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Die Google Suchtrends 2017

  • christoph pawletko


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Das wurde weltweit und in Deutschland am meisten gesucht

Der weltweit am meisten gesuchte Begriff im Google Jahresrückblick war 2017 „Hurricane Irma“. Trotz vieler Themen, die über Wochen und Monate die Medien beherrscht haben, war in Deutschland das meist gesuchte Thema „WM Auslosung“. Der altbekannte Spruch „König Fußball regiert die Welt“ lässt grüßen.

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Bereits zum 17. Mal veröffentlichte der Suchmaschinen-Gigant diese Woche seinen Jahresrückblick 2017. In verschiedenen Kategorien lässt sich so das Interesse aller Google-Nutzer weltweit ablesen, wen also schon immer mal interessiert hat, was die Menschen in Ghana oder Kasachstan so googeln, wird hier fündig.

Wer sich mit SEO etwas auskennt und sich jetzt fragt: „Moment, Begriff X und Begriff Y haben doch viel mehr Suchvolumen?“ muss wissen, dass es sich hierbei um Themen handelt, die die Menschen laut Google 2017 am meisten bewegt haben. Dabei werden nicht die einzelnen Suchanfragen ausgewertet, da Suchanfragen zum Wetter oder Fernsehprogramm regelmäßig in jedem Jahr oft gesucht werden und als Trend daher keine Rolle spielen. Viel mehr werden Begriffe gewertet, die 2017 im Vergleich zu 2016 deutlich zugelegt haben und daher im Trend lagen. Außerdem werden auch Suchbegriffe wie „Facebook“ oder „YouTube“ außen vor gelassen. Genauso wird mit pornografischen Inhalten verfahren, die wohl in einigen Kategorien auch in den Top 10 landen würden.

Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und der Welt

International bestimmte, nach Irma, der Konzern Apple die Top 10 der Google Suchtrends 2017: Auf Platz 2 und 3 befinden sich das iPhone 8 und das iPhone X. Neben Prominenten, wie Meghan Markle, der Verlobten von Prinz Harry, Tom Petty oder Chester Bennington, finden sich auch der Fidget Spinner in den Top 10. Auch der Streaming-Anbieter Netflix ist mit der Serie „13 Reasons Why“ vertreten.

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In Deutschland schaffte es die diesjährige Bundestagswahl immerhin auf Platz 2 und mit dem „Wahlomat“ indirekt auch auf Platz 3. Natürlich finden sich das iPhone 8 und das iPhone X auch hier in den Top 10 wieder. Überraschenderweise taucht der Suchbegriff „Trump“ bei uns auf Platz 1 in der Kategorie Persönlichkeiten (Platz 1) und allgemein auf Platz 9 auf, während er in den USA dort gar nicht zu finden ist. Ob das daran liegt, dass Donald Trump in den USA auch schon letztes Jahr omnipräsent war oder ob er uns Deutsche vielleicht mehr interessiert als die Amerikaner selbst, kann man nur vermuten.

Karussell fahrende Möwen in Krefeld und Millionenfragen

Sehr interessant sind auch die Top 10 der W-Fragen Kategorien (Was, Warum und Wo). Bei manchen Fragen ist der Grund für das Interesse sofort klar: „Wo ist Irma jetzt?“. Bei anderen jedoch muss man eher die Suchmaschine noch ein weiteres Mal nutzen. So steht auf Platz 2 für Was-Fragen: „Was besteht aus Spiegel und Fahne?“. Dahinter verbirgt sich die 1-Million-Euro-Frage bei Wer wird Millionär?. (Ich erspare euch den Klick, die Antwort lautete übrigens Teller, denn dessen Vertiefung nennt sich Spiegel und der Rand wird auch Fahne genannt.)

Der Satz „Warum rülpset und furzet ihr nicht?“ wird üblicherweise Martin Luther zugeschrieben, kein Wunder also, dass er im Lutherjahr 2017 oft gesucht wurde. Genau genommen ist dies aber ein populärer Irrtum, gibt es doch keine Belege, dass Luther dies je wirklich gesagt hat.

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Wo Möwen in Krefeld kostenlos Karussell fahren können wissen wir leider auch nicht.

Zuletzt noch die Frage, die wohl bei den meisten Lesern für Schmunzeln gesorgt hat: „Wo können Möwen in Krefeld kostenlos Karussell fahren?“. Warum genau diese Frage nun so oft gesucht wurde, ist nicht ganz klar. Zuerst tauchte der Begriff wohl bei Twitter auf und nach einiger Zeit wurde die Frage – warum auch immer – vom Google Algorithmus in die Auto-Vervollständigung aufgenommen, wenn man „Wo können M“ eingibt.

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Als dann noch ein TV-Bericht auf Sat1 lief und andere Medien die Sache verbreiteten, reichte die Aufmerksamkeit, um in den Top 10 zu landen.

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Der Trend: Auf ganze Fragen optimieren

Aus SEO-Sicht betrachtet sind viele der Suchbegriffe durchaus interessant. Gerade bei den W-Fragen kommen natürlich viele komplette Sätze vor, was darauf hindeutet, dass hier auch gesprochene Suchanfragen eine große Rolle spielten. Per Voice Search zu Hause oder am Handy werden vermehrt ganze Sätze eingesprochen.Viele nutzen Google wie einen persönlichen Assistenten. Wer also bei bestimmten Themen vorne im Ranking landen will, sollte auf seiner Seite konkrete Fragestellungen einbauen und beantworten.

Bild © Franois / Fotolia

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