Skip to main content

Der Internet-Gigant reagiert auf die Kartellstrafe

Google Shopping soll in Kürze eine eigenständige Plattform werden. Dies ist die direkte Reaktion auf die Kartellstrafe der EU seitens Google. Die EU-Kommission kritisierte, dass Google seine Marktposition ausnutze, um seine Nutzer auf seine eigene Plattform Google Shopping zu leiten. Die neue Plattform soll nun im direkten und fairen Wettbewerb mit anderen Preisvergleich-Anbietern, wie z.B. idealo.de, Geizhals.de oder Billiger.de, stehen und mit diesen um die Anzeigen konkurrieren. Google reagiert hier pünktlich, da die Frist der EU-Kommission für eine Reaktion am heutigen Donnerstag ausläuft. Aus diesem Grund werden die Änderungen zunächst wohl auch nur in Europa wirksam.

 

Schon jetzt sind erste Änderungen bei Google Shopping sichtbar.

Erste Anpassungen sind schon vorgenommen, seit kurzem wird in den Suchergebnissen bei Shopping-Anfragen unter dem eigentlichen Online-Shop der Vermerk „Von Google“ gezeigt. Hier könnten zukünftig auch andere Anbieter auftauchen. Diese Konkurrenten müssen dann wahrscheinlich über ein Gebotsverfahren auf diese attraktiven Positionen bieten – in Konkurrenz zum, dann eigenständigen, Anbieter Google Shopping. Dieser soll zwar weiterhin Teil der Google Mutterfirma Alphabet sein, dennoch aber eigenständig arbeiten. Die Auflage ist, dass Google Shopping profitabel arbeiten muss und darf nicht einfach Anzeigen schalten, die es sich eigentlich nicht leisten kann.

Mehr Wettbewerb für Preisvergleich-Anbieter?

Die übrigen Preisvergleich-Anbieter haben so theoretisch die Möglichkeit Traffic zurückzugewinnen, denn vorher hatte Google Ihr Angebot schon bei den Suchergebnissen praktisch zumindest teilweise obsolet gemacht.

Offen bleibt jedoch die Frage, wie die Anbieter das Geld erwirtschaften, um in den Google Shopping Anzeigen aufzutauchen? Derzeit wird dies über die Klicks auf die Produkte innerhalb der eigenen Preissuchmaschine realisiert, doch hiervor müsste dann zukünftig auch Geld an Google gehen.

 

In diesen Suchergebnissen könnte bald Google Shopping auftauchen.

Weiterhin wird die neue, selbstständige Google Shopping Plattform in direkte Konkurrenz zu den etablierten Preisvergleich-Anbieter stehen. Und das SEO-Know-how ist dort zweifellos vorhanden, um auch in der organischen Suche Top-Rankings zu erzielen.

Viele Fragen bleiben zunächst offen

Es bleibt also spannend, denn auch ein vollkommen neues Abrechnungssystem ist denkbar. Möglich ist auch ein extremer Preiskampf um die Anzeigen, aus dem einige Wettbewerber früher oder später aussteigen. Wäre dann alles beim Alten?

Wie sich das Ganze auf den Kampf um die Vorherrschaft im Online-Shopping zwischen Amazon und Google auswirken wird ist offen. Wir behalten die Entwicklung jedenfalls im Auge.

 

Titelbild © Markus Mainka / Fotolia



Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*