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Dank ihm hat SEO ein Standardwerk für Suchmaschinenoptimierung bekommen – Sebastian Erlhofer im Plausch mit der SEO Küche!

sebastian_erlhoferSebastian ist begeisterter Online-Marketer mit Fokus auf Suchmaschinen-Optimierung. Er gründete 2002 aus dem Medienwissenschaftsstudium heraus die Internetagentur mindshape GmbH, die mittlerweile in Köln mit zehn Mitarbeitern mittelständische Kunden betreut. Daneben führt er eine Vielzahl an eigenen Projekten durch. Vor allem die Kombination aus strategischer Optimierung, gezielter Onpage-Optimierung und speziellen technischen Umsetzungen, am liebsten mit TYPO3, sind sein Steckenpferd. Sebastian hat dieses Jahr das Standardwerk „Suchmaschinen-Optimierung“ in der siebten Auflage mit über 900 Seiten herausgebracht. Mit dem Buch möchte er vor allem Neueinsteigern die ersten Schritte in die Welt der Suchmaschinen-Optimierung ermöglichen und erleichtern. In seiner Freizeit verbringt er gerne Zeit mit seiner Familie und entspannt am liebsten beim Segeln auf der Ostsee oder im Mittelmeer.

 

Dein Buch „Suchmaschinenoptimierung“ ist wohl das umfassendste Werk zum Thema SEO. Auf über 900 Seiten erklärst du alles was mit SEO zu tun hat. Im Anbetracht der extremen Rate mit der sich SEO verändert: Wie bist du mit den Entwicklungen im SEO-Bereich umgegangen, als das Buch noch in Arbeit war?

Als ich für die erste Auflage vor zehn Jahren das Manuskript plante, war mir von Anfang an klar, dass ich mit den damals noch zahlreichen und aktiven Blogs zum Thema SEO nicht mithalten kann und will. Ich kam überhaupt erst auf die Idee, ein Buch über Suchmaschinenoptimierung zu schreiben, weil die zahlreichen Blogartikel immer nur Facetten darstellten und häufig auch viel Falsches darin stand. Ich will mit dem Buch vor allem Neulingen im SEO-Bereich einen strukturierten, fundierten und Grundlagen vermittelnden Einstieg möglich machen.

Entsprechend ist das Buch bis heute in der aktuellen, siebten Auflage nach wie vor gezielt so geschrieben, dass es keine zwingenden aktuellen Tipps und Geheimnisse verrät, sondern ein solides Handbuch ist, womit der Leser Suchmaschinenoptimierung von Grund auf verstehen lernt und vor allem die Hintergründe versteht. Die ändern sich in weit weniger schnellen Abständen und teilweise hilft „historisches“ Wissen über Googledance und Co. auch, aktuelle Entwicklungen besser einschätzen zu können. Insofern ist das Buch gewissermaßen zeitlos, auch wenn es sich über die Jahre inhaltlich schon weiterentwickelt hat – nicht nur rein quantitativ, was die Anzahl der Seiten angeht. Inhaltlich habe ich in den letzten Jahren die Entwicklungen im SEO-Bereich abgebildet und viel stärker auch Elemente wie Strategie, Nutzerzentrierung, Conversionoptimierung und Effizienzgedanken mit eingebracht.

Was ist für dich das härteste und schwerste Feld der Suchmaschinenoptimierung?

Im Vergleich zu den „guten alten Zeiten“ ist Suchmaschinenoptimierung mittlerweile eine erwachsene und sehr bekannte Marketingdisziplin geworden. Damit ist der notwendige Ressourceneinsatz gestiegen. Letztendlich bestimmt also die Möglichkeit des eigenen Ressourceneinsatzes, wie schwer oder wie leicht eine Optimierung ist. Möchte man beispielsweise als Schuhladen bundesweit punkten, dann ist sicherlich das Linkbuilding schwer, wenn man es nachhaltig und googlekonform aufziehen möchte. Da gibt es schon eine Menge verbrannte Erde und die notwendigen Zeit- und Finanzressourcen sind hier sehr hoch. Man könnte also sagen, dass mit passendem Mitteleinsatz eigentlich keine operative Disziplin im SEO wirklich hart ist, wenn man die nötige Erfahrung mitbringt. Da ist SEO mittlerweile auch nicht mehr anders, als die anderen Marketing- und Werbekanäle. Letztendlich kommt es dann noch auf die Kreativität der Umsetzung an.

Was ich aber wirklich hart und schwer finde, ist die Arbeit der vielen SEO-Agenturen mit kleinen und mittelständischen Unternehmen. Da kann ich von mindshape aus eigener Erfahrung sprechen. Die Arbeit macht zwar unheimlich viel Spaß, aber es ist teilweise wirklich schwer, einem Kunden zu vermitteln, wann und in welcher Höhe ein bestimmter Erfolg eintritt. Häufig herrscht hier Ungeduld. Letztendlich weiß jeder, der SEO macht, dass viele Dinge häufig nur auf einem begründeten Bauchgefühl basieren. Hier den Kunden mitzunehmen und entsprechende Erwartungen zu erfüllen, das finde ich teilweise die schwierigste Disziplin bei der Suchmaschinenoptimierung.

