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Die Energiewende spaltet Deutschland. Nach Fukushima, nach einer grünen Regierung in Baden-Württemberg, nach den Insolvenzen auf dem Markt für die regenerativen Energiequellen und nachdem Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.on, die Stromerzeugung für den Eigenverbrauch als „Schwarzbrennerei“ bezeichnet hat – geht es weiter wie bisher. Kleine, grüne Stromversorger liefern sich den Kampf mit den etablierten Großversorgern, Bürger stellen sich Solarzellen aufs Dach oder Holzheizkraftwerke in die Dörfer. Aus diesem Anlass wollen wir uns mal aus der SEO-Perspektive ein paar Aspekte der großen und kleinen Anbieter auf dem Strommarkt anschauen.

Untersucht werden die Seiten der großen Energieversorger E.ON, RWE und EnBW. Auf der Seite der kleinen, grünen Anbieter nehmen wir Greenpeace Energie, naturstrom.de und EWS Schönau. Bei der Auswahl der grünen Versorger, vertraue ich auf Utopia:
http://www.utopia.de/produktguide/energie-479/die-besten-oekostrom-anbieter
Die Daten stammen alle aus Sistrix

Inhaltsverzeichnis
1. Sichtbarkeitsindex (SI).
2. Linkprofile
3. Social Signals
4. Wieso die großen Versorger ein besseres Ranking haben, und was die kleinen dagegen tun können.

1. Sichtbarkeitsindex (SI).
Für diejenigen, die nicht mit den Termini des SEO vertraut sind: der Sichtbarkeitsindex bildet eine allgemeine Sichtbarkeit in den Google Suchergebnissen ab. Dabei werden jede Woche für 250.000 Keywords, die entsprechenden Suchergebnisse erfasst. Mehr unter http://www.sistrix.de/frag-sistrix/was-ist-der-sistrix-sichtbarkeitsindex/

1.1. E.ON, RWE und EnBW

Bild 1

E.ON hat einen SI von 2,9, RWE von 1,2 und EnBW liegt bei 1.4. Interessant ist, das alle Anbieter in letzter Zeit einen Verlust in der Sichtbarkeit hinnehmen mussten. Auf diesen Punkt werden wir weiter unten wieder zu sprechen kommen.

Zu den grünen Versorgern

Bild 2

Die SI der kleinen Anbieter liegen, außer Greenpeace Energie, der mit 1,2 mit den großen mithalten kann, unter 1. Das ist aber, betrachtet man das Alter der kleinen und den finanziellen und unternehmerischen Vorsprung der großen Versorger, kein Wunder.

Deswegen wollen wir etwas tiefer einsteigen. Wir sehen uns mal die Domains an, die auf unsere Seiten verlinken:

2. Verlinkende Domains:

Zur Erklärung: Die Anzahl der Links ist für das Ranking zweitrangig. Wichtiger ist die Anzahl der verlinkenden Domains. Eine Seite kann von einer Domain mehrere hundert Links bekommen – diese Links sind aber alle recht schwach, da sie alle von einer Domain kommen. Bekommt eine Seite von vielen unterschiedlichen Domains jeweils nur einen Link, so sind diese Links recht stark. Ein Beispiel: Seite A bekommt 1000 Links von 50 Domains, Seite B bekommt 200 Links von 100 Domains. Seite B hat damit ein viel stärkeres Linkprofil als Seite A.

Hier die Linkverteilung

RWE:

Bild 3

E.On:

Bild 4

und EnBW:

Bild 5

Wir haben 1300 bis 3000 verlinkende Domains. Interessant ist der Vergleich mit Greenpeace Energy:

BILD 6

Mehr verlinkende Domains als bei dem Spitzenreiter dieser Metrik, EnBW. Hier die Daten für Naturstrom.de:

Bild 7

Auch hier zeigt sich eine starke und gesunde Verlinkung, die sich gegenüber den großen Anbieter wirklich sehen lassen kann. Auch EWS Schönau hat ein relativ gutes Linkprofil:

BILD 8

Alle Grünen Anbieter haben durch die Bank ein besseres Linkprofil. Auch die Netzwerke ( C-Class Netzwerke) der kleinen Versorger können durchaus mit denen der großen mithalten. (Zu den C-Class Netzwerken: https://de.wikipedia.org/wiki/Netzklasse. Für diese Untersuchung sind C-Class Netzwerke nicht von allzu großer Bedeutung. Kurz gesagt: Hoster haben nur einen eingegrenzten Pool von an Adressen. Diese Adressen gehören alle zum selben Netzwerk. Bekommt eine Seite Links von wenigen Netzwerken, kann dies ein Hinweis sein, auf eine eingeschränkte Popularität der Seite im Netz.)

