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Fehler “404”, die schwarzen Löcher einer Domäne

  • Geschrieben von SEO-Küche am 29.10.2013

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Jeder kennt das Problem: Die eigene Domäne wächst, URL’s werden umgestellt und veraltete Seiten werden entfernt. Schnell passiert es, dass eine verlinkte Seite nun nicht mehr vorhanden ist und es entsteht ein sogenannter 404 Fehler.

Was ist ein 404 Fehler?
Sie entstehen immer dann, wenn ein Link auf eine Seite zeigt, die nicht mehr existiert. Das Problem ist, dass an diesem Punkt weder Besucher noch Suchmaschinen-Bots wissen, wie oder wo es weitergeht. Im schlechtesten und wahrscheinlichsten Fall verlassen sie nun die Seite.

Was tun?
Grundlegende Lösung ist eine 404 Fehlerseite. Diese wird anstatt der tristen Standard-Fehlermeldung eingeblendet und sollte möglichst im selben Design wie die Domäne gestaltet sein. Der Sinn davon ist es, dem Besucher eine Möglichkeit zur weiteren Navigation zu bieten. Er findet zwar nicht das was er wollte, aber vielleicht gibt es etwas ähnliches oder anderes interessantes für ihn zu entdecken.

Wie erstelle ich eine 404-Fehlerseite?
In den meisten Fällen reicht es aus eine weitere HTML-Seite entweder altmodisch von Hand zu erstellen oder im CMS (Content Management System) anzulegen und diese in der .htaccess als solche auszuweisen. Der Code dafür lautet:

<quote>
Errordocument 404 /Pfad-zur-Seite.html
</quote>

(Kleine Notiz am Rande: Dieser Codeschnipsel kann auch für andere Fehlercodes wie etwa 403 oder 500 angepasst werden. Einfach die Zahl entsprechend austauschen)
In manchen Fällen grätscht das CMS dazwischen und wird die Angabe partout nicht lesen oder einfach überschreiben. In diesem Fall muss das Handbuch des jeweiligen Systems zu Rate gezogen werden.

Worauf sollte ich bei einer 404-Fehlerseite achten?
Wichtig bei der Erstellung ist, sich am Design der Domäne zu orientieren. Gleiche Farben und eine Navigationsleiste erweisen sich als sinnvoll. So findet sich der Besucher schnell zurecht und muss sich nicht durch unverständliche Meldungen hindurch wühlen.
Im Hauptbereich der Seite, also dort wo normalerweise der Text oder das Produkt steht, gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Wer es simpel mag, schreibt einen kurzen Satz wie „Diese Seite ist leider nicht mehr verfügbar. Hier geht es zur Startseite“ und verlinkt entsprechend.

Eine stilvollere Möglichkeit ist es, eine Palette an interessanten Links anzubieten. Der allseits beliebte Apfelkonzern gibt hier ein gutes Beispiel vor: .

Der Kreativität sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. Die Seite muss lediglich schnell vermitteln, dass die gesuchte Seite nicht mehr vorhanden ist und soll gleichzeitig eine Alternative anbieten.

Wie kann ich trotz Fehlercode passende Inhalte liefern?
Eine zusätzliche und empfehlenswerte Möglichkeit zur Fehlerseite ist das Weiterleiten. Wenn es eine passende Kategorie gibt, die genau dasselbe Thema behandelt wie die fehlende Seite, spricht nichts dagegen den Besucher dorthin zu verweisen. Er findet zwar nicht seinen gesuchten „roten mini Apfel“, aber wenn er weitere kleine und/oder rote Äpfel findet, interessiert ihn das bestimmt ebenso. Zumindest aber mehr als den Fehlercode.

Natürlich sind auch hier ein paar Punkte zu beachten! Es sollte stets eine 301 Umleitung verwendet werden, um die Linkkraft der alten Seite weiterzugeben. Ebenso muss die Zielseite unbedingt relevante Inhalte liefern, ansonsten ist der Besucher schneller weg als man „SEO“ sagen kann. Die Startseite bietet sich in nur wenigen Fällen als Ziel an, etwa wenn es sich um ein allgemeines Thema handelt. Ansonsten kann es durchaus sinnvoll sein lieber die Fehlerseite anzeigen zu lassen, anstatt auf irrelevante Inhalte umzuleiten.

Wie finde ich 404 Fehler?
Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten. Ein bekannter Weg ist das Google Webmaster-Tool. Einfach die jeweilige Domäne anklicken und unter „Crawling->Crawling-Fehler“ findet man alle wichtigen 404-Fehler, bis zu 1000 Stück werden aufgelistet. Eine Anleitung zur Einrichtung gibt es hier: https://support.google.com/webmasters/answer/34592?hl=de

Ebenfalls empfehlenswert sind die „Linkresearchtools“, genauer genommen das „Linkjuice Recovery Tool“. Bei den Linkresearchtools handelt es sich allerdings um eine kostenpflichtige Sammlung von Hilfsmitteln rund um Verlinkungen und sie nur für das Auffinden von 404 Fehlern zu verwenden ist Verschwendung von Geld.

Für die Sparfüchse ohne Google Konto ist bisher keine empfehlenswerte Alternative aufgetaucht. Es gibt Tools wie den 404Checker, allerdings prüfen sie nur eine Seite. Man müsste also bereits wissen, wo sich die Fehler verstecken und kann Sie dann lediglich offiziell als solche bestätigen. Auch werden bei freien Tools die Reporte gerne mal öffentlich und für jeden zugänglich gespeichert und sollten daher umsichtig verwendet werden.

Kann ich 404 Fehler zu meinem Vorteil nutzen?
Man kann 404 Fehler insofern nutzen, dass man die ehemals aufgebaute Kraft seiner Seite per 301 an eine andere Domain weitergibt, anstatt sie ins Leere laufen zu lassen. Der Webmaster dieser anderen Domain sollte dann einen Link zu unserer Seite setzen, damit der Linktausch auch wirklich ein Tausch ist.

Abschluss
Grundsätzlich sollte versucht werden, 404 Fehler zu vermeiden und stattdessen relevanten Inhalt zu liefern. Meistens lässt es sich aber eben nicht vermeiden, dass ein Produkt wegfällt oder eine Seite anderweitig unbrauchbar wird. Dann muss eine Lösung dafür eingerichtet werden.
Am wichtigsten bleibt weiterhin, den Benutzer so schnell und einfach wie möglich mit den gewünschten Informationen zu versorgen oder zumindest vergleichbare Alternativen zu bieten. Egal ob mit einer Fehlerseite oder durch eine Weiterleitung.

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