, sondern auch deren Qualität für ein Ranking wichtig.

Deswegen ist es jetzt auch möglich, negatives SEO zu betreiben: In der Theorie verlinkt man von massiv vielen schlechten „Webkatalogen“ auf die Seite eines Konkurrenten. Mit wirklich bösen Anker-Texten. Der Google Algorithmus erkennt die „schlechten“ Backlinks, und straft die betreffende Seite entsprechend ab. So zumindest die Theorie.

Tatsächlich gibt es Fälle, in denen Webseiten durch „Verlinkungsattacken“ massiv an Sichtbarkeit verloren haben. Auch mehren sich die Stimmen von Webmastern, die behaupten, ein Opfer von negativem SEO geworden zu sein. Inwiefern das im Einzelfall stimmt, lässt sich schwer nachprüfen.

Möglichkeiten für negatives SEO

Es gibt aber einige dokumentierte Fälle negativen SEOs, sowie ein paar Selbstversuche von Rand Fishkin. Welche Möglichkeiten gibt es?

Ganz viele schlechte Links mit bösen Ankertexten auf die Konkurrenz verlinken lassen.

– Die Manipulation des Pagespeeds einer Seite. Das ist aber fast schon kein negatives SEO mehr, sondern ein Hack auf eine Webseite, oftmals mit Bots oder DDOS Attacken.

– Eine weitere Möglichkeit wäre die Manipulation der Auto-Suggest Funktion. Brent D. Payne hat Amazons Mechanikal Turk genutzt, um für 100 Dollar insgesamt 2000 Suchanfragen ausführen zu lassen. Aufgabe war es, eine bestimmtes Auto-Suggest auszuwählen. Nach 2000 Suchanfragen war dieses Auto-Suggest an der ersten Stelle. Eine ähnliche Taktik ließe sich theoretisch einsetzen, um dem Konkurrenten einen negativen Auto-Suggest Vorschlag unterzujubeln.

– Auch der Spam-Report von Google ließe sich nutzen, um der Konkurrenz kurzfristig zu schaden, ebenso wie gefälschte Bewertungen bei Google Places Einträgen.

Wer noch mehr Ideen oder Möglichkeiten für negatives SEO sieht, her damit!

Negatives SEO ist keine sinnvolle Strategie

Kommen wir noch einmal zur Theorie zurück: Würde sich die Intention von negativem SEO durchsetzen, wäre eine eskalierende Gewaltspirale unausweichlich: Jeder „beschießt“ die Konkurrenz mit einem Hagel aus schlechten Links. Natürlich bekommt man selber auch den ein oder anderen Treffer ab. Man müsste ständig den Pagespeed seiner Seite im Auge haben und den Traffic genau untersuchen, um DDOS Attacken frühzeitig zu erkennen. Ebenso wären massive Investitionen in die Sicherheit der eigenen Seite notwendig. Als Folge würden die Suchergebnisse und die Rankings keine Aussage mehr über die Qualität der Webseiten treffen können. Nur über die Qualität ihrer SEW (Negative-SEO-Weapons). Damit sind wir in einer Lose-Lose-Lose-Sitation: Der Nutzer bekommt weniger gute Suchergebnisse, Unternehmen haben es schwerer, in den SERPs zu ranken und Google mag das auch nicht sehr gefallen, weil sein (derzeitiges) Geschäftsmodell bedroht werden würde.

Vermutlich wird genau deswegen negatives SEO nicht großflächig eingesetzt werden – es wäre eine Perversion der Kernkompetenzen des Online Marketings. Und tatsächlich bewegen sich die vermeintlichen Fälle von negativen SEO im Promillebereich.

Einwände? Weitere Möglichkeiten für negatives SEO?

Kommentare

Ullrich Bemmann

Ich habe jetzt bei einem Kunden in den Webmaster Tools eine große Anzahl an Links auf seine Website gefunden, die vor allem mit “adult”-Texten verlinkt waren. Vermutlich hat da jemand ein kleines Programm gebastelt, dass Seiten mit unkontrollierten Kommentarfunktionen sucht und dort einen spammigen Kommentarlink hinterlässt.
Einerseits stört das zwar sicher die Gesamt-Performance der Seite, allerdings wäre es viel kritischer, wenn der Angreifer anstelle seiner pubertären Linktexte echte Keywords benutzt hätte, da Google so einen sprunghaften Anstieg von “harten” Keyword-Links gemessen und die Seite abgestraft hätte.

Welchen Effekt die Spam-Links hatten, werden wir sehen, wenn das Disavow-Tool von Google greift. Ich denke, der Sprung in die Top Ten lässt sich auch mit unpassenden Linktexten verhindern…

Theoretisch ist auch die Abwertung aller guten Links der Konkurrenz mit Hilfe des Google Disavow Tool möglich. Vorausgesetzt man hat den Zugang zum Google Konto.


Hast du eine Frage oder Meinung zum Artikel? Schreib uns gerne etwas in die Kommentare.

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