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Unser Ausblick:

Instagram hat im vergangenen Jahr ein rasantes Wachstum hingelegt. Waren es im Sommer 2016 noch 500 Millionen Nutzer, vermeldete Instagram 2017 schon 800 Millionen Nutzer. Allein in Deutschland nutzen mittlerweile über 15 Millionen Personen monatlich die Plattform. Instagram boomt also, was unter anderem an den technischen Updates und Entwicklungen im vergangenen Jahr liegt. Diese bieten Nutzern und Werbetreibenden tolle, neue Möglichkeiten (mehr dazu regelmäßig in unseren Social Media Rückblicken).

 

Im April 2017 knackte Instagram die 700 Millionen Nutzer Marke.

Damit ihr dieses Jahr auf Instagram so richtig durchstarten könnt, haben wir uns ein wenig umgesehen, welche Instagram Trends euch dieses Jahr erwarten!

1. Bye, bye Bots

Bots sind Softwareroboter, die in sozialen Medien liken, folgen und kommentieren und von sogenannten Fake Accounts aus agieren. Sie werden zum Beispiel bei bestimmten Hashtags aktiv. Sicherlich sind euch schon mal diese 0-8-15 Kommentare begegnet („dope!“, „nice pic“) – das sind meistens Bots.  Diese haben einen ziemlich schlechten Ruf, da sie immer wieder in die Kritik geraten, Quelle für Fake News und Manipulation zu sein. Auf Instagram werden sie oft eingesetzt, um Engagement zu simulieren und dadurch Follower zu gewinnen.

Deshalb hat Instagram den Bots auch den Kampf angesagt! So wurde die Automatisierungs-App Instagress vom Markt genommen. Und auch die Verwendung jeglicher Drittanbieter Apps, die auf den Account zugreifen, wird seitens Instagram mit einer geringeren Reichweite  abgestraft. Somit möchte Instagram Spam reduzieren. Wer sich 2018 also über sinkendes Engagement wundert: Das ist unter anderem den reduzierten Bots geschuldet. Dafür habt ihr jetzt wieder mehr echte Reaktionen!

2. Mehr Stories, bitte!

Das letzte Jahr hat gezeigt, dass die im August 2016 eingeführten Instagram Stories von den Nutzern fleißig genutzt werden. Jeden Tag nutzen 250 Millionen Menschen weltweit Instagram Stories. Mehr als die Hälfte der auf INstagram aktiven Unternehmen hat schon mal eine Story veröffentlicht.

Stories sind vor allem deshalb beliebt, weil sich damit Geschichten viel aktueller, kreativer und „echter“ erzählen lassen als im sauber aufgeräumten Feed. Auch Instagram selbst misst den Stories immer mehr Bedeutung bei, was sich an den zahlreichen neuen Features zeigt, die 2017 und Anfang 2018 ausgerollt wurden. Zu den wichtigsten Entwicklungen zählen die Story Highlights im Profil. Damit lassen sich wichtige Stories prominent platzieren und unterliegen keiner zeitlichen Begrenzung. Eine ähnliche Entwicklung ist auch bei der InstaLive Funktion zu erwarten. Denn hier kann nichts gestellt und gefaked werden, was den Inhalten Echtheit verleiht und Vertrauen schafft. Außerdem bekommt ihr unmittelbare Reaktionen. Die Möglichkeit gemeinsamen Live zu streamen lenkt den Fokus auf gemeinsame Interaktion. Wer dieses Jahr also verstärkt auf spannende (Live-)Stories setzt, macht alles richtig!

3. Gemeinsam stark mit Engagement Gruppen

Nach der Umstellung des Instagram Algorithmus im letzten Jahr klagten viele Nutzer über sinkende Reichweiten und weniger Engagement. Der Hintergrund: Der neue Algorithmus zeigt Inhalte im Newsfeed nicht mehr chronologisch an, sondern nach Relevanz. Relevante Beiträge – also solche, die in kurzer Zeit nach der Veröffentlichung viel geliked und kommentiert werden – erscheinen im Newsfeed weiter oben. Die Reichweite wird also nur eingeschränkt, wenn man es nicht schafft, relevante Beiträge zu posten bzw. zu Interaktion anzuregen.

Um diese Schwierigkeit zu umgehen, schließen sich immer mehr Nutzer zu „Engagement Gruppen“ zusammen. Meist geben sich die Mitglieder dabei über eine Messenger App Bescheid, wenn sie neue Inhalte posten. Anschließend liken und kommentieren die Mitglieder schnell diese Beiträge, um künstlich Relevanz durch Engagement zu schaffen. Deshalb werden diese Gruppen auch die neuen Bots genannt.

