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Was ist Cache?

Definition: Als Cache wird in der Regel jede Art von Zwischenspeicher (oder „Puffer-Speicher“), etwa auf dem PC, einem Browser oder Server, bezeichnet. Diese Art von Zwischenspeicher ermöglicht das schnellere Zugreifen auf Daten, die häufig oder kurzfristig abgerufen werden (z.B. Login-Daten), ohne dass diese Daten für jeden Abruf neu geladen werden müssen. Dieser Prozess des Speicherns läuft häufig im Hintergrund ab und wird vom Nutzer nicht wahrgenommen.

Cache im Browser

Der Cache eines Browsers ist in der Regel ein schneller und großer Speicher, der grundlegende Inhalte einer Website auf dem Computer ablegt. Welche Inhalte der Cache behält, ist für den Nutzer nicht ohne weiteres erkennbar. Der Cache ist gewissermaßen das Kurzzeitgedächtnis eines Browsers. Auf ihn kann der Computer schneller zugreifen als auf den regulären Arbeitsspeicher (RAM).

Ein Beispiel: Sie besuchen eine Webseite mit umfangreichem Seiteninhalt. Ihr Browser, z.B. Firefox, Opera oder Safari, speichert einige wesentliche Inhalte der Website auf Ihrem Computer oder Smartphone ab. Kehren Sie zu einem späteren Zeitpunkt oder in einer neuen Sitzung zur Webseite zurück, lädt der Browser den hinterlegten Content. Die Webseite baut sich schneller auf und die Ladezeit wird verkürzt.

Cache bei Suchmaschinen wie Google

Eine Suchmaschine wie Google besitzt für seine SERPs ebenfalls einen Zwischenspeicher (Cache). Dieser erfüllt verschiedene Funktionen. Die Suchmaschine speichert darin die Inhalte sämtlicher Webseiten zwischen, die für die Anfragen der Suchmaschinen-Nutzer in Betracht kommen. Über einen Index im Cache-Speicher sucht der Server der Suchmaschine nach den passendsten und aktuellsten Web-Inhalten, die sich für die Beantwortung der Suchanfrage eignen. Nur auf diese Weise kann die Suchmaschine garantieren, relevante Ergebnisse für eine Nutzereingabe im Bruchteil einer Sekunde auszugeben.

Informationssuche durch Crawler

Die selbstständige Suche nach Inhalten im Internet übernimmt ein Crawler. Eine Webseite wird durch Google regelmäßig gecrawlt. Bei Google liegt diese Webcrawler Frequenz in der Regel zwischen einer und vier Wochen. Nach jedem Crawlen speichert Google den Stand der Webseite im Cache ab. Ist Ihre Seite kurzfristig nicht verfügbar (etwa wegen einem Serverfehler oder einem Fehler im CMS) wird die im Cache gespeicherte Version angezeigt. Diese Version kann in den SERPs mit einem Klick auf das grüne Dreieck neben der URL abgerufen werden:

Cache

Bedeutung des Cache für die Suchmaschinenoptimierung

Nachteile bringt die Zwischenspeicherung für Webseiten, die sehr oft aktualisiert werden. Hier gibt es die Möglichkeit, die Zwischenspeicherung durch das Meta-Tag „No-Cache“ im Code der Webseite zu unterbinden. Auch kann eine Webseite dem Crawler einen Hinweis geben, wie häufig Änderungen im Allgemeinen stattfinden.

Alternativ kann ein Website-Betreiber, der kürzlich Änderungen an seinen Webseiten vorgenommen hat, dies bei Google melden. Schon bald liest ein Webcrawler die Inhalte erneut aus und aktualisiert sie im Cache.

Die Informationen, die über eine Webseite aus dem Cache geliefert werden, lassen oft erkennen, ob die Suchmaschinen-Betreiber Veränderungen an Ihrem Algorithmus vorgenommen haben. Die Erkenntnisse daraus können Suchmaschinenoptimierer bei der weiteren Optimierung der Webseite berücksichtigen.

Wann sollte man den Cache leeren?

Nach einer gewissen Zeit kann es vorkommen, dass der Cache eines Browsers, Programms oder Servers zu viele Informationen speichert. Dadurch kann es zur Verlangsamung des Computers oder Smartphones kommen. In diesem Fall lohnt es sich, den Cache-Speicher zu löschen. Haben Sie Ihren Cache geleert, müssen Sie damit rechnen, sich auf allen von Ihnen besuchten Seiten neu einzuloggen. Wer seine Spuren im Browser bis zu einem gewissen Grad unkenntlich machen möchte, der sollte seinen Cache ebenfalls regelmäßig löschen.

Weiterführende Informationen:

App Puffer-Speicher bei Android leeren

Zwischenspeicher beim iPhone leeren