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Google glass occhiali interattiviGoogle Glass – die Brille, um die Google seit Jahren viel Aufhebens macht. Die laut Technologieenthusiasten auf der selben revolutionären Stufe steht, wie das IPad oder das Iphone.

Grund genug, das einmal näher zu untersuchen.

 

Das Konzept

Das Konzept hinter Google Glass ist „Augmented Reality“, welches strikt zu trennen ist von „Virtual Reality“. Letzteres bezeichnet eine virtuelle Realität, in der man mithilfe verschiedenste Gadgets wie speziellen Handschuhen oder neuerdings mit der Datenbrille Oculus Rift eintaucht und in dieser interagiert. Zu Ende gedacht, landen wir bei dem philosophischen Gedankenspiel „Gehirn im Tank“ und dem Film Matrix. Schließlich verschwinden die Grenzen zwischen „virtueller Realität“ und „Realität“, da unser Gehirn irgendwie auch nur ein besseres Oculus Rift ist.

Augmented Reality hingegen bezeichnet die Erweiterung der Wahrnehmung der normalen Realität durch Technologie. Die Kartografie ist eine sehr rudimentäre Art der Augmented Reality – anstatt sich auf den doch sehr beschränkten Horizont der eigenen sinnlichen Wahrnehmung zu verlassen, hat man mit einer Karte erweiterte Informationen über die Umwelt. Als 1854 der Arzt John Snow auf einer Karte die in London auftretenden Cholerafälle einzeichnete, entdeckte er ein klares Muster: Die ersten Cholerafälle traten alle um eine Wasserpumpe herum auf. Diese war auch tatsächlich der Ursprung der Epidemie.

In der Regel fallen die obigen Beispiele nicht unter eine strenge Definiton von Augmented Reality, da ein interaktives Element fehlt.

Das gibt es bei Google Glass, beispielsweise durch den Sprachbefehl „Ok Glass“, mit der die Software gestartet wird oder durch die Videoaufnahmefunktion, die kontrovers diskutiert wird. Aufgrund dieser Funktion ist Google Glass in einigen Ländern verboten, da eine solche Kamera zu Verletzungen des Datenschutzes führen kann. Allerdings gibt es schon den einen mit Google Glass gedrehten Pornofilm (der Link führt nicht zum Film!). Was Augmented Reality so spannend macht, ist die Anreicherung des Gesehenen mit Informationen: sehe ich ein Gebäude, kann mir Google Glass theoretisch Daten zu diesem Gebäude direkt auf das Glas projizieren. Das selbe gilt theoretisch auch für Personen: erkennt Google Glass ein Gesichts, kann ich direkt eine Google Bildersuche machen.

Allerdings ist trotz der immensen PR-Aktionen die Datenbrille noch nicht wirklich beliebt. Eine Umfrage zeigt, dass die meisten Menschen die Brille nicht wegen Problemen mit der Privatsphäre oder dem Preis nicht kaufen würden – sondern weil sie schlicht und einfach nicht daran interessiert sind.

Nun gut, ich bin mir sicher, solche Ergebnisse gab es auch bei der Einführung des Automobils.

Immerhin gibt es schon ein neues Design der Brille, das wohl dem Hipster-Trend folgen soll:

google glass

 

Das Patent findet ihr hier: Patent No.: US D710,928 S

Die Kamera ist nicht mehr sichtbar, die Hardware so gut versteckt, dass sie fast nicht erkennbar ist.

Wieso Google Glass sich nicht durchsetzen wird

Trotzdem wird auch diese Brille meiner Ansicht nach nicht ankommen. Es ist einfach nicht normal mit einer Brille rumzulaufen, wenn man keine benötigt.

Wirklich interessant wird es, wenn die Technologie in Kontaktlinsen eingebaut wird. Achso, das gibt es auch schon. Wie das in der Realität aussehen könnte, hat die Miniserie „Black Mirror“ in der der ersten Staffel, dritte Folge, „The Entire History Of You“ durchgespielt:

 

[youtube id=“RRNYmFrfbCg“ width=“600″ height=“350″]

 

Wer kann, sollte sich diese Serie unbedingt anschauen, absolut empfehlenswert!

Wieso Google Glass sich durchsetzen wird – Update vom 3.11.2014

Wie der googlewatchblog berichtet, besitzt Google ein Patent für einen Mini-Projektor, der es ermöglicht, Inhalte auf dem Display der Datenbrille, auf eine geeignete Oberfläche zu projizieren. Das wäre ein Upgrade erster Güte: Statt der reinen Ego-Bezogenheit der Datenbrille, sorgt diese Funktion für eine soziale Komponente. Und wie wir alle wissen, setzen sich digitale Technologien dann am besten durch, wenn man im Multiplayer agieren kann. Niemand will eine Brille abnehmen und einem anderen aufsetzen, wenn man eine teilenswerte Information gefunden hat. Die Information auf eine Oberfläche zu projizieren, damit diese jeder Anwesende mitbekommt, ist offensichtlich praktischer.

Star Wars

Der Mini-Projektor kann zwar noch keine 3D-Darstellung wie in Star Wars, es ist aber nur eine Frage der Zeit bis diese Technologie massentauglich ist. Mit einer 2D-Projektion wird Google Glass von einer Spielerei, zu einem sinnvollen und nachgefragten Gadget werden, welches sogar das Potential hat, das Smartphone zu ersetzen.

Was haltet ihr von Google Glass? PR-Gag, die Zukunft oder eine Sackgasse?

 

 



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Kommentare


News der Woche – SEO Küche 18. Mai 2016 um 9:04

[…] Objekte auf das Smartphone gesendet. Dies ist sicherlich kein so radikaler Schritt in Richtung Augmented Reality wie es Google Glass bietet, aber gerade deswegen könnte Baidu Eye das „bessere“ Google Glass […]

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