Engagement Gruppen sind nur dann zu empfehlen, wenn die Mitglieder in ähnlichen Themenfeldern aktiv sind. Dabei sollte man im Hinterkopf behalten, dass Instagram diese künstlich geschaffenen Interaktionen abstrafen kann.

4. Hashtags Reloaded

Hashtags waren schon immer eine Wissenschaft für sich. Doch seit der Umstellung des Algorithmus scheinen die in den letzten Jahren aufgestellten Regeln nicht mehr so ganz zu funktionieren. Noch vor ein, zwei Jahren galten möglichst viele Hashtags als unabdingbar für viel Reichweite. Heute deutet alles darauf hin, dass die Relevanz immer wichtiger für die Reichweite wird. Dennoch sind Hashtags vor allem am Anfang hilfreich, um kleinen Accounts mehr Sichtbarkeit zu verleihen und die richtige Zielgruppe zu erreichen.

Laut einer aktuellen Untersuchung von Simply Measured steigt die Interaktionsrate bei der Verwendung eines einzigen relevanten Hashtags immerhin um 12,6 Prozent. Der Trend geht allerdings dahin, dass man lieber weniger zielgruppengerechte Hashtags mit einem mittleren Suchvolumen (hohe fünfstellige Zahl bis mittlere sechsstellige Zahl) verwenden sollte. Von allgemeinen Hashtags mit einem sehr hohen Suchvolumen ist eher abzuraten, da die Beiträge sehr schnell in der Bilderflut untergehen können, weil ein starker Konkurrenzdruck herrscht. Ziel ist es aber, bei der Hashtag-Suche in die „beliebtesten Beiträge“ zu kommen. Dies kann man nur erreichen, wenn man die Konkurrenz mit äußerst relevanten Postings übertrumpft.

Bei den Stories verhält es sich übrigens anders. Hier sind allgemeine Hashtags zu empfehlen. Denn die Konkurrenz ist noch nicht so hoch. Außerdem habt ihr die Chance von den Hashtag Stories gefeatured zu werden und so euren Content einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

5. Kooperationen mit Micro Influencern

Es gibt den Spruch „Immer wenn man das Wort Influencer sagt, stirbt ein Einhorn.“ Diese Aussage passt ganz gut zum aktuellen Image erfolgreicher Influencer, die immer öfter mal in die Kritik geraten, da sie – lapidar gesagt – für ein paar schöne Fotos zu viel verlangen. In letzter Zeit häuften sich die News von Influencern, deren Kooperationsanfragen öffentlich abgelehnt wurden. Dennoch sind die „Einflussnehmer“ immer noch ein hilfreiches Werkzeug für Unternehmen, um neue Zielgruppen zu erschließen. Denn die persönlichen Empfehlungen funktionieren vor allem bei der Generation-Z oft besser als klassische Werbemittel.

Tendenziell werden immer mehr Kooperationen mit Micro Influencern geschlossen. Diese zeichnen sich durch eine Followerzahl im drei- bis vierstelligen Bereich aus. Der Vorteil ist, dass Micro Influencer sich meist mit einer kleineren Gage zufriedengeben. Außerdem haben sie meist eine treue, sehr aktive Followerschaft, über die sich eine genaue Zielgruppe definieren lässt (Stichwort: Weniger Streuverluste). Wenn ihr euch 2018 also an Influencer Kooperationen herantasten möchtet, empfehlen wir euch nach passenden Micro Influencern Ausschau zu halten!

 6. Cuuuute Content – Oder: Die Alpakas sind los!

Guter Content ist (neben guten Ads) King im Social Web! Vor allem, wenn es einer ist, den auf einmal alle Welt toll findet, so wie die Trend Tiere des Jahres. Letztes Jahr haben es definitiv die Einhörner in diese Kategorie geschafft, davor waren es Flamingos, Faultiere und Füchse. Dieses Jahr stehen besonders flauschige Gesellen im Verdacht, zu den Trend Tieren 2018 zu werden: Die Alpakas! Die fluffigen Kameltiere stammen aus Südamerika und scheinen immer zu lächeln, weshalb sie auch besonders sympathisch wirken. Alpaka-Motive befinden sich bereits auf Tassen, Babystramplern & Co. Und im Laufe des Jahres soll sogar ein Alpaka Emoji eingeführt werden. Wer also dieses Jahr auf den Alpaka-Zug aufspringt, kann sich (sofern zum Unternehmen passend) sicherlich viel Interaktion und dahinschmelzende Follower erhoffen!

