Information Retrieval
Information Retrieval (IR)
Der Begriff "Information Retrieval" (kurz IR) kommt aus dem Englischen und ist als Beschaffung bzw. Wiedergewinnung von Information ins Deutsche zu übersetzen. Wie die Bezeichnung es andeutet, geht es dabei um Suche nach Informationen. Gemeint ist hier die computergestützte Suche nach bestimmten Informationstexten in Textsammlungen, wie zum Beispiel in digitalen Textdatenbanken bzw. Fachbibliotheken oder Literaturdatenbanken. Am Information Retrieval sind zwei Gruppen Personen beteiligt: die Autoren, die die Daten und Informationen erstellen und in die Datenbanken einstellen, und die Anwender, die diese Daten und Informationen abrufen.
Eingeführt wurde der Begriff „Information Retrieval“ bereits im Jahre 1950. Als sein „Vater“ gilt der amerikanische Mathematiker aus Cambridge Calvin Northrup Mooers, der zudem als Pionier der Informatik bezeichnet wird. Ursprünglich ist das Information Retrieval als ein neues, von Mooers ins Leben gerufenes, Fach im Bereich der Informatik bzw. der Informationswissenschaft und der Computerlinguistik entstanden. Dabei ging es erstmals lediglich darum, die an den Universitäten elektronisch gespeicherten Daten methodisch verarbeiten zu können. Somit diente das Information Retrieval anfangs zur systematischen Suche in den wissenschaftlichen Datenbanken der Universitäten.
Weiter entwickelt wurde das Information Retrieval von den Speziallisten, die für seinen ständigen Ausbau gesorgt haben. Heute wird das Information Retrieval immer dann eingesetzt, wenn ein Surfer eine Suche durch eine Suchmaschine im Internet startet. Darauf werden die für ihn wesentlichen Informationen aus den großen Datenbeständen ausgesucht und ihm präsentiert. Zu definieren ist das Information Retrieval folglich als eine zentrale Aufgabe der Suchmaschinen, die vor allem das Sammeln, das Speichern, das Aufbereiten und schließlich das Wiedergeben von sämtlichen Daten und Informationen umfasst.
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