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Facebook: Endlich schluss mit der Like-Bettelei!

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Genau wie google ändert Facebook hin und wieder seinen Newsfeed Algorithmus. Denn wer glaubt, er bekommt wirklich jeden Post von jedem Freund und jeder jemals geliketen Seite angezeigt, ist auf dem Holzweg. Facebook filtert die Informationen und zeigt jedem User nur das (in Facebooks Augen) für ihn Relevanteste an. Bemessen wird diese Relevanz unter anderem anhand der Interaktionen. Seiten oder Freunde mit denen man häufig interagiert –
z. B. in Form von Likes, Kommentaren oder durch das Teilen der Inhalte – werden im Newsfeed bevorzugt angezeigt.

Like-Baiting – das Betteln nach Interaktionen.

Kein Wunder also, dass das primäre Ziel vieler Unternehmen und Admins von Facebookseiten bisher möglichst viel Interaktion war – koste es was es wolle. Und wenn darunter die Qualität der Posts leidet, ist das halt so. Die Jagd nach Interaktion führte nicht selten zu regelrechten „Like-Betteleien“. Jeder kennt wohl diese Posts, in welchen Menschen irgendwelche Schilder in die Kamera halten auf denen Dinge wie „Wenn dieses Bild 1 Millionen Likes erhält, gibt unser Chef uns Karneval frei, erlaubt Mama uns eine Katze, gibt es nächste Woche 30% Rabatt…“ stehen. Lothar Matthäus drohte gar damit, bei Erreichen dieser Like-Marke wieder aktiv ins Fussballgeschehen einzugreifen und als Spieler auf den Platz zurück zu kehren.

Likebettelei2
Ein ziemlich makaberes Beispiel lieferte vor einiger Zeit auch die BILD mit diesem Posting:

Likebettelei

Laut einer Ankündigung von Facebook in der letzten Woche ist damit aber nun bald Schluss! Die neuste Newsfeed Algorithmus Optimierung hat nämlich genau solche Like-Betteleien – oder wie Facebook es nennt, „Like Baitings“ im Visier. Postings, in welchen die Nutzer aktiv zum “Gefällt mir”-Klicken, Teilen oder Kommentieren des Beitrages aufgefordert werden, haben zukünftig eine sehr viel niedrigere organische Reichweite.

Mir persönlich gefällt diese Änderung recht gut und sie war in meinen Augen längst überfällig. Als Seitenadmin muss man deswegen nun nicht in Panik verfallen und jegliche Call-to-Action Aufforderungen unterlassen. Denn Facebook straft sicherlich niemanden ab, der versucht, die Diskussionsrate auf der eigenen Seite in einem normalen Maß zu steigern. Es geht bei diesem Update hauptsächlich um solche Seiten, die wirklich regelmäßig mit derartigen Techniken arbeiten und den Usern ansonsten keinerlei Mehrwert oder Qualität bieten.

Frequently Circulated Content – immer wieder das Selbe.

Ebenfalls vom Algorithmus Update betroffen ist so genannter Frequently Circulated Content – also Postings, die immer und immer wieder irgendwo auftauchen. Ein Beispiel dafür sind die ganz besonders viralen Katzenvideos, die man bereits zig mal gesehen hat, die aber dennoch immer wieder im eigenen Newsfeed auftauchen, weil ein weiterer Freund diese geteilt oder kommentiert hat. Betroffen sind aber auch Seitenadministratoren, die alte Inhalte immer wieder neu posten. Auch solche Meldungen werden zukünftig weniger Reichweite erzielen. In ersten Tests hat sich laut Facebook durch diese Änderung die Anzahl der verborgenen News Feed Stories um 10 % reduziert.

Spammy Links

Und endlich geht Facebook auch gegen Spam Links vor! Auf den ersten Blick vermeintlich interessante Links, die dann aber auf reine Werbeseiten führen, haben zukünftig ebenfalls keine Chance mehr, große Reichweiten zu erzielen. Genau wie google möchte auch Facebook, dass der User auf der angeklickten Seite genau das findet, was er gesucht oder erwartet hat. Facebook hat hier erste Tests durchgeführt, in welchen durch die Entfernung der Spam Links im Newsfeed die Klickrate von hochwertigen Links um 5% gesteigert wurde. Also gute Nachrichten für Seitenadministratoren, die sich Gedanken um Ihre Postings machen, wirkliche Konzepte erstellen und stets versuchen, den Usern einen gewissen Mehrwert und interessante Informationen zu liefern. Insgesamt sind alle 3 Punkte sehr sinnvolle Änderungen, die hoffentlich für einen qualitativ hochwertigeren Newsfeed sorgen.

Also: Bettelt bei Euren Fans nicht um Likes! Schafft stattdessen hochwertige Inhalte mit Mehrwert, die von den Usern gerne geteilt werden.

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