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Hinter dem Vorhang des Browsers: Neue KI-Funktionen in Google Chrome

  • antje stensel


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Google spendiert seinem Browser Chrome eines der größten Updates der letzten Jahre mit zahlreichen neuen KI-Funktionen. Ziel ist es, das Surfen im Netz sicherer, komfortabler und effizienter zu machen. Die Integration der KI-Technologie Gemini steht dabei im Mittelpunkt. Sie soll Chrome helfen, Inhalte besser zu verstehen, komplexe Informationen zusammenzufassen und Nutzer aktiv zu unterstützen – natürlich mit Fokus auf Datenschutz und Sicherheit.

Wir zeigen dir die spannendsten neuen Funktionen im Überblick.

1. Gemini in Chrome: KI-Unterstützung direkt im Browser

Gemini kann Inhalte von Webseiten zusammenfassen und verständlich darstellen. Zunächst ist die Funktion in den USA (englisch, für Mac und Windows) verfügbar. Weitere Länder und Geräte, etwa Android und später iOS, sollen bald folgen.

Gemini in Chrome: KI-Unterstützung direkt im Browser, um Fragen zu beantworten und Inhalte zusammenzufassen

2. Agentisches Surfen: Chrome übernimmt Aufgaben

Google arbeitet an einer Funktion, mit der Chrome selbstständig einfache Aufgaben übernehmen kann, zum Beispiel Friseurtermine buchen oder regelmäßige Online-Bestellungen durchführen. Nutzer behalten dabei jederzeit die Kontrolle und können die Automatisierungen stoppen.

3. Mehr Überblick bei vielen Tabs

Bei zahlreichen geöffneten Tabs sorgt Gemini für Ordnung. Inhalte verschiedener Webseiten können zusammengefasst oder miteinander verglichen werden, beispielsweise zur Planung einer Reise oder eines Projekts.

4. Besuchte Webseiten leichter wiederfinden

Bald soll es möglich sein, nach Seiten zu suchen, ohne sich an den genauen Namen zu erinnern. Eine einfache Eingabe wie „die Seite mit dem Walnussschreibtisch von letzter Woche“ reicht dann aus, um fündig zu werden.

5. Google-Apps direkt in Chrome nutzen

Chrome ermöglicht künftig die direkte Nutzung beliebter Google-Apps wie Kalender, YouTube oder Maps, ohne den Tab zu wechseln. Sogar bestimmte Videoausschnitte lassen sich per KI gezielt ansteuern.

6. KI-Modus in der Adressleiste

Über die sogenannte „Omnibox“ können bald komplexe Fragen gestellt werden. Chrome liefert daraufhin KI-gestützte Antworten und erlaubt es, tiefer in ein Thema einzusteigen. Der Rollout startet zunächst in den USA und auf Englisch.

7. Fragen direkt zur aktuellen Webseite stellen

Nutzer können künftig aus der Adressleiste heraus Fragen zum Inhalt der aktuell geöffneten Seite stellen. Chrome zeigt daraufhin eine AI-Übersicht im Seitenpanel mit zusätzlichen Informationen und weiterführenden Fragen.

8. Verbesserter Schutz vor Betrugsseiten dank Gemini Nano

Die erweiterte „Safe Browsing Enhanced Protection“ erkennt betrügerische Webseiten noch zuverlässiger, etwa solche mit gefälschten Virenwarnungen oder Gewinnspielen. Gemini Nano hilft, diese Bedrohungen frühzeitig zu identifizieren.

9. Weniger störende Benachrichtigungen

Chrome erkennt und reduziert unerwünschte Website-Benachrichtigungen. Auf Android konnten so bereits Milliarden störender Meldungen pro Tag blockiert werden. Auch bei Berechtigungsanfragen lernt der Browser, wann Nutzer nicht gestört werden wollen.

10. Kompromittierte Passwörter mit einem Klick ändern

Chrome informiert schon heute über gehackte Passwörter. Neu ist: Bei teilnehmenden Seiten wie Coursera, Spotify oder H&M lassen sich kompromittierte Passwörter künftig direkt per Klick ändern, ohne Umwege.

Chrome wird zum smarten Assistenten

Mit den neuen KI-Funktionen entwickelt sich Chrome vom klassischen Browser zum intelligenten Begleiter im Netz. Nutzer profitieren von mehr Komfort, Sicherheit und Übersicht. Auch wenn viele Features zunächst in den USA starten, ist eine weltweite Einführung geplant – es dürfte also nicht mehr lange dauern, bis auch deutsche Nutzer in den Genuss der neuen Funktionen kommen.

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