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Muss ich mir Gedanken machen, mich rechtfertigen? Einen Scheiss muss ich!

Witziger weise über die sozialen Medien verbreitet, stolperte ich über folgende Grafik, welche mich zu einem Blogbeitrag animiert:

Lokal im Internet gefunden werden

Der Fairness halber eines vorab: Ja! Ich bin seit dem Jahr 2000 im Internet zu Hause und bin hier nicht nur Konsument sondern ein Macher! Daher auch beide Sichtweisen und, am Ende des Artikels, ein gut gemeinter Ratschlag an Unternehmer, die das „böse Internet“ vielleicht noch nicht für sich nutzen und bisher auch nicht bereit waren einen Wandel durchzuführen.

Wann hat Ihnen das Internet das letzte Mal einen Arbeitsplatz angeboten?

Mir persönlich gar nicht! Man sollte sich erstmal die Frage stellen, was ist denn dieses Internet? Lieber Verfasser, das Internet ist ein Kommunikationsmedium welches Jahr für Jahr einen schnellen Wandel erlebt. Früher BTX, dann E-Mail, heute www, streaming, Whatsapp. Facebook. Es bietet „Machern“ die Möglichkeit, sich zu entfalten und auch Erleichterungen im täglichen Leben zu ermöglichen. Früher schloss ich Brieffreundschaften ab, heute stehe ich mit Menschen per Facebook in Kontakt, ich schreibe E-Mails, ich sende per Whatsapp gerade erstellte Schnappschüsse.

Aber um Deine Frage zu beantworten, United-Internet beschäftigt rund 7.900 Mitarbeiter, Xing über 700 und wir mit unserer kleinen Onlinemarketing-Agentur über 50 feste Mitarbeiter. Sicherlich gibt es weitere Beispiele, aber nicht das Internet bietet Dir einen Arbeitsplatz an, sondern die Macher, welche verstehen das Internet zu nutzen. Wir haben aktuell übrigens auch noch ein paar offene Stellen zu besetzen.

Wo arbeiten Sie, wenn es Ihren jetzigen Arbeitgeber nicht mehr gibt, weil er vom Internet vernichtet wurde?

Hey! Vielleicht hat dann Dein derzeitiger Arbeitgeber das Kommunikationsmedium noch nicht richtig für sich verstanden? Vielleicht gibt es aber auch einen Mitbewerber der es für sich verstanden hat oder aber er ist in einem Bereich unterwegs, wo man tatsächlich in seinem regionalen Umfeld andere Probleme hat, als das Internet! Lieber Verfasser, im Internet herrscht Blitzkrieg, aber auch im regionalen Handel findet dieser statt. Eine Eisdiele verkauft ihre Kugeln für 1,00 Euro, die andere für 1,20 Euro. Ein Bäcker seine Brezen für 60 Cent, der andere für 1 Euro. Kommt es hier nicht auch auf die Qualität der Waren an? Hat Dein Arbeitgeber einen für sich gut sichtbaren Standort gewählt, so dass ihm die Laufkundschaft, welche er erreichen möchte, auch wahrnimmt? Meinen Kaffee trinke ich gerne bei schöner Aussicht oder an einem Platz wo sich was „bewegt“, meine Brezen kaufe ich bei meinem Lieblingsbäcker und das nicht nur, weil die Verkäuferinnen zu besonderen Anlässen im Dirndl bedienen.

Aber um Deine Frage zu beantworten: Ich würde, wie jeder Arbeitssuchende, nach meiner beruflichen Laufbahn, meinen Interessen, Gehaltswünschen, Arbeitswegen usw meinen Job wählen. Wo das ist? Wenn ich Bäcker wäre, sicherlich bei den netten Damen im Dirndl, aber nicht nur deshalb, sondern auch, weil das Team einen „Spirit“ ausstrahlt und den Kopf nicht hängen lässt, wie Du!

Wie viel Jugendliche haben aus Ihrer Region haben einen Ausbildungsplatz im Internet bekommen?

Puh, diese Frage zu beantworten und mit Zahlen zu belegen wird schwierig, zumal ich Sie mehrfach aufgrund der Schreibfehler lesen musste. Aber ich mache mich mal auf die Suche, im Internet…

Voila! Nicht MEINE Region aber vielleicht für den einen oder anderen Leser was dabei? Ging schnell mit diesem Internet! Ob richtiger Arbeitgeber, Region oder Du auch die Qualifikationen besitzt, kann ich leider nicht beurteilen:

Ausbildungsangebote im Internet

Wie hoch war die Spende für Ihren Verein, Ihre Schule oder Ihren Kindergarten, die das Internet Ihnen gezahlt hat?

Ich denke das Internet zahlt hier keine Spenden, das kostet sogar Geld! Geld für Internetanschlüsse, mobile Datentarife, aber auch für diejenigen die Webseiten betreiben und das Hosting übernehmen. Aber ich denke, Du meinst wohl die Macher die damit Geld verdienen?! Die einen hängen sich zum Beispiel an größere Organisationen ran.