3. Die Top 100 und Top 10 Keywords und URLs zu vergleichen, wäre zwar ein logischer Schritt. Allerdings sind die Keywords für die Anbieter zu unterschiedlich. Deswegen hat ein solcher Vergleich nur eine geringe Aussagekraft. Interessanter sind aber die Social Signals. Zwar wirken sich diese (noch) nicht auf die Rankings aus, bringen aber Traffic und zeigen die Unterstützung der Nutzer an. Wichtig: Die Sistrix Social Signals beziehen sich nicht auf die Likes der Facebook Seite eines Unternehmens. Gemessen werden die jeweilige Social Media Aktivität auf der Seite selber, sowie die Anzahl der URLs, die in Sozialen Netzwerken geposted, geshared und getwittert werden.

EWS Schönau:

BILD 8txt

Greenpeace Energy:

BILD 9

Und Naturstrom:

BILD 10

Im Gegensatz dazu, RWE:

BILD 11

E.On:

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Und EnBW:

BILD 13

Das Bild ist eindeutig: Die kleinen, grünen Versorger haben in den Sozialen Netzwerken bei den Nutzern einen Stein im Brett. Eigentlich nicht verwunderlich, die großen Konzerne haben es in Facebook und Co schwer, die kleinen bekommen einen „Robin Hood“ Bonus.

Hier noch einmal eine Vergleichstabelle der Daten:

BILD 14

4.
Nun, was lernen wir daraus? Google gibt großen Marken einen Vorzug im Ranking (Stichwort „Vince Update“ http://www.sistrix.de/frag-sistrix/google-algorithmus-aenderungen/google-vince-update/). Das neue Panda Update allerdings, nimmt nun auch große Marken ins Visier und sorgt bei diesen für ein etwas schlechteres Ranking. Das spiegelt sich in dem neuesten Absturz im SI wieder. Gerade weil die kleinen Anbieter ein vitaleres Linkprofil haben, erwarte ich eine allgemeine Verbesserung von deren Rankings in der nächsten Zeit.

Die kleinen machen sich gut – allerdings können sie es noch besser machen. Wie? Einen ersten Hinweis bekommen wir, wenn wir uns die Zahl der indexierten Seiten anschauen. Die Daten aus Sistrix unterscheiden sich von den Daten einer Site-Abfrage in Google nur minimal.

Anzahl indexierter Seiten bei Google:
Greenpeace Energy: 908
Naturstrom: 743
ews schönau: 1170

Enbw: 19.900
rwe: 2850
e.on: 1550

Die großen Anbieter haben mehr Seiten. Was die kleinen dagegen machen können? Ja, ich weiß, es ist ein Buzzword aber „Content Marketing“ ist die Lösung. Zwar bringen mehr indexierte Unterseiten nicht direkt ein besseres Ranking. Aber die „kleinen“ könnten mehr Keywords bedienen, wenn sie mehr Content auf ihre Seiten stellen. Gerade im Bereich Long-Tail können hier Keywords abgegriffen werden, auf die man schnell gut ranken kann. Das Interesse der Netzgemeinschaft ist, wie man an den Social Signals sieht, auf jeden Fall da. Wird dieses Interesse genutzt, stellen die kleinen Versorger mehr und vor allem gute Inhalte über die Energiewende, den Ökostrom, das eigene Unternehmen, etc.. ins Netz, steigen die indexierten Seiten, steigen die Social Signals, die verlinkenden Domains – und damit steigt das Ranking.

Der „Nebeneffekt“: Die Marken der grünen Versorger bleiben mit einer positiven emotionalen Färbung im Gedächtnis der Menschen. Was unweigerlich zu mehr Abschlüssen für die Ökostrom-Anbieter führen wird.

Autor
Tilmann Klosa / Online Marketing Berater bei der SEO-Küche Internet Marketing GmbH & Co. KG (www.seo-kueche.de)



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