Welche Trends siehst du im Bereich SEO? Wo geht deiner Meinung nach die Reise hin?

Ich denke, wir erleben Google gewissermaßen als heranwachsendes Kleinkind, was monatlich mehr lernt und kann. Die Linkaufbau-Ära hat sicherlich ihren Zenit überschritten und mit Pinguin und Panda ging es kontinuierlich die letzten Jahre in Richtung Qualität und Nutzerorientierung – übrigens ein Trend, den ich sehr gut finde. Ich denke, dass wir einerseits erleben werden, dass Suchalgorithmen Texte nicht nur statistisch erfassen können wie bisher, sondern Texte im eigentlichen Sinne lesen bzw. verstehen können. Dann werden Links nochmals weniger wichtig werden. Wenn man sich mal etwas intensiver mit dem Bereich der natürlich sprachigen Texterkennung auseinandersetzt, wird einem fast schon schwindlig, was da so alles geht in den letzten Jahren. Und Google kauft sich regelmäßig die smartesten Menschen in diesen Bereichen ein. Insofern ist eine Optimierung für den User und das inhaltliche Erfüllen von Usererwartungen sicherlich ein lohnender und nachhaltiger Weg in der Suchmaschinenoptimierung.

Parallel dazu können wir uns nach und nach sicherlich auch von dem gewohnten Suchschema verabschieden. Die heutige Desktopsuche wird noch ein paar Jahre Bestand haben aber der Mobil-Markt wird immer stärker. Ich glaube nicht daran, dass in der überfüllten Bahn alle Menschen plötzlich ihre Suchanfrage in ihr Handy sprechen. Es sucht keiner laut nach Fußpilz, gesundheitlichen Beschwerden oder anderen Dingen. So funktioniert die Öffentlichkeit nicht. Aber die Suchmaschinen werden immer stärker für mobile Geräte – wie z.B. smarte Kleidung –Ergebnisse liefern müssen. Wie die Suchanfragen und auch die Suchanzeigen auf Uhren, Brillen, Jacken oder digitalen Implantaten in Auge oder Ohr funktioniert – vielleicht mit einem Gedankenscanner? Den gibt es zumindest in einfacher Form jetzt für Google Glass. Das Web gibt es erst seit 25 Jahren – mal abwarten, was die nächsten 25 noch so bringen.

Mit welcher Strategie hattest du bisher die besten Ergebnisse?

Also wir haben immer garantiert TOP-3 Platzierungen mit 14 keywordoptimierten Landingpages je Domain, die im Footer einmalig und auf der Website genau 4 Mal verlinkt sind. Die WDF*IDF-Optimierung ist natürlich Standard und eine Keyworddichte von 3,42% würde ich anstreben. Im Title muss das Keyword auf jeden Fall ganz vorne nach den ersten 6 Zeichen vorkommen. Ganz wichtig ist auch ein passendes Linkprofil mit maximal 22%-nofollow-Anteil. Bei einem Moneykeyword mit AdWords-CPC von über 90 cent darf die Anchortextdichte nicht höher als 18,4 % liegen. Ansonsten gilt hier, dass man 10 Links mehr benötigt als der Mittelwert der TOP 8 für ein Keyword. ALLES QUATSCH!

Im Ernst – es gibt leider keine Strategie, die überall zum Erfolg führt. Wenn überhaupt, gibt es Denk- und Handlungsweisen, die die Wahrscheinlichkeit für gute Rankings stark erhöhen. Aber das hängt auch immer von der jeweiligen Branche, dem Wettbewerb und vor allem von dem Projekt und dessen Produkt bzw. Dienstleistungen ab. Wenn man bei einer preissensitiven Kundschaft ein Produkt auf Platz 1 anbietet, was einfach teurer ist als gleichwertige andere, dann helfen SEO und der Platz 1 rein gar nichts.

Grundsätzlich würde ich jedem empfehlen, Suchmaschinenoptimierung als langfristige Marketing-Strategie anzusehen und dies auch vom Ressourceneinsatz her zu planen. Die erfolgreichsten Projekte – sowohl für Kunden als auch unsere eigenen Projekte bei mindshape – sind in der Regel die, bei denen wir langfristig über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich gute Arbeit machen können. Insofern sind Kontinuität, adäquater Ressourceneinsatz und Spaß bei der SEO-Arbeit für mich die Kernelemente der weltbesten SEO-Strategie.

Sebastian, vielen Dank für das Interview!



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