Aber wenn Du mich persönlich meinst, wir spendeten zuletzt an die örtliche Zeitung der Polizei, in der es um „richtiges Radfahren im Straßenverkehr“ ging. Die wurde übrigens an den REGIONALEN Schulen verteilt. Daraufhin erklärten wir an einem Tag im IT Unterricht mal das Thema „Onlinemarketing“ in der 6. Klasse (man glaubt gar nicht was den Kids dort vermittelt wird!) und sponserten dem regionalen Fußball-Verein neue Trikots. Ein Sponsoring des örtlichen Handball-Vereins ist gerade in Planung… Aber das hat nicht das Internet gezahlt, sondern wir. Wir, die das Internet verstehen und damit Geld verdienen.

Wieviele Steuern zahlt das Internet für Ihre Gemeinde/Stadt?

So, ganz schlechtes Thema! Nicht nur weil ich eine Betriebsprüfung hinter mir habe, und man hier erstmal erkennt welche Defizite in Unternehmensbewertungen mancher Prüfer liegen… Nein! Auch z. B. die örtliche Gemeinde, welche Ihre Aufträge an Unternehmen vergibt, die hunderte Kilometer entfernt ansässig sind, aber dann nicht zu verachtende Gewerbesteuer einstreicht. Aber nun kommt’s! Der Wettbewerb im Internet ist dann doch größer als regional, es buhlen viele um die vorderen Plätze bei Google (das ist übrigens so ne Suchmaschine für dieses Internet-Dings). Sie alle wollen sichtbar sein, sichtbar für die vorbeiziehende Kundschaft, wie die kleine Eisdiele.

Aber hey, wir haben hier eins vielleicht gemeinsam! Stört es Dich auch, dass große Internetkonzerne mit pfiffigen Steuerberatern in Steueroasen sitzen? Mich stört so etwas! Meinem Lieblingsbäcker, bei dem man übrigens auch Kaffee schlürfen darf, gefielen die Steuertricks von großen regionalen Kaffeeketten auch nicht. Sorry, das war dann doch ein Beispiel, das mit diesem Internet-Dings gar nichts zu tun hat.

Aber um Deine Frage zu beantworten: Jedes mal wenn ich am Finanzamt vorbeifahre, dort das neue Gebäude und die neu gebaute Photovoltaik-Anlage begutachte, oder ich die neuen Gemeinde-Wohnungen sehe, glaube ich, im Putz der Wände steckt ein Teil von mir…

Wann hat Sie das Internet Vor-Ort oder in Ihrer Nähe kompetent beraten

Ständig! Ich bin in einer neuen Stadt und suche regionale Sehenswürdigkeiten, Abends möchte ich so richtig „schlemmen“! Neben Google (Du weißt, dieses Suchmaschinendings) gibt’s auch Verzeichnisse, welche erkannt haben das man sich wandeln muss und mir Vorschläge unterbreiten, z. B. die GelbenSeiten. Hier ist es das Gleiche wie mit der richtigen Standortwahl oder einer regionalen Anzeige: die Sichtbarkeit ist wichtig! Als Konsument sehe ich nur die Seiten und Unternehmen, die es verstanden haben dieses Internet-Dings für sich zu nutzen. Obendrein erhalte ich sogar noch Bewertungen und weitere Informationen.

Aber um Deine Frage zu beantworten: Nicht das Internet berät mich, das machen die Macher, welche es zu Nutzen verstehen. Das Internet lässt sie mich finden und verbindet mich mit ihnen!

Wie war der Service nach dem Kauf im Internet?

Also Retouren funktionieren bei Zalando ganz gut, Garantiefälle hat mir Amazon anstandslos ersetzt oder sogar den Kaufpreis erstattet und die Beratung schwankt von Anbieter zu Anbieter. Aber das kennst Du, lieber Verfasser, ja selbst! Du bist ja nicht blöd!

Haben Sie schon einmal vom Internet einen Auftrag bekommen?

Nein, nicht vom Internet, aber von den Unternehmen die das Internet für sich nutzen wollen und hier unseren Service benötigen! Aber um die Frage als Konsument zu beantworten, der Friseur (Nähe Kölner Dom), welchen ich mit meinem Smartphone (die Dinger die die Telefonzellen ersetzt haben) gefunden habe, bekam von mir den Auftrag das Beste daraus zu machen.

Wie sieht Ihre Stadt aus, wenn es keine lokalen Geschäfte mehr gibt?

Ich stelle mir die Stadt wie folgt vor: Leerstand, traurig, trostlos… ganz klar! Aber da ich positiv in die Zukunft blicke und wir in Deutschland als „Dichter und Denker“ bekannt sind, vertraue ich darauf, dass viele Unternehmer den Wandel der Zeit bestreiten und sich dieses Internet zu Nutze machen!

Wenn wir schon auch Dichter sind:

Das Internet, es ist doch allerhand,
wir stecken zusammen den Kopf in den Sand!
Wir machen so weiter, wie die letzten 50 Jahre auch,
und von diesem Internet machen wir keinen Gebrauch!
Wir haken das Thema einfach ab,
neumodisches Gedöns, Papperlapapp!

(Veröffentlichung in Schaufenstern von Unternehmern, die es nicht verstehen wollen erwünscht!)

