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Plausch in der Küche – Daniel Guechida über EyeQuant

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Heute dürfen wir Daniel Guechida von EyeQuant.com begrüßen!

Daniel Guechida Daniel Guechida hat seine beruflichen Wurzeln in einem amerikanischen Großunternehmen. Die dort erlernte Handlungsschnelligkeit und Entscheidungsfreude konnte er anschliessend in verschiedenen, kundenorientierten Vertriebs- und Marketing-Positionen anwenden. Vor EyeQuant zeichnete Daniel verantwortlich für den internationalen Vertrieb bei einem der größten Sportartikelversender Europas. In dieser Funktion kam er zum ersten mal mit EyeQuant in Berührung. Seit Oktober 2013 ist er zuständig für den deutschsprachigen Raum und kümmert sich um die Belange der Klienten, die Entwicklung des DACH Marktes und ein größeres Bewusstsein für Neuromarketing.

Können Sie kurz erklären, um was es sich bei EyeQuant handelt und wie das System funktioniert?

EyeQuant ist eine Software Lösung, die online innerhalb von Sekunden analysiert, wie Designs (Screenshots, oder Live URLs) von einem Besucher wahrgenommen werden, wie die Aufmerksamkeit verteilt ist und ob die Seite als klar oder chaotisch gesehen wird. Auf Basis dieser Erkenntnisse können Design- und Optimierungsteams blitzschnell und iterativ Designs und Strategien formen und verbessern. Das Programm basiert auf Forschungsarbeiten an der Universität Osnabrück und der Caltech.

Angenommen ich misstraue der Funktionsweise von EyeQuant, weil ich einer algorithmischen Analyse einer Webseite nicht zutraue, das Erlebnis eines echten Menschen zu imitieren: Wie entkräften Sie mein Misstrauen?

Unser Ansatz stellt sich nicht gegen das Konzept der Individualität oder versucht, einen Designer oder UX Architekten zu ersetzen. Wir sehen EyeQuant als Ergänzung zu dem, was wir mittels Intuition und in Designarbeit einfliessen lassen. Unser Algorithmus basiert auf der Forschungsarbeit einiger der bekanntesten Hirnforscher weltweit (Prof. Christof Koch, Prof. Dr. Peter König und Prof. Laurent Itti) und wurde an den renommiertesten Universitäten entwickelt. Das Tool ist eine Möglichkeit, Entscheidungen mit datengetriebenen und statistisch validen Ergebnissen zu erleichtern und zu unterstützen. Die einfachste Methode Misstrauen zu entkräften, ist dabei sicher die Gegenüberstellung von Eye Tracking Ergebnissen und der entsprechenden EyeQuant Vorhersage. Unter Berücksichtigung der im Vergleich zu einer empirischen Studie minimalen Kosten und dem geringen Zeitaufwand, sind die Ergebnisse schlicht und ergreifend überwältigend. Jeder ist herzlich eingeladen, sich unter www.eyequant.de einen kostenfreien Demo-Zugang einzurichten und sich selbst zu überzeugen.

Was hat Neuromarketing mit Conversion Rate Optimierung und Eyequant zu tun?

Die Aufmerksamkeits-Spanne der Nutzer ist begrenzt und schrumpft durch immer neue Anbieter und Plattformen stetig weiter. Vor einigen Jahren hatten Webseiten und Werbedesigns noch sehr viel mehr Zeit, einen Kunden zu überzeugen. Heute bleiben nur wenige Sekunden, um die wichtigsten Inhalte zu vermitteln – danach wechselt der Kunde zu einem Konkurrenten. Gnadenlos. Deshalb ist es umso wichtiger, gezielt und präzise zu informieren. Wenn die vom Kunden gesuchte Information (Beispiel: Versandkosten) nicht unmittelbar zu sehen ist, hat er bereits zehn andere Tabs mit ähnlichen Angeboten offen. Neuromarketing hilft in zweierlei Hinsicht: Zum einen, um das Verhalten eines Besuchers zu verstehen, zum anderen, um den Besucher bewusst dorthin zu lenken, wo er landen soll (Conversion). Um Einfluss auf diesen Prozess nehmen zu können, sind Tools, die Einblicke vermitteln, unverzichtbar. EyeQuant erlaubt es uns, Designs auf Basis statistischer, daten-orientierter Ergebnisse zu ändern und streicht das Rätselraten und vage Bauchentscheidungen, ohne dabei einen guten Designer oder UX Architekten zu ersetzen.

Sehen Sie im deutschen Markt Vorurteile gegenüber CRO und Neuromarketing? Und wenn ja, woran könnte das liegen? Und vor allem: Wie könnte man diese Vorurteile abbauen?

Wir sind in Deutschland in vielen Bereichen Marktführer, wenn es um Innovationen geht. Gleichzeitig sind wir relativ träge, wenn es um die Anwendung neuer Technologien geht. Neuromarketing hat in den englischsprachigen Ländern einen deutlich höheren Stellenwert und ist bereits länger etabliert. Der Grund für die Zurückhaltung im deutschsprachigen Raum ist das Misstrauen gegenüber neuen Möglichkeiten. Die vielgerühmte „Deutsche Qualität” beruht auf der Verwendung bereits erprobter und sicherer Systeme und Komponenten und weniger auf der Findung neuer Lösungswege. Im Bereich eCommerce sehe ich hier das Problem, dass internationale Anbieter innerhalb kürzester Zeit Ihre Produkte für den deutschsprachigen Raum anbieten können (und das teilweise bereits tun). Diese sind bereits optimiert und bieten dem Nutzer ein besseres Erlebnis. Wir müssen in Deutschland etwas offener und flexibler werden, was diese Thematik angeht. Conversion Rate Optimierung, A/B Tests, Usability Tests und alle existierenden Möglichkeiten sollten ausgeschöpft werden, sonst werden andere erfolgreich im Netz werben und verkaufen. Jahrelange Erfahrung mit Neuromarketing und den entsprechenden Tools werden wir nicht in zwei Wochen nachholen. Die Zurückhaltung bei der Investition in Hilfsmittel wird auf lange Sicht den Verlust von Kundenpotential bedeuten und uns teuer zu stehen kommen.

Herr Guechida, vielen Dank für das Interview!

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