7. Blick in die Glaskugel

Welche neuen Instagram Trends uns 2018 außerdem erwarten, steht noch in den Sternen. Doch ein Blick in die Glaskugel lässt noch ein paar vage Vermutungen zu, was sich am Instagram Horizont dieses Jahr noch so tun könnte. So wurde beispielsweise in den USA der Test der „Shoppable Posts“ erfolgreich abgeschlossen und diese wurden bereits eingeführt. Einem Rollout in Europa steht eigentlich nichts mehr im Wege. Vielleicht können wir also im Laufe des Jahres direkt über Instagram Produkte kaufen, die auf Fotos von Influencern und Bloggern zu sehen sind. Eine weitere Vermutung ist, dass Instagram die organische Reichweite auch bei Instagram zukünftig einschränken könnte, um seine Werbeeinnahmen zu steigern. Gleichzeitig könnte die Anzeigenschaltung für Werbetreibende teurer werden, da immer mehr Unternehmen Instagram nutzen und es nur beschränkte Werbeplätze gibt.

Lange gewünscht und von der Fachwelt beim Release sehr gefeiert, ist außerdem die Öffnung der Instagram-API. Endlich können einzelne Posts vorgeplant werden. Aktuell scheint Instagram zudem eine Funktion zum Reposting zu testen.

Es bleibt spannend, welche Rollouts Instagram dieses Jahr noch geplant hat und ob unsere Vermutungen sich auch bestätigen werden. Wir halten euch mit unserem monatlichen Social Media Rückblick natürlich immer auf dem Laufenden!

Fazit

Die Trends, die sich bereits für 2018 abzeichnen, zeigen, dass authentische, relevante und aktuelle Inhalte wieder mehr in den Fokus rücken. Instagram Stories sind hierfür das ideale Werkzeug. Automatisierte Interaktionen, die etwa durch Bots gesteuert werden, sind hoffentlich bald Schnee von gestern. Umso wichtiger scheinen dafür Interaktionen zu werden, die auf echtem Interesse beruhen. Wer diese Prognose unterstützt, sollte auf organischer Ebene lieber auf zielgruppengerechten Content (bzw. passende Hashtags) und die Zusammenarbeit mit glaubhaften Micro Influencern setzen. Denn was bringt eine hohe Reichweite, wenn die Streuverluste riesig sind. Zusätzlich könnt ihr – neben der Schaltung von Anzeigen – mit einer Engagement Gruppe versuchen, euer Engagement ein bisschen zu pushen. Und was das Trend-Thema angeht: Alpakas sind die neuen Einhörner!

 

 

Quellen:

https://t3n.de/news/social-media-trends-2018-877054/
https://onlinemarketing.de/news/instagram-trends-2018
https://onlinemarketing.de/news/instagram-hashtag-guide-2018
https://simplymeasured.com/#sm.00046qsuh18n9cxlstv2crbigjfsj
http://www.bento.de/gadgets/neue-emojis-2018-rothaarige-skateboard-superhelden-glatze-alpakas-2081563/
https://www.stern.de/neon/feierabend/freundlich-und-flauschig–alpakas-sind-die-trend-tiere-2018–7779550.html
http://www.thomashutter.com/index.php/2018/02/instagram-carousel-ads-in-stories-gehen-in-die-testphase/
https://blog.socialhub.io/instagram-fuer-unternehmen/
https://allfacebook.de/instagram/instagram-nutzer-deutschland
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/social-bots.html
https://blog.hootsuite.com/de/instagram-bots-im-selbstversuch/
https://allfacebook.de/zahlen_fakten/state-of-facebook
https://techcrunch.com/2018/02/07/instagram-reshare/

 

Titelbild © Daniel Berkmann / Fotolia

Beitragsbild © Oleg and Polly / Fotolia



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Kommentare


Michelle Sachse 24. Februar 2018 um 13:42

Hallo :) Danke für den tollen Blogpost!
Wie sieht es aus mit Apps wie Follower Insights? Also wo man sehen kann wer einem folgt und wer nicht?
Schränken die die Reichweite auch ein?

Liebe Grüße,
Michelle

Antworten

Janina Gurlitt

Janina 15. März 2018 um 11:25

Hallo liebe Michelle,
wir freuen uns, dass dir unser Blogbeitrag gefällt. Von Drittanbieter Apps wie Follower Insights raten wir Dir generell ab. Instagram geht seit letztem Jahr verstärkt gegen Drittanbieter Tools vor und die Nutzung ist in vielen Fällen laut Instagram Richtlinien sogar verboten. Wenn du solche Tools benutzt, läufst du Gefahr, dass du als "Spammer" eingestuft wirst und dein Profil im schlimmsten Fall gesperrt wird. Wenn du Statistiken zu deinem Profil haben möchtest, empfehlen wir dir, einen Business Account zu nutzen.

Alles Liebe,
Janina

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