Wie sieht Ihre Umgebung aus, wenn es keine Unternehmen/Geschäfte mehr gibt die Steuern zahlen?

Irgendwie fällt mir die Beantwortung schwer, zu mal die Fragestellung der Frage 9 sehr ähnelt. Aber ganz klar, ich stelle mir die Umgebung wie folgt vor: Straßen kaputt, die Beleuchtung Nachts ausgeschaltet, kein Kehrdienst welcher das Herbstlaub entfernt…

Aber lieber Verfasser, wir wollen doch nicht alles schwarzmalen. Meine Kugel Eis kaufe ich beim Lieblings-Italiener, meine Pizza bestelle ich per App beim ortsansässigen Lieferdienst, die Brezen hole ich bei „meinen Mädels“ und gerne stöbere ich auch beim lokalen Buchgeschäft oder überrasche meine Kinder mit Spielzeug, welches ich (noch nicht) am selben Tag seitens Amazon bekomme. Apropo Spielzeugladen: dieser hat erkannt, das Spielfeld Amazon zu verlassen und für sich und seine Kunden Mehrwerte gesucht. Da gibt’s tolle Boxen für Kindergeburtstage! Wenn meine Jungs irgendwo eingeladen sind, nenne ich Namen und Datum des anstehenden Geburtstags und greife hier zu! Die Conversion-Rate (neumodisches Zeugs, musst Du lieber Verfasser nicht wissen!) steigt für den Ladenbesitzer gewaltig und ALLE sind zufrieden. Auch der Kumpel meiner Jungs, der hatte sich das vorher schließlich ausgesucht. Aber mir fällt ein, ich muss mal wieder zum Friseur (welchen ich als Zugezogener übrigens mittels des Internets gefunden habe). Buchen werde ich diesen Termin telefonisch, meine Brieftaube hat aufgrund der Wetterverhältnisse Urlaub im Süden!

Zum Schluss ein gut gemeinter Ratschlag

Ein gut gemeinter Ratschlag für regionale Unternehmer, die längst nicht den Kopf in den Sand gesteckt haben. Ich schenke Euch einen kostenlosen Leitfaden, damit Ihr Eure Laufkundschaft da draussen im Internet besser erreicht. Unseren Leitfaden für regionales Onlinemarketing kann man hier absolut gratis herunterladen.

In diesem Sinne ob „Lokal“ oder „Internet“, lieber Verfasser: Es geht Dich einen Scheiss an! Das nächste mal, wenn Du mich mit so einem Schwachsinn belästigen willst, nutze doch bitte nicht das Internet. Schicke einen Postreiter zu mir los, aber bitte hoch zu Ross (weißes Pferd!) und nicht mit diesen neumodischen Bussen!



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Kommentare


Arne 2. November 2015 um 17:02

Hab Tränen gelacht, obwohl es eigentlich traurig ist, dass man solche Texte noch schreiben muss. Aber keine Angst, das Internet geht vorbei… ist nur ne Modeerscheinung ;-) Bis das soweit ist, bilden wir in unserer Internetbude weiter aus, zahlen brav Steuern, betreuen unserer Kunden vor und nach dem Kauf, sponsern weiter, stellen Leute ein und vergeben Aufträge an lokale Handwerker und Caterer.

Antworten

Oliver 19. November 2015 um 15:50

Sehr souveräne Antwort, Chapeau!

Antworten

Postbote 23. November 2015 um 14:05

Ganz schön einseitig! Wenn man nichts mit Menschen zu tun haben möchte sollte man seinen Kaffee unbedingt bei Amazon&Co. bestellen.

Antworten

Melanie Grobelni 23. November 2015 um 15:31

Lieber „Postbote“,
erstmal herzlichen Dank für das Feedback. Was genau empfinden Sie als einseitige Darstellung? Und wer sagt, dass ein Onlinehändler nichts mit Menschen zu tun hat (oder haben möchte?) Wir haben als Online-Marketing-Agentur jeden Tag mit Menschen zu tun. Mit Menschen, die den Kopf nicht in den Sand stecken und jammern, sondern in den aktuellen Entwicklungen Chancen sehen, diesen offen gegenübertreten und ihr Business erfolgreich in die Onlinewelt transferieren… Das Eine schließt das Andere ja nicht aus. Auch ein Offline-Händler kann – zum Beispiel durch lokale Suchmaschinenoptimierung – massiv vom Internet profitieren und sich die Kunden aus dem Netz in den Laden holen.

Das Beispiel mit dem Kaffee stammt übrigens aus der „realen Welt“ ;-)

Antworten

Peter G. Beuth 22. Dezember 2015 um 18:15

Als reiner Internet-Händler vor 13 Jahren angefangen. Mittlerweile 2 Ladengeschäfte. Internethandel auf 4 Plattformen ausgebaut. Dank Unterstützung der SEO-Berater und der Geschäftsberater offline eine insgesamt gute Sache. Auf Einzelheiten gehe ich hier nicht ein, da hat jede ein bisschen recht. Beide Verkaufsräume sinnvoll nutzen ist das Motto!

Antworten

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